Lennart Poettering veröffentlicht Systemd mit dem Journal.
Lennart Poettering veröffentlicht Systemd mit dem Journal. (Bild: Golem.de)

Linux Systemd mit Syslog-Ersatz veröffentlicht

Der Init-Dämon Systemd enthält in der aktuellen Version erstmals den Protokollierungsdienst Journal. Dieses soll bisher genutzte Syslog-Dienste ersetzen, speichert Einträge jedoch in einem Binärformat.

Anzeige

Die aktuelle Version 38 des Init-Dämons für Linux-Distributionen Systemd enthält erstmals das sogenannte Journal. Dieser Protokollierungsdienst soll nach dem Willen der Erfinder Lennart Poettering und Kay Sievers einige Nachteile der klassischen Systemprotokollierung Syslog überwinden. Die Veröffentlichung von Journal ist derzeit nur zu Testzwecken gedacht, nicht zum produktiven Einsatz in einer Distribution.

Journal statt Syslog

Bereits Ende November 2011 stellten die beiden Hauptentwickler von Systemd ihre Idee des Journal-Dämons vor und wiesen auf die Nachteile bisher genutzter Syslog-Implementierungen hin. So seien Logdateien einfach manipulierbar und könnten dadurch mögliche Angriffe vor Administratoren verschleiern. Ebenso könnten mit Syslog keine Binär- und Metainformationen in den Log-Einträgen gespeichert werden.

Diese und weitere Probleme soll Journal überwinden und nutzt dabei ein Binärformat, das derzeit nur über Systemd beiliegende Werkzeuge ausgelesen werden kann. Mit der Verwendung von Binärdateien und der Ankündigung, vorerst keine Dokumentation dieser schreiben zu wollen, zogen Sievers und Poettering einige kritische Kommentare auf sich.

Doch auch die Dokumentation des Dienstes in der nun veröffentlichten Version ist noch sehr knapp gehalten. Das bemerkt auch Poettering in der Ankündigungsmail, verspricht jedoch, dass die Dokumentation in den kommenden Versionen ausgebaut werde.

Kompatibilität bleibt gewahrt

Über einen Socket, zu dem sämtliche Nachrichten des Journals weitergeleitet werden, soll die Kompatibilität zu klassischen Syslog-Diensten erhalten bleiben. Dazu müsse lediglich dieser Socket als Quelle eingebunden und darauf geachtet werden, dass /dev/log dann durch das Systemd-Journal benutzt werde.

Darüber hinaus erhalten Nutzer über den Befehl "systemd-journalctl" Zugriff auf das Binärformat des Journals. Dabei entspricht die Standardausgabe dem Format der klassischen Syslog-Dateien. Es können aber auch einige alternative Ausgaben erzeugt werden, etwa im JSON-Format. Nutzer, die bisher mit dem Befehl "tail -f" laufende Systemnachrichten ausgelesen haben, können mit der Option "-f" analog dazu aktuelle Journal-Einträge auslesen.

Der Quellcode von Systemd v38 steht erstmals LZMA-komprimiert als Tar.xz-Archiv auf Freedesktop.org zum Download zur Verfügung.


Hello_World 14. Jan 2012

Die Ironie daran ist, dass so eine Petition doch eigentlich völlig unnötig sein müsste...

Hello_World 14. Jan 2012

Davon kann keine Rede sein, die Formate sind in Form einer Open-Source-Bibliothek...

CapnCrunch 13. Jan 2012

<°((((><

Win a 2 13. Jan 2012

Wieso gibt es bei golem nie einen einfach Link direkt zu der Seite des besprochenen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Entwickler (m/w) Continuous Integration
    e.solutions GmbH, Ulm
  2. Mitarbeiter in der Beratung (m/w) Application Management
    Daimler AG, Untertürkheim
  3. IT-Engineer/SE (m/w)
    HWI IT e.K., Teningen
  4. Anwendungs- / Softwareberater/in Business Intelligence (BI)
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. World of Warcraft: Warlords of Draenor
    26,99€ statt 41,99€
  2. The Elder Scrolls V: Skyrim Legendary Edition [PC Code - Steam]
    12,95€
  3. The Witcher 3: Wild Hunt
    44,99€ USK 18

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. UNHRC

    Die UNO hat einen Sonderberichterstatter für Datenschutz

  2. Nordamerika

    Arin aktiviert Wartelistensystem für IPv4-Adressen

  3. Modellreihe CUH-1200

    Neue PS4 nutzt halb so viele Speicherchips

  4. Die Woche im Video

    Apple Music gestartet, Netzneutralität bedroht, NSA geleakt

  5. Internet.org

    Mark Zuckerberg will Daten per Laser auf die Erde übertragen

  6. TLC-Flash

    Samsung plant SSDs mit 2 und 4 TByte

  7. Liske

    Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus

  8. Surfen im Ausland

    Apple SIM in Deutschland erhältlich

  9. Haushaltshilfe

    Rockets Helpling kauft Hassle.com

  10. Zynq Ultra Scale Plus

    Xilinx lässt erste 16-nm-Chips fertigen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Pebble Time im Test: Nicht besonders smart, aber watch
Pebble Time im Test
Nicht besonders smart, aber watch
  1. Smartwatch Pebble Time kostet außerhalb von Kickstarter 250 Euro
  2. Smartwatch Apple gibt iOS-App für die Pebble Time frei
  3. Smartwatch Pebbles iOS-App wird von Apple nicht freigegeben

Radeon R9 Fury X im Test: AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
Radeon R9 Fury X im Test
AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
  1. Grafikkarte Auch Fury X rechnet mit der Mantle-Schnittstelle flotter
  2. Radeon R9 390 im Test AMDs neue alte Grafikkarten bekommen einen Nitro-Boost
  3. Grafikkarte AMDs neue R7- und R9-Modelle sind beschleunigte Vorgänger

PGP: Hochsicher, kaum genutzt, völlig veraltet
PGP
Hochsicher, kaum genutzt, völlig veraltet
  1. OpenPGP Facebook verschlüsselt E-Mails
  2. Geheimhaltung IT-Experten wollen die NSA austricksen
  3. Security Wie Google Android sicher macht

  1. Über Sinn und Unsinn kann man sich streiten.

    Nugget32 | 02:07

  2. Re: HDMI 2.0 ?

    Nugget32 | 01:59

  3. Re: und von was lebt er und bezahlt Flüge usw?

    Graveangel | 01:29

  4. Re: Der langsamste Browser ever!

    Neuro-Chef | 01:21

  5. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Ach | 01:19


  1. 14:04

  2. 11:55

  3. 10:37

  4. 09:33

  5. 16:52

  6. 16:29

  7. 16:25

  8. 15:52


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel