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Eine Sicherheitslücke in X.org hebt die Bildschirmschonersperre ohne Passworteingabe auf.
Eine Sicherheitslücke in X.org hebt die Bildschirmschonersperre ohne Passworteingabe auf. (Bild: X.org)

X.org: Bildschirmschoner ohne Passwort entsperren

Eine Sicherheitslücke in X.org hebt die Bildschirmschonersperre ohne Passworteingabe auf.
Eine Sicherheitslücke in X.org hebt die Bildschirmschonersperre ohne Passworteingabe auf. (Bild: X.org)

Der Bildschirmschoner in einigen Linux-Distributionen kann ohne Passwort deaktiviert werden. Ein Fehler im X-Server von X.org ermöglicht das Entsperren des Bildschirms mit einer Tastenkombination.

Ein Fehler in X.org ab Version 1.11 ermöglicht das Deaktivieren des Bildschirmschoners ohne Passworteingabe. Das berichtet der französische Blogger Gu1. Dazu müssen die Tasten Strg, Alt und die Multiplikations- oder Divisionstaste auf dem Nummernblock gedrückt werden. Dadurch wird der Bildschirmschoner beendet und der Desktop ohne Passworteingabe entsperrt.

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Laut X.org-Entwickler Peter Hutterer ist ein Kommunikationsproblem unter Entwicklern für den Fehler verantwortlich. Eigentlich ist die Funktion nur für das Debugging gedacht. Mit der Option Allowclosedowngrabs können laufende Anwendungen mit den speziellen Tastenkombinationen beendet werden. Die Option wurde vor zwei Jahren entfernt, dann aber im September 2011 mit Version 1.11 des X-Servers wieder aktiviert. Die Entwickler hatten jedoch vergessen, die Tastenkombination in der Standard-Keymap von Xkb zu deaktivieren. Eigentlich sollte diese Debuggingoption nur über spezielle Parameter gestartet werden können.

Betroffen ist der X-Server 1.11 in X.org, der beispielsweise in Fedora 16, aber in Debian mit Gnome 3 zum Einsatz kommt. Auch der Bildschirmschoner von KDE lasse sich so entsperren, schreibt Gu1. Ubuntu bis Version 11.10 ist davon nicht betroffen, dort läuft der X-Server bis Version 1.10.4. Der Befehl X -version verrät, welche Version unter Linux läuft.

Inzwischen haben die Entwickler einen Patch veröffentlicht, der zumindest für Fedora 16 bereits in den Repositories erhältlich ist. Das Problem kann durch die Entfernung sämtlicher Einträge mit der Zeichenkette XF86Ungrab und XF86ClearGrab in der Konfigurationsdatei für Xkb behoben werden.


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