Sourceforge Verzeichnis für externe freie Software startet

Die Sourceforge-Betreiber starten ein Verzeichnis, in dem freie Software zu finden ist, die nicht auf der Webseite entwickelt wird. Damit soll eine weitere zentrale Anlaufstelle für freie Software entstehen, bei der die Downloads keine Malware enthalten.

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Das Open Source Mirror Directory (OSMD) von Sourceforge spiegelt ab sofort freie Softwareprojekte, die nicht bei Sourceforge entwickelt werden. Die Betreiber der Hosting-Plattform wollen damit jenen Downloadportalen entgegentreten, die freie Software mit "Browser-Toolbars, Installationswrappern und anderer Malware" kombinieren.

Entwickler freier Software hatten 2011 mehrfach Ärger mit Portalen, die ihre Software zum Schaden der Nutzer und des Projektes verändern. So beschwerte sich der VLC-Entwickler Ludovic Fauvet über dreiste Fälschungen des Mediaplayers. Das Softwareangebot Download.com vertrieb gar freie Software mit einer Routine, die Toolbars installierte, was der Nmap-Entwickler Fyodor als "trojanischen Installer" bezeichnete.

Warum OSMD?

Sourceforge hat nach eigenen Angaben das OSMD initiiert, da es den Betreibern schon immer darum ging, freie Software zu fördern. "Klar bevorzugen wir Projekte, die bei Sourceforge gehostet werden. Aber vor allem lieben wir Open Source und möchten mit allen unseren Möglichkeiten dazu beitragen, diese Software zu fördern."

Mit dem OSMD wird Sourceforge Teil des Spiegelservernetzwerks, über das die verschiedenen Projekte ihre Software verteilen. So finden Nutzer selbst dann freie Software über Sourceforge, wenn diese woanders entwickelt wird. Davon sollen auch die externen Projekte profitieren, denn laut Sourceforge suchen täglich mehrere Millionen Menschen auf der Webseite nach Software.

OSMD Softwareauswahl

Derzeit ist die gelistete Software noch überschaubar. Dennoch können bereits sehr bekannte Anwendungen über OSMD bezogen werden, darunter Firefox, Thunderbird, Libreoffice, der Apache Webserver, Virtualbox, MySQL, PostgreSQL und GPG.

Langsam aber stetig will das Team des OSMD die Auswahl erweitern, abhängig davon, wie stark die Infrastruktur von Sourceforge dadurch belastet wird. Um die gespiegelten Anwendungen von denen unterscheiden zu können, die bei Sourceforge entwickelt werden, enden die URLs des OSMD auf ".mirror" und auf jeder Projektseite ist das Logo des OSMD zu sehen.

Über eine E-Mail-Adresse können sich Entwickler mit Verbesserungsvorschlägen an Sourceforge wenden oder aber auch darum bitten, das eigene Projekt nicht über das OSMD zu verbreiten.


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