Zappos Amazon-Tochter setzt Passwörter nach Hackereinbruch zurück

Hacker haben sich Zugang zu den Servern und Kundendaten der mehr als 24 Millionen US-Kunden des Onlinehändlers Zappos verschafft. Jetzt müssen alle Kunden der Amazon-Tochter ihre Passwörter erneuern.

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Der Onlinehändler Zappos ist Opfer eines Hackereinbruchs geworden. In einer E-Mail an seine 24 Millionen US-Kunden informiert die Amazon-Tochter über den Einbruch und bittet die Kunden, ihre Passwörter neu zu erstellen. Der Onlinehändler für Kleidung und Schuhe hat vorsichtshalber alle Kundenpasswörter zurückgesetzt. Kunden außerhalb der USA sind von dem Einbruch vermutlich nicht betroffen, denn Zappos beliefert nur US-Kunden.

In der E-Mail an seine Kunden, die das Unternehmen auch auf seiner Webseite veröffentlicht hat, erklärt Zappos, dass bei einem Einbruch auf seine Server Hacker Zugriff auf Kundennamen, Rechnungs- und Lieferadressen, Telefonnummern, die letzten vier Stellen der Kreditkartennummer und verschlüsselte Passwörter bekommen haben. Zappos versicherte, dass die Passwörter nicht im Klartext in der gestohlenen Datenbank eingetragen, sondern verschlüsselt waren. Mit welcher Verschlüsselung, sagte das Unternehmen jedoch nicht. In der E-Mail wird jedoch dazu geraten, das bei Zappos verwendete Passwort auch auf anderen Websites nicht mehr zu benutzen.

Außerdem seien keine vollständigen Kreditkarteninformationen in die Hände der Hacker gelangt, versicherte das Unternehmen in der E-Mail. Das Unternehmen beeile sich zu erfahren, welche Kunden genau von dem Einbruch auf die Zappos-Server in Kentucky betroffen sind. Außerdem kooperiere Zappos mit den Ermittlungsbehörden, um die Täter zu ermitteln. Unklar bleibt, wann genau der Einbruch stattfand. Die E-Mail ist auf den 15. Januar 2012 datiert.

Der Onlinehändler Amazon hatte Zappos im Juli 2009 für 800 Millionen US-Dollar gekauft. Nach der Übernahme blieb Zappos als eigenständige Marke erhalten und auch das Management des Unternehmens durfte das Unternehmen weitgehend unabhängig führen.


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