Linux Erste Vorabversion zeigt Neuerungen im Kernel 3.3

Linus Torvalds hat den ersten Release Candidate des Linux-Kernels 3.3 veröffentlicht und damit die wesentlichen Änderungen für die nächste Kernel-Version festgelegt. Darunter sind die Byte Queue Limits, die die Netzwerkfähigkeiten deutlich verbessern sollen.

Anzeige

Mit der Veröffentlichung der ersten Vorabversion des Linux-Kernels 3.3 hat Linus Torvalds die wichtigsten Änderungen in der nächsten Kernel-Version abgesegnet. Unter anderem sollen die Byte Queue Limits (BQL) insgesamt für einen besseren Datendurchsatz des Netzwerkstacks sorgen. Außerdem gibt es mit Fiops einen neuen Scheduler für Flash-Speicher und SSDs. Ferner wurde die Unterstützung für ACPI 5.0 erweitert. Damit sollen teils auffällige Fehler in der Energieverwaltung behoben und die Unterstützung für neue Chipsätze integriert werden, etwa Intels Ivy Bridge.

Mit dem Extended Verification Module kann der Kernel digitale Signaturen nach RSA verifizieren. Die Kernel-Hacker haben sich auch einem Problem gewidmet, bei dem es im Zusammenhang mit den Transparent Huge Pages zu Verzögerungen beim Schreiben auf langsame externe Speichermedien, etwa USB-Sticks, kam.

Neben den Byte Queue Limits erhält Kernel 3.3 auch einen sogenannten Team-Netzwerktreiber, der mit wenig Overhead den Zusammenschluss mehrerer Netzwerkgeräte ermöglicht. Dazu gibt es bereits die entsprechenden Konfigurationswerkzeuge. Der TCP-Stack erhält die Möglichkeit, den Speicher zu begrenzen, den TCP-Puffer nutzen können. Mit einem virtuellen Switch (Open vSwitch) lassen sich Netzwerke zwischen virtuellen Maschinen besser verwalten. Der NFC-Stack beherrscht das Logical Link Control Protokoll (LLCP).

Zudem soll Linux 3.3 den virtuellen Speicher in den HD-7000-Chipsätzen von Radeon unterstützen. Die dafür benötigten Codeänderungen sind umfangreich. Allerdings sind noch rechtliche Fragen zu klären, bevor Anwender den Code nutzen dürfen. Der Evergreen-Chipsatz von AMD und der Nouveau-Treiber für Nvidia-Chipsätze können Audio über den HDMI-Port ausgeben und die Chipsatzreihe NDV0 alias Fermi verwendet Page-Flipping. Der Grafiktreiber für die Intel-Chipsätze Sandy und Ivy Bridge wurde aktualisiert und auch mit zahlreichen Bugfixes versehen. In dem Poulsbo-Treiber für Intels GMA500-Chipsätze wurden ebenfalls zahlreiche Fehler behoben.

Microsofts virtueller Netzwerktreiber für Hyper-V und der Treiber für Intels GM500-Chipsatz haben den Staging-Bereich verlassen und sind nun fester Bestandteil des Kernels. Die Prozessoren in Nvidias Tegra30-Chipsätzen werden künftig unterstützt.

Ab sofort läuft die Testphase für Kernel 3.3, die etwa sechs Wochen dauert. Die finale Version wird demnach Anfang bis Mitte März erscheinen. Der Sourcecode der ersten Vorabversion steht unter kernel.org zum Download bereit. Alle Änderungen sind über Gitweb abrufbar.


Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler ASP.NET (m/w)
    MWG-Biotech AG, Ebersberg (Großraum München)
  2. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  3. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  4. Software Entwickler (TTS) (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  2. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  3. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen

  4. Darknet

    Grams - eine Suchmaschine für Drogen

  5. Kitkat-Smartphone

    Samsungs Galaxy Ace Style kommt früher

  6. Netmundial-Konferenz

    Netzaktivisten frustriert über "Farce" der Internetkontrolle

  7. Zalando

    Onlinekleiderhändler schließt einen Standort

  8. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  9. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux

  10. Reprap

    "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman
  2. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  3. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld

Ubuntu 14.04 LTS im Test: Canonical in der Konvergenz-Falle
Ubuntu 14.04 LTS im Test
Canonical in der Konvergenz-Falle

Ubuntu soll künftig auch auf Tablets und PCs laufen, weshalb die Entwicklung des Unity-Desktops derzeit offenbar feststeckt. Die wenigen neuen Funktionen könnten gut für die lange Support-Dauer sein, zeigen aber auch einige interne Probleme auf.

  1. Canonical Ubuntu One wird beendet
  2. Canonical Mir in Ubuntu abermals verschoben
  3. Trusty Tahr Erste Beta der Ubuntu-Derivate verfügbar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel