Abo
  • Services:
Anzeige
Einheitliches API für NTFS und ReFS
Einheitliches API für NTFS und ReFS (Bild: Microsoft)

ReFS: Microsofts neues Dateisystem für Windows 8

Einheitliches API für NTFS und ReFS
Einheitliches API für NTFS und ReFS (Bild: Microsoft)

Microsoft hat für Windows 8 ein neues Dateisystem entwickelt: ReFS. Es soll so robust sein wie kein anderes Dateisystem von Microsoft und im Zusammenspiel mit den neuen Storage Spaces defekte Daten automatisch reparieren.

ReFS soll zwar weitgehend kompatibel zu NTFS sein, aber nicht um jeden Preis. So hat Microsoft zwar die am häufigsten genutzten Funktionen von NTFS auch in ReFS umgesetzt, einige weniger genutzte Funktionen fallen aber weg, um die Komplexität und Größe des Codes zu reduzieren. Zudem stand bei der Entwicklung von ReFS die Robustheit im Vordergrund, wie der Name "Resilient File System" (engl. "unverwüstliches Dateisystem") andeutet. So verifiziert ReFS Daten und korrigiert auftretende Fehler automatisch.

Anzeige

Zu den weiteren Designzielen von ReFS zählten eine extreme Skalierbarkeit und geringe Ausfallzeiten. Mit anderen Worten: Es sollte niemals notwendig sein, das gesamte Dateisystem für eine lange dauernde Dateisystemüberprüfung offline zu nehmen. Und natürlich soll ReFS auf die neuen Storage Spaces von Windows 8 abgestimmt sein.

ReFS: Die Kernfunktionen

ReFS sichert die Integrität von Metadaten mit Hilfe von Prüfsummen und stellt mit Integrity-Streams optional auch die Integrität von Nutzerdaten sicher. Der Ansatz "Copy on Write" (Kopieren beim Schreiben) ähnlich dem Vorgehen in transaktionalen Datenbanken soll sicherstellen, dass bei der Veränderung von Daten die Ursprungsdaten nicht verloren gehen, bevor die neuen Daten geschrieben sind.

Zudem unterstützt ReFS große Speicher-Volumes, Dateien und Verzeichnisse. Die Verwaltung wird durch Storage-Virtualisierung vereinfacht. Für hohe Leistung soll Data-Striping sorgen, Fehlersicherheit wird durch Redundanz hergestellt, was über mehrere Maschinen verteilte Storage-Pools einschließt. Zudem soll Disk-Scrubbing vor dem Datenverlust durch "verrottende Daten" schützen.

Aus NTFS übernimmt ReFS unter anderem Bitlocker zur Verschlüsselung, Access-Control-List, um den Zugriff auf Daten zu regeln, das USN journal, Benachrichtigungen über Änderungen, symbolische Links einschließlich Junction Points, Mount Points, Reparse Points, Volumen-Snapshots, Datei-IDs und Oplocks.

Hinsichtlich des Clients unterscheidet sich ReFS im Übrigen nicht von NTFS, denn der Zugriff auf ReFS erfolgt über das gleiche API wie der Zugriff auf NTFS.

Dateien mit 2^64-1 Byte

ReFS ist theoretisch in der Lage, Dateien mit einer maximalen Größe von 2^64-1 Byte zu speichern, das entspricht rund 18 Trillionen Byte oder 16 Exabyte. Microsoft führt aber an, dass die eigentlichen Begrenzungen eher durch die Systemkonfiguration, insbesondere den verfügbaren Arbeitsspeicher, beschränkt wird. So können in einem Verzeichnis zudem theoretisch bis zu 18 Trillionen Dateien und in einem Volume ebenso viele Verzeichnisse gespeichert werden. Die maximale Länge eines Dateinamens in ReFS gibt Microsoft mit 32.000 Unicode-Zeichen an.

Einzelne Storage Pools können maximal 4 Petabyte umfassen. Die maximale Zahl an Storage Pools und Storage Spaces in einem System ist aber unbeschränkt.

Kompatibilität mit NTFS

Um abgesehen von den nicht mehr unterstützten Funktionen eine größtmögliche Kompatibilität zu NTFS zu gewährleisten, so dass bestehende Applikationen auch mit dem neuen Dateisystem reibungslos funktionieren, hat Microsoft den Quelltext für die Dateisystem-Interfaces wiederverwendet. Dieser Code ist auch für die Verwaltung von Datei- und Volumenstatus im Speicher, Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien sowie Caching und Synchronisation der Daten verantwortlich.

  • Struktur von ReFS
  • Einheitliches API für NTFS und ReFS
Einheitliches API für NTFS und ReFS

Die darunterliegende Schicht wurde überarbeitet, das gilt auch für ihren NTFS-Teil (NTFS.sys), der mit einer neuen Architektur versehen wurde und die eigentlichen On-Disk-Strukturen sowie die Master File Table (MFT), in der Dateien und Verzeichnisse organisiert sind, umfasst.

Für ReFS kommt letztendlich der wiederverwendete Code in Kombination mit einer komplett neuen Engine zum Einsatz, in der die Neuerungen von ReFS stecken.

Zu den in ReFs nicht mehr unterstützten NTFS-Funktionen zählen unter anderem Named Streams, Object IDs, Kurznamen, Kompression, eine Verschlüsselung auf Dateiebene, User-Daten-Transaktionen, Sparse, Hard-Links, erweiterte Attribute und Quotas.

ReFS im Detail 

eye home zur Startseite
HolyP... 19. Jan 2015

Ich nutze ReFS. Habe überall gelesen was es kann, aber NIRGENDS STEHT, wie man es...

Anonymer Nutzer 15. Okt 2012

Also ich habe Storage Spaces ausgiebig getestet und kann machen was ich will. Ich bekomme...

jow 04. Feb 2012

nun hab ich wieder warum noch "pi" als name herangezogen wurde.. wehen dem verfahren...

swissmess 31. Jan 2012

Musst ja nicht ReFS für deine Multimediaplatte einsetzen? Ausserdem hat man doch dafür...

bugmenot 24. Jan 2012

SPALTER!!!



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Schweinfurt
  3. Bosch Sensortec GmbH, Reutlingen
  4. Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik GmbH, Essen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. beim Kauf eines 6- oder 8-Core FX Prozessors
  2. 94,90€ statt 109,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Apple

    iPhone-Event findet am 7. September 2016 statt

  2. Fitbit

    Ausatmen mit dem Charge 2

  3. Sony

    Playstation 4 Slim bietet 5-GHz-WLAN

  4. Exploits

    Treiber der Android-Hersteller verursachen Kernel-Lücken

  5. Nike+

    Social-Media-Wirrwarr statt "Just do it"

  6. OxygenOS vs. Cyanogenmod im Test

    Ein Oneplus Three, zwei Systeme

  7. ProSiebenSat.1

    Sechs neue Apps mit kostenlosem Live-Streaming

  8. Raumfahrt

    Juno überfliegt Jupiter in geringer Distanz

  9. Epic Loot

    Ubisoft schließt sechs größere Free-to-Play-Spiele

  10. Smart Home

    Philips-Hue-Bewegungsmelder und neue Leuchten angekündigt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Radeon RX 460: AMDs kleinste Polaris-Karte braucht mehr Speicher
Radeon RX 460
AMDs kleinste Polaris-Karte braucht mehr Speicher
  1. Polaris-Grafikkarten Neuer Treiber steigert Bildrate in Tomb Raider
  2. Polaris-Grafikkarten AMD stellt Radeon RX 470 und RX 460 vor
  3. Radeon Pro SSG AMD zeigt Profi-Karte mit SSDs für ein TByte Videospeicher

Radeon RX 470 im Test: Die 1080p-Karte für High statt Ultra
Radeon RX 470 im Test
Die 1080p-Karte für High statt Ultra
  1. Radeons RX 480 Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter
  2. Radeon Software 16.7.2 Neuer Grafiktreiber macht die RX 480 etwas schneller
  3. Radeon RX 480 erneut vermessen Treiber reduziert Stromstärke auf PEG-Slot

Garmin Vivosmart HR+ im Hands on: Das Sport-Computerchen
Garmin Vivosmart HR+ im Hands on
Das Sport-Computerchen
  1. Fenix Chronos Garmins neue Sport-Smartwatch kostet ab 1.000 Euro
  2. Polar M600 Sechs LEDs für eine Pulsmessung
  3. Garmin Edge 820 Radcomputer zeigt Position der Tourbegleiter

  1. Re: Kunden werden in massivem Umfang betrogen! Wo...

    serra.avatar | 06:50

  2. Re: Interessant wäre für mich Sailfish OS

    Bautz | 06:43

  3. Re: Wahrscheinlich sind Windowstreiber mindestens...

    nille02 | 06:29

  4. Re: Betrug am Kunden und "Neuland"

    serra.avatar | 06:27

  5. Re: Immer dieser Drahtlos Mist

    DY | 06:20


  1. 22:34

  2. 18:16

  3. 16:26

  4. 14:08

  5. 12:30

  6. 12:02

  7. 12:00

  8. 11:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel