Eyetracking Gaze ermöglicht Bedienung von Windows 8 mit den Augen

Das schwedische Unternehmen Tobii präsentiert auf der CES eine Version seines Eyetrackingsystems Gaze für Windows 8. Microsofts kommendes Betriebssystem soll sich mit Blicken bedienen lassen.

Anzeige

Microsoft arbeitet momentan am neuen Betriebssystem Windows 8, das unter anderem eine neue Oberfläche namens Metro für die Bedienung per Touchscreen etwa auf einem Tablet bieten soll. Für die Bedienung mit der Maus seien die großen Icons aber eher unpraktisch, findet das schwedische Unternehmen Tobii. Es hat deshalb sein Eyetrackingsystem Gaze schon für das neue Betriebssystem angepasst und stellt es in der kommenden Woche auf der CES vor.

Diode und Kamera

Gaze besteht aus einer länglichen Leiste, die sich unter dem Bildschirm des Laptops befindet. Sie ist mit Leuchtdioden (LED) und Kameras ausgestattet. Die LEDs senden Infrarotlicht aus, das vom Augapfel des Nutzers reflektiert wird. Die Kameras erfassen diese Reflexe und eine Software berechnet, wohin der Nutzer gerade schaut.

Das System setzt auf eine Kombination aus Eyetracking und Steuerung per Trackpad: Um es zu aktivieren, tippt der Nutzer auf das Trackpad. Das System sucht zuerst seine Augen. Dann kann der Nutzer seinen Computer per Finger und dem Auge steuern: Auf dem Trackpad führt er mit dem Finger Gesten wie Scrollen oder Zoomen durch. Den Mauszeiger bewegt er mit den Augen über den Bildschirm. Geklickt wird dann wieder auf dem Trackpad.

Intuitiv und natürlich

"Auf etwas zu zeigen, indem man darauf schaut, ist intuitiv, natürlich und schnell", erklärt Henrik Eskilsson, Chef und einer der Gründer von Tobii, da der Zwischenschritt, den Zeiger mit der Maus zu verschieben, wegfalle. Gaze hingegen sei ebenso natürlich und intuitiv wie die Eingabe mit dem Finger auf einem Touchscreen.

Die Sensoren können laut Tobii bis auf etwa einen halben Zentimeter genau erkennen, wohin der Nutzer schaut. Will der Nutzer ein kleines Icon oder einen Link in einem Text anklicken, kann er den Mauszeiger auch über das Trackpad bewegen und so genauer platzieren, als es mit den Augen möglich wäre.

Hersteller statt Endkunden

Das schwedische Unternehmen plane nicht, Gaze als Produkt für Endkunden anzubieten. Stattdessen wolle Tobii Hardwarehersteller dazu bringen, das System in ihre Laptops zu integrieren, sagte Anders Olsson, Leiter der Abteilung Business Development, dem Wall-Street-Journal-Blog All Things Digital.

Tobii verhandelt laut Olsson mit verschiedenen Herstellern. Das Unternehmen hat aber noch keinen Partner bekanntgegeben, der Gaze in seinen Geräten einsetzen will. Ein Kandidat dürfte aber Lenovo sein: Tobii hatte 2011 auf der Cebit den Prototyp eines Laptops mit dem Eyetrackingsystem vorgestellt. Dieser entstand in Zusammenarbeit mit Lenovo.


y.m.m.d. 09. Jan 2012

+1 das selbe habe ich mir auch gedacht :D

Der Kaiser! 09. Jan 2012

Und jeder kann dafür programmieren.

Der Kaiser! 09. Jan 2012

Wenn man schon das Touchpad benutzt, kann man die Kachel auch anklicken. Dafür brauch ich...

spyro2000 08. Jan 2012

Da die Position der Augen relativ zum Bildschirm bekannt ist könnte man folgendes...

Casandro 07. Jan 2012

Im Nerd Pissing Contest messen sich Teams darin, bestimmte Aufgaben (in der Regel geht es...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Servicemanager (m/w)
    BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, Giengen bei Ulm
  2. Systemtechniker/-in im Network Management Center
    M-net Telekommunikations GmbH, München
  3. Product Owner (m/w)
    CONJECT AG, Munich
  4. Senior Betriebs-System Engineer (Systemadministrator) (m/w)
    DATAGROUP Köln GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  2. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  3. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut

  4. Netcat

    Musikalbum als Linux-Kernel-Modul veröffentlicht

  5. Haswell Refresh

    Neue Xeon E3 mit bis zu 4,1 GHz

  6. Golem.de programmiert

    BluetoothLE im Eigenbau

  7. Netzneutralität

    USA wollen Überholspur im Internet erlauben

  8. Skylanders Trap Team

    Gefangen im Echtweltportal

  9. Drohnenmusik

    Let's Robo 'n' Roll

  10. Lumina

    Neuer Qt-Desktop für PC-BSD



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

    •  / 
    Zum Artikel