Toughpad A1 von Panasonic
Toughpad A1 von Panasonic (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Ausprobiert Panasonics Android-Tablet Toughpad wirkt unfertig

Panasonic will seine Toughbook-Geräte auch als Tablet anbieten und hat der Öffentlichkeit sein Toughpad mit Android gezeigt. Wir haben den Prototyp kurz ausprobiert und festgestellt, dass Panasonic noch viel Arbeit vor sich hat.

Anzeige

Wer ein robustes Tablet braucht, der hat derzeit wenig Auswahl. Professionelle Android-Geräte, die von Außendienstmitarbeitern beispielsweise bei Regen oder auf staubigen Baustellen eingesetzt werden können, sind selten. Panasonic will mit dem 10-Zoll-Toughpad diesen Markt bedienen. Das Tablet mit Android 3.x alias Honeycomb wurde auf dem CES-Stand von Panasonic gezeigt. Zu den weiteren technischen Daten haben wir bereits im November 2011 einen Artikel veröffentlicht.

Das Toughpad A1 gehört zu den Tablets, die auch mit einem Stift genutzt werden können. Konkurrenten wie HTC mit dem Flyer oder Lenovo mit dem Thinkpad-Tablet bedienen andere Zielgruppen. HTCs Tablet ist eher für den Endkundenmarkt gedacht, und Lenovos spiegelndes Businesstablet ist unter der Sonne nicht einsetzbar, obwohl es durch seine Robustheit für den Außeneinsatz gut geeignet wäre.

Die Stiftbedienung ist bei Panasonic offenbar für den Handschuheinsatz gedacht, denn beim Antesten funktionierte der Touchscreen beispielsweise nicht mit den Fingernägeln, was bei kapazitiven Touchscreens normal ist, im Außeneinsatz allerdings ein Problem darstellen kann.

Stift mit Schwebezustand

Der Stift unterstützt nicht nur die normale Berührung, ist also kein kapazitiver Stift, sondern arbeitet mit einem Digitizer zusammen. Er wird also bereits im Schweben erkannt. Allerdings kann die installierte Android-Version den Schwebezustand nicht nutzen, beispielsweise, um den Cursor anzuzeigen. Soll der Stift im Schwebezustand verwendet werden, muss dazu die Stifttaste gedrückt werden. Das System verhält sich dann so, als würde der Finger benutzt. Ein Schweben mit gedrückter Stifttaste von links nach rechts bewegt beispielsweise den Android-Hauptbildschirm.

  • Toughpad A1 im Querformat. Das Display ist winkelabhängig.
  • Toughpad A1
  • Der Stift wird unten in das Tablet eingeklemmt...
  • ... und lässt sich leicht entfernen.
  • Anschlüsse sind geschützt.
  • Gut zu sehen ist der schwarze Dichtungsring.
  • Die Klappen lassen sich zudem mit einem Schiebeschalter verriegeln.
Toughpad A1 im Querformat. Das Display ist winkelabhängig.

Der Stift wird am unteren Ende der Rückseite eingeklemmt und ist leicht entnehmbar. Dennoch scheint die Konstruktion den Stift sicher zu halten. Besonderheiten des Stifts werden nicht unterstützt, entsprechende Anwendungen für Notizen oder druckempfindliches Zeichnen fehlen dem Android-Prototyp.

Handliches Tablet

Das Gewicht des Tablets wird mit fast einem Kilo angegeben. Dennoch fühlt es sich aufgrund des großen Volumens nicht besonders schwer an. Es liegt gut in der Hand und macht beim Benutzen einen sehr stabilen Eindruck. Die Schnittstellen sind hinter recht fummelig zu bedienenden Schutzklappen versteckt, die sich zudem verriegeln lassen. Das ist aber auch so gewollt, schließlich soll ein Handgriff nicht versehentlich die Schnittstellen für Wasser und Staub zugänglich machen.

Das Display ist nicht besonders gut. Unklar ist, ob es sich hierbei um eine Prototyp-Entscheidung handelt, ein TN-Panel zu verbauen. Im Hochkantbetrieb ist es von der Seite nicht besonders gut einzusehen. Auch erschien das Tablet nicht so hell, wie es Panasonic verspricht. Auch hier gehen wir davon aus, dass die Arbeiten am Tablet nicht abgeschlossen sind. Eigentlich soll das Tablet nämlich eine Helligkeit von 500 Candela pro Quadratmeter bieten, ein Wert, der selbst in den Messehallen stark blenden würde. Dieser Effekt stellte sich jedoch beim Umstellen der Helligkeit nicht ein. Zudem war Android noch recht langsam für die Hardware und Anpassungen des Betriebssystems durch Panasonic waren beim Antesten nicht zu erkennen. Immerhin hat die Firma noch Zeit, bis das Tablet erscheinen wird. Im ersten Quartal 2012 wird das Tablet wohl nicht mehr erscheinen, wie ein Mitarbeiter auf der Messe erklärte. Geplant ist nun das zweite Quartal 2012.


Threat-Anzeiger 18. Jan 2012

ja, dein touchpad ist aber auch ein spielzeug fürs sofakissen, das Toughpad soll was...

Kommentieren



Anzeige

  1. Executive Assistant CTO (m/w)
    über delphi HR-Consulting GmbH, keine Angabe
  2. Teamleiter / Senior System Analyst EDI (m/w)
    HAVI Logistics Business Services GmbH, Duisburg
  3. Microsoft SQL Server Datenbank & Infrastruktur Consultant (m/w)
    über 3C - Career Consulting Company GmbH, Dienstsitz München, Einsatzgebiet Raum München/Ingolstadt
  4. Softwareentwickler/-in
    Robert Bosch GmbH, Abstatt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Adobe

    Aktuelle Flash-Sicherheitslücken bereits in Exploit-Kits

  2. Airbus

    A350-Piloten bekommen WLAN-Zugang im Cockpit

  3. Laura Poitras

    "Wir leben in dunklen Zeiten"

  4. Streaming-Dienst

    Netflix-App für Amazons Fire TV ist da

  5. Pilot tot

    Spaceship Two stürzt in der Mojave-Wüste ab

  6. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  7. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  8. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  9. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  10. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



FTDI: Windows-Treiber kann Bastelrechner beschädigen
FTDI
Windows-Treiber kann Bastelrechner beschädigen
  1. FTDI Treiber darf keine Geräte deaktivieren
  2. Bei Windows Update gelöscht Keine Killer-Treiber mehr für gefälschte FTDI-Chips

Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Sicherheit Der Arduino-Safeknacker aus dem 3D-Drucker
  2. Arduino Neue Details zum 3D-Drucker Materia 101
  3. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte

    •  / 
    Zum Artikel