Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop

Unzufriedenheit über die Ausrichtung von Mate und Gnome hat das Linux-Mint-Team zu dem Gnome-Shell-Fork Cinnamon veranlasst. Dieser wird wahrscheinlich der Standarddesktop in kommenden Versionen von Linux Mint.

Anzeige

Der Projektleiter von Linux Mint, Clement Lefebvre, berichtet erstmals darüber, warum sich die Distribution für einen Fork der Gnome-Shell entschieden hat. Außerdem schreibt er, dass Cinnamon "voraussichtlich die Gnome-Shell mit den MGSE als Hauptdesktop ersetzen" wird.

Der Quellcode von Cinnamon steht bereits seit etwa zwei Wochen zur Verfügung, ebenso Binärpakete für Linux Mint. Doch warum genau sich die Linux-Mint-Macher für den Fork entschieden haben, war bislang unklar.

Nun schreibt Lefebvre: "Das Ziel von Mate ist es, Gnome2 mit GTK+ 3 nachzubilden. Und die Gnome Shell bietet nicht das, was wir in einem Desktop brauchen, und entwickelt sich in eine Richtung, der wir nicht folgen werden. Deshalb entwickeln wir einen neuen Desktop, der Cinnamon heißt (...) und unsere Vorstellungen umsetzt."

Cinnamon funktioniert wie Gnome 2.32

Mit Cinnamon sollen Anwender wie gewohnt arbeiten können, ohne auf neue Technologie verzichten zu müssen. So bietet der Desktop derzeit eine Kontrollleiste am unteren Bildschirmrand, die ein Startmenü, eine Fensterleiste, einen Systemabschnitt für Benachrichtigungen und einen Wechsler für die virtuelle Oberfläche enthält.

Das obere Panel der Gnome-Shell ist bis auf die Schaltfläche für die Aktivitäten komplett verschwunden und die Aktivitäten zeigen nur die geöffneten Fenster. Anwendungen lassen sich hieraus nicht starten. Darüber hinaus existiert ein Sound-Applet, über das sich der Mediaplayer steuern lässt. Künftig sollen diverse Erweiterungen und ein Kontrollzentrum hinzukommen.

In anderen Distributionen einsetzbar

Der Cinnamon-Desktop ist längst nicht nur für Linux Mint 12 verfügbar. Anwender können die Oberfläche auch mit Ubuntu 11.10, Fedora 16, Opensuse 12.1 oder auch Arch Linux einsetzen. Erläuterungen dazu bietet die eigens eingerichtete Cinnamon-Webseite. Sobald Gnome 3.2 in Debian Testing auftaucht, wird auch die Linux Mint Debian Edition (LMDE) Cinnamon als Desktop anbieten.

Derzeit ist Cinnamon 1.1.3 als Quellcode über Github verfügbar. Die aktuelle Version bietet unter anderem ein Kontextmenü für Anwendungen im Startmenü und erlaubt verschiedene Einstellungen über die Gsettings.


Anonymer Nutzer 14. Jan 2012

verspätet: LM 11 Gnome (Katya) zeigt etwas an und die AMD Treiber lassen sich...

Kartoffel 05. Jan 2012

Gut dann "lüge" ich auch.

Seitan-Sushi-Fan 05. Jan 2012

Dann klick' doch das verlinkte Video an.

Wuestenschiff 04. Jan 2012

ICh finde es auch coool. Ein paar widgets/Statusbaranzeigen fehlen mir zwar (CPU...

Kommentieren




Anzeige
  1. Webentwickler (m/w)
    Global Group Dialog Solutions AG, Idstein
  2. IT-Projektmanager (m/w) Kundenportale
    WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg
  3. Linux / UNIX-Spezialist (m/w)
    SPIRIT/21, deutschlandweit
  4. SAP-Entwickler/in
    Dataport, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Scanadu Scout: Tricorder für 200 US-Dollar
Scanadu Scout
Tricorder für 200 US-Dollar

Der Scanadu Scout ist ein mobiles Diagnosegerät nach dem Vorbild des Tricorders aus der Star-Trek-Serie. Damit lassen sich Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und ein Elektrokardiogramm anfertigen. Das Handgerät soll 200 US-Dollar kosten.

  1. Quantified Self Alkoholmessgerät für das Smartphone
  2. WLAN-Netzwerk Cubesensors als Heimsensoren für besseres Raumklima

Sony: Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen
Sony
Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

Störfeuer von Sony: Kurz vor der Enthüllung der nächsten Xbox hat Sony ein Video veröffentlicht, das zumindest einen verschwommenen Blick auf das Gehäuse der Playstation 4 gewährt.

  1. Temash, Kabini, Richland AMDs mobile APUs von 4 bis 35 Watt sind da
  2. Electronic Arts Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"
  3. Lords of the Fallen Witcher-2- und Ankh-Macher arbeiten an Rollenspiel

Windenergie: Google kauft Hersteller von Windkraftwerken
Windenergie
Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

Google steigt in das Energiegeschäft ein: Das Unternehmen hat Makani Power gekauft, einen Hersteller von Windturbinen. Makani soll ein Teil von Googles Forschungsabteilung Google X werden.

  1. Santa Clara Google Glass wird von Foxconn in den USA hergestellt
  2. Jeff Huber Auch der Chef von Google Maps tritt zurück

Zum Artikel