Quantified Self: Ich tracke, also bin ich
(Bild: Michael Kappeler/AFP/Getty Images)

Quantified Self Ich tracke, also bin ich

Herzfrequenz, Blutzucker, Schrittzahl, Schlafverhalten: Selbstvermessung kommt in Mode. Unsere Sehnsucht nach Fitness und Selbstbestimmung eröffnet App-Anbietern einen gigantischen Markt - und schafft ebenso enorme Mengen persönlicher Daten.

Anzeige

Dort, wo die Grenzen zwischen Gesundheitswesen und Fitness verwischen, ist eine ganze Bewegung entstanden, deren Mitglieder sich nur mit einem beschäftigen: mit sich selbst. Herzfrequenz, Blutzucker, Kalorienverbrauch, Schrittzahl, Schlafverhalten - unzählige Apps machen es jedem möglich, seine Körperfunktionen zu messen und mit denen anderer zu vergleichen. Mit faszinierender Geschwindigkeit entwickelt sich diese Quantified-Self-Bewegung von einer Nischenerscheinung zum Mainstream. Die nötige Technik steht heute jedem zur Verfügung. Der weltweite Markt ist gigantisch, und er wächst stetig.

Die ersten Vorstöße in den Massenmarkt sehen wir schon seit einigen Jahren. Der Sportartikelhersteller Nike vermarktet mit dem Jogging-Service Nike+ bereits seit 2006 ein massentaugliches Quantified-Self-Paket. Flächendeckend ist der große Durchbruch bislang allerdings ausgeblieben. Das ändert sich gerade. Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht mehrere Apps, Webservices oder tragbare Sensoren auf den Markt kommen, um unseren körperlichen Zustand und unser Verhalten in Zahlen zu fassen. Sportartikelhersteller (Nike+), Medizinversorger (Medisana), Gadgetproduzenten (Jawbone), Telefonprovider (T-Mobile, AT&T) oder Internetstartups (Massive Health, Runkeeper) bieten entsprechende Dienste an und konkurrieren um die besten Plätze in einem Markt, der sich im Umbruch befindet.

Den Spieltrieb wecken

Ihre Apps unterscheiden sich durch verschiedene Herangehensweisen. Stand-Alone-Apps verlassen sich auf externe Sensoren, während integrierte Systeme wie Nike+ Sensoren und die dazugehörige Software aus einer Hand liefern. Bei einigen Diensten müssen Nutzer manuell ihre Daten eingeben, wie bei Foursquare, während andere Services unauffällig im Hintergrund Daten sammeln wie im Falle des Fitbit.

  • Blutzucker-Messmodul Glucodock
  • Runkeeper
  • Jawbone Up
  • Jawbone Up
  • Eatery von Massive Health
  • Zeo Sleep Manager - Mobile
Jawbone Up

Allen gemeinsam ist, dass sie dank digitaler Vernetzung und zunehmend günstiger Sensoren das früher recht aufwendige Erheben von Körperdaten über einen längeren Zeitraum zu einem Spaß machen, der neben Quantified Self noch weitere trendige Namen trägt: Body Tracking, Living By Numbers, Self Tracking oder Life Logging. Die Quantified-Self-Dienste sind sehr geschickt darin, den Spieltrieb anzuregen. Ob Punkte für Barbesuche gesammelt oder Freunde durch die Länge der Joggingstrecke ausgestochen werden, Gamification ist das Buzzword der Stunde.

Die Daten sammeln sich quasi von selbst 

0xDEADC0DE 19. Jan 2012

Denken auch, hör lieber damit auf...

Little_Green_Bot 18. Jan 2012

Doch, es ist ist schon das Gefühl, dass man etwas "richtig" macht, wenn man so ein...

samy 18. Jan 2012

tracken ohne die Ergebnisse bei Facebook hochzuladen. Für Sport kann man bestimmte Apps...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektmitarbeiter (m/w)
    Fachhochschule Südwestfalen, Hagen
  2. Mitarbeiter für die Mitgliederbetreuung (m/w)
    DENIC eG, Frankfurt am Main
  3. Informatiker (m/w)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  4. Support Mitarbeiter Anwendungssupport/IT-Consult- ant Trainee (m/w)
    FirstProject Consulting GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. TIPP: Kingston HyperX Cloud Headset
    84,90€
  2. VORBESTELL-AKTION: Microsoft Lumia 640 vorbestellen und 32GB-Speicherkarte gratis dazu erhalten
    (159,00€/179,00€/219,00€ 3G/LTE/XL)
  3. Evga Geforce GTX 960 SuperSC
    mit 20 Euro Cashback nur 194,90€ bezahlen

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Freie Bürosoftware

    Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne

  2. Smartwatch

    Pebble sammelt über 20 Millionen US-Dollar

  3. Manfrotto

    Winziges LED-Dauerlicht für Filmer und Fotografen

  4. Test Woolfe

    Rotkäppchen schwingt die Axt

  5. Palinopsia Bug

    Das Gedächtnis der Grafikkarte auslesen

  6. Die Woche im Video

    Galaxy S6 gegen One (M9), selbstbremsende Autos und Bastelei

  7. Xbox One

    Firmware-Update bringt Sprachnachrichten auf die Konsole

  8. Elektromobilitätsgesetz

    Bundesrat gibt Elektroautos mehr Freiheiten

  9. 2160p60

    Youtube startet fordernde 60-fps-Videos in scharfem 4K

  10. Nuclide

    Facebook stellt quelloffene IDE vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Galaxy S6 im Test: Lebe wohl, Kunststoff!
Galaxy S6 im Test
Lebe wohl, Kunststoff!
  1. Galaxy S6 Active Samsungs wasserdichtes Topsmartphone
  2. Galaxy S6 und S6 Edge Samsung meldet 20 Millionen Vorbestellungen
  3. Galaxy S6 und S6 Edge im Hands on Rund, schnell, teuer

Banana Pi M2 angesehen: Noch kein Raspberry-Pi-Killer
Banana Pi M2 angesehen
Noch kein Raspberry-Pi-Killer
  1. MIPS Creator CI20 angetestet Die Platine zum Pausemachen
  2. Raspberry Pi 2 ausprobiert Schnell rechnen, langsam speichern

HTC One (M9) im Test: Endlich eine gute Kamera
HTC One (M9) im Test
Endlich eine gute Kamera
  1. Lollipop Erstes HTC-One-Smartphone erhält kein Android 5.1

  1. LibreOffice macht sich langsam!

    katze_sonne | 04:57

  2. Re: Was kann man da noch gegen machen?

    Moe479 | 04:55

  3. Re: Die "Haben ja nichts zu verbergen" Fraktion

    Moe479 | 04:43

  4. Re: 3 LED's = 60 Euro

    Tzven | 04:27

  5. Re: Quantitaet anstelle von Qualitaet

    katze_sonne | 04:08


  1. 17:19

  2. 15:57

  3. 15:45

  4. 15:03

  5. 10:55

  6. 09:02

  7. 17:09

  8. 15:52


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel