Chapter 11: Kodak steht vor der Pleite
(Bild: Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images)

Chapter 11 Kodak steht vor der Pleite

Der Fotokonzern Kodak bereitet sich offenbar auf das Insolvenzverfahren vor. Der Verkauf eines Patentpakets an Tablet- und Smartphonehersteller ist bislang gescheitert.

Anzeige

Eastman Kodak beginnt offenbar Vorbereitungen für den Konkurs des Unternehmens. Wie die britische Financial Times aus informierten Kreisen berichtet, wird parallel weiter versucht, Unternehmenswerte des Herstellers fotografischer Ausrüstung zu verkaufen. Das Wall Street Journal erwartet die Insolvenz in den nächsten Wochen.

Kodak führt in den USA Gespräche mit den Banken Citigroup und JPMorgan Chase, um neue Kredite zu erhalten, damit das Unternehmen unter Chapter 11 des US-Insolvenzrechts den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten kann.

Kodak hat den Bericht nicht bestätigt und erklärt: "Es ist seit Jahren bei uns nicht üblich, Marktgerüchte oder Spekulationen zu kommentieren." Im September 2011 hatte das Unternehmen dagegen noch angekündigt, "alle seine Verpflichtungen zu erfüllen" und erklärt, "dass es keine Absichten gibt, einen Antrag auf Konkurseröffnung zu stellen."

Seit August 2011 versucht Kodak, ein Patentpaket für rund 3 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Der Wert der Patente des 131 Jahre alten Fotokonzerns überstieg damit den Börsenwert Kodaks um mehr als das Vierfache. In fünf der vergangenen sechs Geschäftsjahre erwirtschaftete Kodak einen Verlust, da die Transformation zum Digital-Imaging-Unternehmen nicht gelang. Das Management hoffte, unter Tablet- und Smartphoneherstellern Käufer für die Patente zu finden. Kodak hat seine Schutzrechte schon an diverse Handyhersteller lizenziert. Damit erzielte Kodak von 2008 bis 2010 einen Gewinn von 1,9 Milliarden US-Dollar. 2011 gingen die Einnahmen in dem Bereich aber zurück. Obwohl die Konzernführung in Interviews immer wieder betont hatte, dass es eine Anzahl von interessierten Käufern gebe, kam es bis jetzt zu keinem Vertragsschluss.

Vor zwei Monaten hatte Kodak erklärt, dass der Geschäftsbetrieb in den kommenden zwölf Monaten nicht aufrechterhalten werden könne, wenn es nicht gelinge, Unternehmenswerte zu verkaufen oder neue Geldgeber zu finden.


ICH_DU 05. Jan 2012

Jap Kodakt hat irgendwie ein nicht Modernes Image weil man Kodakt immer noch mit der...

Dadie 05. Jan 2012

Nicht unbedingt. Man rechnet auch die Einnahme gegen die Ausgaben. Zum einen kann man...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Ingenieur/in
    Landeshauptstadt München, München
  2. Softwareentwickler / Software Developer - Berater / Consultant (m/w)
    AFRA GmbH, Erlangen
  3. Projektmanager (m/w) Embedded Speech
    e.solutions GmbH, Erlangen
  4. IT-Kundenbetreuer / Mitarbeiter Support (Inbound) (m/w) für Cloud-Computing
    Schulz & Löw Consulting GmbH, Wiesbaden

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Windows 10

    Microsoft will nicht an das unbeliebte Windows 8 erinnern

  2. Panoramakamera

    Panono kündigt Ballkamera für Frühjahr 2015 an

  3. Chromebook 2

    Samsungs neues Chromebook nutzt einen Intel-Prozessor

  4. Streckenerkennung

    Audi-Rennwagen fährt fahrerlos auf dem Hockenheimring

  5. Mastercard

    Kreditkarte mit Fingerabdrucksensor

  6. Wearable

    Fitbit Surge ist eine Smartwatch mit GPS

  7. Agenturbericht

    Globalfoundries soll IBMs Chipsparte übernehmen

  8. Apple

    Mac Mini Server wird eingestellt

  9. Spektakel im Weltraum

    Nasa bringt sich für Kometenvorbeiflug am Mars in Stellung

  10. Geheimmission im All

    Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



OS X 10.10: Yosemite ist da
OS X 10.10
Yosemite ist da
  1. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  2. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da
  3. Apple verkraftet Ansturm nicht OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  2. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen
  3. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt

    •  / 
    Zum Artikel