Guttenberg "Für alle, die fragen, warum die EU mich ausgewählt hat"

Karl-Theodor zu Guttenberg, der einmal Doktor und Minister war, trat seinen neuen Job als EU-Berater für Freiheit im Internet verunsichert an. Das geht aus seiner E-Mail-Korrespondenz mit dem Team von Neelie Kroes, der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, hervor.

Anzeige

Karl-Theodor zu Guttenberg hat Widerstand aus der Internetcommunity gegen seine Ernennung als EU-Berater für Freiheit im Internet erwartet. Das geht aus der internen E-Mail-Korrespondenz zwischen dem aufgrund einer Plagiatsaffäre gescheiterten Bundesverteidigungsminister und der EU-Kommission hervor, die das Onlinemagazin Telepolis veröffentlicht hat. Dort heißt es: "Vielleicht wäre es hilfreich, für all jene, die fragen: 'Warum gerade er?' einen zusätzlichen Hinweis auf meine langjährigen Erfahrungen und vielfältigen Kontakte im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik zu geben."

Der CSU-Politiker zeigte in der E-Mail vom 8. Dezember 2011 auch noch inhaltliche Unklarheiten: "Und wenn es etwas Bestimmtes gibt, das ich in meiner kurzen Rede am Montag sagen soll, teilen Sie mir das bitte mit", schrieb er an Peter Power aus dem Team für Öffentlichkeitsarbeit von Neelie Kroes, der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda.

Zu Guttenberg soll Kroes in Fragen der Internetfreiheit beraten und Internetnutzer, Blogger und Cyberaktivisten in autoritär regierten Ländern unterstützen. Zu Guttenbergs Ernennung als Berater der EU-Kommissarin sei Schlüsselelement einer neuen No-disconnect-Strategie, mit der sich die EU dafür einsetzen will, dass die Menschenrechte und Grundfreiheiten sowohl online als auch offline gewahrt würden, hieß es in der Erklärung der EU-Kommission.

Die Kritik an der Ernennung ließ nicht lange auf sich warten, so von dem grünen EU-Parlamentarier Jan Phillip Albrecht. Statt irgendwelche konkreten Vorschläge zum Schutz des freien Informationsaustausches im Internet zu machen und Lösungen auf den Tisch zu legen, hätten Kroes und Guttenberg "über die Notwendigkeit einer aktiven Zivilgesellschaft gegen Sperrregime im Ausland" lamentiert. "Dabei war es die EU-Kommission selbst, die noch vor nicht allzu langer Zeit verpflichtende Netzsperren in der EU vorgeschlagen hatte." Der nach Selbstdarstellungsmöglichkeiten suchende zu Guttenberg sei "als Spitzenmann der CSU ein Verfechter von Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung in Deutschland und Europa." Dieser Politiker habe keinerlei Starthilfe von der EU-Kommission verdient, sondern gehöre ignoriert.


LX 23. Jan 2012

...aber so unterirdisch, dass er in Australien schon wieder überirdisch wäre, hm? Gruß, LX

YoungManKlaus 23. Jan 2012

lulz

HDUser 23. Jan 2012

lass mich raten omo: die Bücher Daemon und Darknet von Suarez hast du gelesen und für gut...

-CK- 23. Jan 2012

Auch hier wie im anderen Thread: Mit "Raubkopiererei" prellt man Lizenzen, keine...

-CK- 23. Jan 2012

Nein, aber mit dem Befolgen einer Lizenz. Die einen verlangen Geld, die anderen die...

Kommentieren



Anzeige

  1. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  2. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  3. IT-Leiter/in
    Silvretta Montafon Bergbahnen AG über TCI Consult GmbH, St. Gallenkirch (Österreich)
  4. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel