Scalybot 2: Reibung erzeugen oder vermeiden
Scalybot 2: Reibung erzeugen oder vermeiden (Bild: Georgia Tech)

Scalybot Roboter bewegt sich wie eine Schlange

Scalybot 2 hat kaum die gleitende Eleganz eine Schlange. Dennoch bewegt sich der Roboter nach dem Prinzip, nach dem auch die Reptilien vorwärtskriechen.

Anzeige

Roboter, die in Trümmern nach Überlebenden suchen sollen, müssen wendig und geländegängig sein, sie müssen Ausrüstung wie Kameras tragen können, dürfen aber nicht zu groß sein und nicht viel Energie verbrauchen. Robotiker des Georgia Institute of Technology (Georgia Tech) in Atlanta haben einen Roboter konstruiert, der diese Kriterien erfüllt. Vorbild waren Schlangen.

Schlangenbeobachtung

Die meisten der heute erhältlichen Rettungsroboter hätten kein gutes Energiemanagement, sagt Hamid Marvi. Er beobachtete etwa 20 verschiedene Arten der Reptilien im Zoo von Atlanta und zeichnete ihre Bewegungen auf Video auf. Schlangen, so fand er heraus, bewegen sich sehr energieeffizient fort, indem sie mit ihren Schuppen auf die Reibungseigenschaften des Untergrundes reagieren.

Bei einer geradlinigen Bewegung verbiegen Schlangen den Körper nicht. "Sie heben ihre Bauchschuppen an und ziehen sich vorwärts, indem sie eine Muskelwelle von Kopf bis Schwanz wandern lassen", erklärt Marvi. Diese Art der Fortbewegung verbrauche nicht nur wenig Energie. Sie sei zudem sehr praktisch, um durch enge Spalten zu kriechen - das sei für einen Roboter auf Rettungsmission ungemein praktisch.

Weniger elegant

Nach diesen Prinzipien hat Hamid Marvi seinen Roboter Scalybot 2 konstruiert. Der sieht zwar nicht aus wie eine Schlange. Auch fehlt ihm die Eleganz des Reptils. Aber er ahmt die geradlinige Fortbewegung der Schlange nach.

Der Scalybot besteht aus zwei miteinander verbundenen Gestellen: In der Mitte eines Gestells befindet sich jeweils ein bewegliches Modul, das die Vorwärtsbewegung des Roboters erzeugt. An dessen Unterseite sitzen jeweils Rippen, deren Winkel durch einen Motor verändert werden kann - so wie die Schlange den Winkel ihrer Schuppen verändert. So könne der Roboter je nach Untergrund und Steigung Reibung vermeiden oder erzeugen, etwa um zu verhindern, dass er eine schiefe Ebene herunterrutsche, sagt Marvi.


burzum 21. Jan 2012

Gut das wir nicht alle so denken, sonst würden wir heute noch mit bestenfalls Steinen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Consultant (m/w)
    GS1 Germany GmbH, Köln
  2. SAP Inhouse Berater (m/w) mit den Schwerpunkten MM und QM
    JOST-Werke GmbH, Neu-Isenburg
  3. Senior Software Tester / Testspezialist / Testberater / Senior Software Testconsultant (m/w)
    imbus AG, Möhrendorf (bei Erlangen) und München
  4. Teamleiter/-in Workplace Management
    Alnatura, Bickenbach

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sicherheitslücke

    Drupal-Team warnt erneut vor Folgen

  2. Spieldesign

    Kampf statt Chaos

  3. Techland

    Last-Gen-Konsolen zu schwach für Dying Light

  4. Passport im Test

    Blackberry beweist Format

  5. Streaming

    Sky als Online-Abo mit Live-TV und Einzelabruf

  6. Band

    Microsofts Wearable hört und fühlt

  7. Quartalszahlen

    Samsungs Gewinn bricht wegen Preiskampf bei Smartphones ein

  8. Greg Kroah-Hartman

    Kdbus wird zur Aufnahme in Linux vorgeschlagen

  9. Grafikkarte

    AMD kontert Nvidias Maxwell mit 8-GByte-Radeons

  10. Filmpiraterie

    US-Kinos und MPAA verbieten Google Glass



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel