Internet Explorer 6 Microsoft freut sich über sinkende Bedeutung

Der Marktanteil des Internet Explorer 6 ist in den USA unter die 1-Prozent-Marke gefallen. Für Microsoft ist das ein Grund zu feiern, weil der IE6 nach Möglichkeit gar nicht mehr verwendet werden sollte.

Anzeige

In den USA ist der Marktanteil des Internet Explorer 6 Ende Dezember 2011 auf 0,9 Prozent gefallen, wie die von Microsoft betriebene Webseite ie6countdown.com enthüllt. Darüber freut sich Microsoft und feiert das mit einer Torte im Microsoft-Hauptquartier in Redmond. Das teilt Microsoft per Blog mit. Im März 2011 hatte sich Microsoft zum Ziel gesetzt, den Marktanteil des Internet Explorer 6 auf unter ein Prozent zu drücken.

  • Verteilung vom Internet Explorer 6
  • Verteilung vom Internet Explorer 6
Verteilung vom Internet Explorer 6

Weltweit liegt der Marktanteil des Internet Explorer 6 allerdings noch bei 7,7 Prozent. Den niedrigsten Marktanteil verzeichnet Norwegen mit gerade mal 0,2 Prozent, aber auch in den übrigen skandinavischen Ländern hat der Internet Explorer 6 eine geringe Verbreitung von jeweils weniger als einem Prozent. In Deutschland und in der Schweiz liegt der Marktanteil noch bei jeweils 1,3 Prozent. Nur 0,8 Prozent der Österreicher nutzen noch den veralteten Microsoft-Browser.

Die mit weitem Abstand größte Verbreitung hat der Internet Explorer 6 in China, wo 25,2 Prozent der Internetnutzer den Browser verwenden. Danach folgt mit einem Anteil von 7,2 Prozent Südkorea und dann Japan mit 5,9 Prozent. Zu den Ländern mit noch vergleichsweise starker Verbreitung des IE6 gehören Vietnam mit 5,5 Prozent und Indien mit 5,4 Prozent.

Microsoft geht davon aus, dass bei einem Marktanteil von unter einem Prozent der Internet Explorer 6 beim Webdesign keine Rolle mehr spielen wird, was Webentwicklern viel Arbeit ersparen soll. Bis dahin hat Microsoft aber wohl noch einiges zu tun, wie die aktuellen Zahlen aus China, Südkorea, Japan, Vietnam und Indien zeigen. Aber auch in vielen europäischen Ländern ist die Verbreitung des Internet Explorer 6 noch höher als ein Prozent.

Es gibt viele Gründe dafür, den Internet Explorer 6 nicht mehr zu benutzen. Der veraltete Browser bremst die Entwicklung des Webs, schließlich werden die neuen Techniken nur in modernen Browsern unterstützt. Davon abgesehen, erhöht die oft unzureichende Unterstützung von Webstandards in alten Browsern den Aufwand bei der Entwicklung von Webapplikationen erheblich. Auch Microsoft räumt ein, dass ein großer Teil seiner Arbeitszeit darauf entfällt, eine Website im Internet Explorer 6 lauffähig zu machen. Im vergangenen Jahr verglich Microsoft Australien den Internet Explorer 6 mit alter Milch und teilte mit, die "Sicherheitsfunktionen des Internet Explorer 6 seien nun veraltet".

Bei den Lesern von Golem.de lag im Dezember 2011 weiterhin Firefox vorn, gab aber Marktanteile ab und kam nur noch auf 48,61 Prozent. Lange erreichte Firefox Werte von über 50 Prozent. Auf Platz 2 folgt Google Chrome mit mittlerweile 17 Prozent, erst auf Platz 3 folgte der Internet Explorer mit 12,32 Prozent. Apples Safari kam, auch dank iOS, auf 10,89 Prozent. Dahinter folgen dann Opera mit 4,91 Prozent und der Android-Browser mit 3,89 Prozent.

Betrachtet man allein den Internet Explorer, so liegt der IE8 mit 45,43 Prozent vor dem IE9 mit 41,6 Prozent und dem IE7 mit 10,99 Prozent. Der IE6 wird nur noch von 1,74 Prozent der IE-Nutzer von Golem.de verwendet, sein Anteil bei den Lesern von Golem.de beträgt damit insgesamt 0,21 Prozent.


Endwickler 05. Jan 2012

Was steht denn nicht auf dreckstool? So mancher Eintrag, bzw. manches Votum, dort...

doowopy 05. Jan 2012

Tabs sind völlig überbewertet

Amator Phasma 05. Jan 2012

Ja, ich musste beim lesen NUR der Überschrift auch erstmal schmunzeln :>

gente 04. Jan 2012

Opera war Werbefinanziert und hatte eine dementsprechende Einblendung über der...

gauss 04. Jan 2012

Musste auch direkt an den Opera denken :), wobei ich den nur auf meinem Handy nutze.

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior BI Solutions Architekt (m/w)
    SolarWorld AG, Bonn
  2. Senior Consultant Reporting (m/w)
    b.telligent, München und Zürich
  3. Senior System Architect (m/w)
    PAYBACK GmbH, Munich
  4. Business Intelligence Analyst Logistik (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  2. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  3. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  4. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  5. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  6. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  7. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  8. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  9. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  10. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel