Megaupload Manager
Megaupload Manager (Bild: Wikipedia)

Filehoster: Megaupload geschlossen, Kim Schmitz verhaftet

Megaupload Manager
Megaupload Manager (Bild: Wikipedia)

US-Behörden haben den Filehoster Megaupload geschlossen und vier Mitarbeiter des Unternehmens festgenommen, darunter auch Megaupload-Chef Kim Schmitz alias Kim Dotcom. Die Megaupload-Betreiber sollen rund 175 Millionen US-Dollar mit dem Dienst verdient haben.

Anzeige

Das US-Justizministerium wirft dem Betreiber des Filehosters Megaupload weitreichende Urheberrechtsverletzungen vor und geht im Zusammenhang mit der Website gegen sieben Personen und zwei Unternehmen vor. Ihnen wird vorgeworfen, für Onlinepiraterie zahlreicher urheberrechtlich geschützter Werke in großem Ausmaß verantwortlich zu sein. Sie sollen mit kriminellen Aktivitäten rund 175 Millionen US-Dollar verdient und einen Schaden von rund 500 Millionen US-Dollar angerichtet haben, teilen das FBI und das US-Justizministerium gemeinsam mit.

Im Fokus der US-Behörden stehen die Unternehmen Megaupload Limited und Vestor Limited sowie die Personen dahinter. Diesen drohen wegen verschiedener Vergehen jeweils 5 bis 20 Jahre Haft. Es handle sich um einen der größten Fälle krimineller Urheberrechtsverletzungen in den USA, erklärte das US-Justizministerium.

Der führende Kopf von Megaupload ist nach Angaben der US-Behörden der 37-jährige Kim Schmitz alias Kim Dotcom alias Kim Tim Jim Vestor, der offiziell in Hongkong und Neuseeland lebt. Er habe Megaupload gegründet und sei Direktor und einziger Gesellschafter von Vestor Limited, einem Unternehmen, dem mehrere mit Megaupload verbundene Websites gehören.

Neben Kim Schmitz sind auch die in Deutschland wohnenden Finn B. (Chief Marketing Officer), Sven Echternach (Head of Business Development), Mathias Ortmann (Chief Technical Officer und Mitgründer), der in der Slowakei lebende Julius Bencko (Grafikdesigner), der Este Andrus Nomm (Leiter der Softwareentwicklung) und der für die Netzwerkstruktur verantwortliche Niederländer Bram K. angeklagt. Schmitz, Fin B., Mathias O. und Bram K. wurden heute auf Antrag der US-Behörden in Neuseeland festgenommen. Nach drei weiteren wird noch gefahndet.

Zudem wurden mehr als 20 Hausdurchsuchungen in acht Ländern durchgeführt und dabei Besitz im Wert von rund 50 Millionen US-Dollar sowie die Server von Megaupload in den USA, den Niederlanden und Kanada beschlagnahmt. Darüber hinaus wurden 18 Domains beschlagnahmt.

Megaupload.com hatte nach eigenen Angaben mehr als 1 Milliarde Visits, über 150 Millionen registrierte Nutzer und rund 50 Millionen tägliche Besucher. Finanziert wurde der Dienst mit Werbung und kostenpflichtigen Premium-Accounts.

Das Geschäftsmodell von Megaupload habe darauf abgezielt, dass Nutzer populäre urheberrechtlich geschützte Werke hochladen, die dann Millionen Nutzern zum Download angeboten werden. Dabei sei das Angebot so strukturiert worden, dass die meisten Nutzer davon abgehalten wurden, es zum langfristigen Speichern persönlicher Daten zu nutzen, da Dateien gelöscht wurden, wenn sie nicht regelmäßig heruntergeladen wurden. Nutzer seien zudem für das Hochladen von populären Inhalten finanziell belohnt worden statt ihre Accounts zu sperren.

Eingeleitet wurden die Ermittlungen gegen Megaupload vom FBI, aber auch die Strafverfolgungsbehörden anderer Länder waren beteiligt, etwa das Bundeskriminalamt. Im Februar 2010 wurde berichtet, dass Schmitz eine mit 30 Millionen US-Dollar bewertete Villa in Neuseeland gekauft habe.


OnurOlom 05. Mai 2012

Klauen nennst du also "sich inspirieren lassen". Sehr interessant. Das Programm Excel von...

potbot 27. Apr 2012

jap hier war einfach zu viel geld im spiel

Autor-Free 21. Jan 2012

LOL

azeu 20. Jan 2012

wenn der Uploader daran verdient hat muss man dem ja irgendwie geld transferiert haben...

ap (Golem.de) 20. Jan 2012

Nix verpasst, aber wir haben korrigiert. :) Danke für den Hinweis.

Kommentieren


Serien-Load.de / 20. Jan 2012

Megavideo.com offline. Kim Schmitz im Knast.



Anzeige

  1. Senior Software Developer (m/w)
    Rohde & Schwarz DVS GmbH, Hannover
  2. Leiter Entwicklungsprojekte (m/w)
    SICK AG, Freiburg
  3. Test-Spezialist/in für Automotive IT-Systeme
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München
  4. Senior Data Architect Heating- and Building Systems (m/w)
    Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Linshof

    Die gut versteckte Firma hinter dem Wunder-Smartphone

  2. Gericht

    Entscheidung über Haft für Dotcom kommende Woche

  3. Star Wars Episode VII

    The Force Awakens im ersten Teaser

  4. Speedport Hybrid

    Hybrid-Tarif der Telekom ohne LTE-Drosselung

  5. Docker-Alternative

    Spoon bietet virtualisierte Container für Windows

  6. Überbewertete Superrechner

    Quantencomputer hätten kaum was zu tun

  7. FAA

    Privatdrohnen gefährden Flugverkehr

  8. Großbritannien

    Pink Floyd und Arctic Monkeys sorgen für Vinyl-Boom

  9. Raumfahrt

    Hayabusa 2 startet in wenigen Tagen

  10. Winter is coming

    Game of Thrones ab Anfang Dezember 2014



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test: Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln
Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test
Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln
  1. Systemkamera Sony Alpha 7 II mit 5-Achsen-Bildstabilisierung
  2. Canon PowerShot G7 X im Test Canons Konkurrenz zu Sonys 1-Zoll-Kamera
  3. Interne Dokumente Neuer Sony-Sensor könnte Kameras kraftvoller machen

Crowdfunding für Games: Der Goldrausch auf Kickstarter ist vorbei
Crowdfunding für Games
Der Goldrausch auf Kickstarter ist vorbei
  1. Pono Neil Youngs Highres-Player kommt auch ohne Kickstarter
  2. The Flame in the Flood Reise am prozedural generierten Fluss
  3. Jolt Schnurloses Laden für die Gopro

    •  / 
    Zum Artikel