Wikimedia Deutschland Spendenerfolg und Probleme mit neuen Autoren

Die Spendenkampagne der Wikimedia Deutschland endet heute. Trotz eines Rekorderfolgs leidet die deutsche Sprachversion der freien Enzyklopädie Wikipedia unter den größten Problemen beim Zuwachs neuer Autoren.

Anzeige

Die Wikimedia Deutschland erklärt die aktuelle Spendenkampagne mit erreichten 3,8 Millionen Euro für beendet. Das gab der gemeinnützige Verein am 5. Januar 2012 bekannt. Die Kampagne lief seit dem 14. November 2011. "Insgesamt gingen über 160.000 Spenden ein, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres", erklärte der Verein. Es habe eine "bislang unerreichte Zahl an Unterstützern der freien Enzyklopädie" gegeben.

"Es versetzt Wikimedia Deutschland in die Lage, unsere zahlreichen Förderprojekte für das Jahr 2012 umsetzen zu können. Wir sind überaus dankbar für dieses große Vertrauen", erklärte Pavel Richter, Vorstand von Wikimedia Deutschland.

"Die Zahl von mehr als 160.000 Einzelspenden bedeutet eine durchschnittliche Spendenhöhe von rund 25 Euro", sagte Till Mletzko, Fundraiser bei Wikimedia Deutschland.

Die jährliche Herbstkampagne ist eine Initiative der US-Stiftung Wikimedia Foundation und ihrer Ländervertretungen. Am 1. Januar 2012 konnte die Wikimedia Foundation ihren internationalen Spendenaufruf mit einem Rekordergebnis von 20 Millionen US-Dollar beenden.

Fundament der Wikipedia gerät in Gefahr

Zugleich verzeichnete die "deutschsprachige Wikipedia von allen Wikipedia-Sprachversionen den schnellsten Rückgang im Prozentsatz neuer Autoren", beklagte die Stiftung in ihrem Wirtschaftsplan 2012. Auch blieben viele Autoren nicht lange aktiv: "Lag die Zahl derjenigen, die mehr als ein Jahr nach ihrer Anmeldung aktiv blieben, im Juli 2005 noch bei rund 38 Prozent, so sank diese Zahl im Juli 2009 auf unter 18 Prozent." Damit werde die Community nicht nur de facto kleiner, sondern auch das Fundament der Wikipedia gerate in Gefahr, neue Sichtweisen würden nicht mehr in Wikipedia eingebracht, neues Wissen werde nicht mehr dargestellt und die soziale Zusammensetzung der Wikipedia-Community bleibe unverändert.

"Wikipedia ist 2011 zehn Jahre alt geworden; in diesen zehn Jahren haben sich Strukturen, Regeln und Konventionen entwickelt, die für Neuautoren nicht immer nachvollziehbar sind. Hinzu kommt, dass Wikipedia auch ein soziales Gefüge ist, das von Kommunikationsformen und von ungeschriebenen Regeln gesteuert wird, die ebenfalls auf neue Wikipedianer abschreckend wirken können."

Als direkte Folge bestehe die Gefahr, dass alle Initiativen von Wikimedia Deutschland zur Gewinnung neuer Autoren ins Leere liefen. Die Stiftung will zusammen mit der Community das Phänomen besser verstehen, Lösungsansätze entwickeln und diese ausprobieren.


Freiheit statt... 08. Jan 2012

Ich hoffe wirklich, einer von den Verantwortlichen der deutschen Wikipedia schaut mal...

Blair 07. Jan 2012

Ganz so einfach ist solcher Betrug nicht! http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia...

wosnjev 07. Jan 2012

Ich habe mal reingeschaut, wo ist der Fehler? Für eine Drehrichtung ist die Gif-Animation...

Seitan-Sushi-Fan 07. Jan 2012

Der Knaller ist ja, dass selbst ich solche Aufforderungen bekomme und ich bin nun...

Seitan-Sushi-Fan 07. Jan 2012

Ja, Computerspiele werden gerne gelöscht. Sportereignisse noch Jahre in der Zukunft...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior System Architect (m/w)
    PAYBACK GmbH, Munich
  2. Senior Softwareentwickler (m/w) Java EE
    Faktor Zehn AG, München und Köln
  3. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)
  4. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. 25 Jahre Gameboy

    Nintendos kultisch verehrter Elektroschrott

  2. Digitalkamera

    Panono macht Panoramen im Flug

  3. Nach EuGH-Urteil

    LKA-Experten wollen weiter Vorratsdatenspeicherung

  4. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  5. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  6. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  7. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  8. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  9. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  10. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Schenker XMG P724 17-Zoll-Notebook mit Grafikleistung einer GTX 780 Ti
  2. Eurocom M4 13,3-Zoll-Notebook mit 3.200 x 1.800 Pixeln und i7-4940MX
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel