ISDN für Linux mISDN funktioniert mit Capi 2.0

Der mISDN-Treiber für Linux unterstützt künftig den Capi-Standard 2.0 des Linux-Kernels. Damit lassen sich künftig auch passive ISDN-Karten ohne zusätzliche Herstellertreiber unter Linux nutzen.

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Die ISDN-Unterstützung im Linux-Kernel war lange Zeit auf wenige aktive ISDN-Karten beschränkt. Die freie Treibersammlung mISDN von Karsten Keil bietet seit Kernel 2.6.27 zwar zahlreiche Treiber auch für passive ISDN-Karten. Allerdings fehlte die Unterstützung für den Capi-Standard 2.0, mit dem die Karten genutzt werden konnten. Keil hat nun eine Vorabversion von Capi 2.0 für die mISDN-Treiber vorgestellt.

Erste Tests mit der neuen Capi-Implementierung sind bereits erfolgreich gewesen, schreibt Keil. Damit lassen sich die Funktionen wie Anrufbeantworter mit Capisuite oder Fax mit Capi4hylafax sowie die Übertragung per synchronem PPP mit Pppcapiplugin nutzen. Die Capi-Funktionen stellt die von Keil entwickelte Bibliothek Libcapi2 bereit. Um die Funktionen testen zu können, benötigen Interessierte die angepassten Isdn4k-utils sowie den Quellcode der beiden Treiberkomponenten mISDNuser und mISDN.

Fertige Pakete gibt es bereits für Opensuse 11.3 bis 12.1. Für Fedora 14 und 15 gibt es nur die Userspace-Komponenten. Die Kernel-Module müssen noch aus den Git-Quellen kompiliert werden.


Moldmaker 30. Jan 2012

Wenn Du etwas nicht verstanden hast, solltest Du nicht versuchen, Witze darüber zu...

mr.isdn 12. Jan 2012

Libcapi2 wurde nicht von mir entwickelt, sondern von vielen anderen, der Kern kam von AVM...

Casandro 10. Jan 2012

Richtig, genau das ist der springende Punkt. Deshalb haben wir ja neben dem Internet...

bugmenot 10. Jan 2012

jep...dieses Treibergefrickel unter Windows ist echt nervig P.S.: das war keine Ironie

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