Open-Source-Lizenzen: Mozilla Public License 2.0 erheblich vereinfacht
Die Mozilla Public License 2.0 wurde deutlich vereinfacht. (Bild: Mozilla Foundation)

Open-Source-Lizenzen Mozilla Public License 2.0 erheblich vereinfacht

Die Mozilla Foundation hat ihre Lizenz deutlich vereinfacht. Ferner wurde die Kompatibilität zu anderen Open-Source-Lizenzen verbessert. Der finale Entwurf wurde jetzt unter der Versionsnummer 2.0 veröffentlicht.

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Nach zweijähriger Arbeit ist die endgültige Version der Mozilla Public License (MPL) 2.0 veröffentlicht worden. Der Text wurde erheblich vereinfacht und gestrafft. Außerdem wurde die Kompatibilität zu andern Open-Source-Lizenzen verbessert, was die Verwendung von entsprechendem Code ausweiten soll. Außerdem wurden US-spezifische Passagen aus der Lizenz entfernt. Die Mozilla Public License wurde erstmals vor zehn Jahren veröffentlicht.

Aus 3.702 Worten wurden 2.289 Worte. Die Kürzungen sollen vor allem zum besseren Verständnis der Lizenz beitragen. Einige Änderungen betreffen aber auch die Kompatibilität zu anderen Copyleft-Lizenzen: So entsprechen die Lizenzbedingen der MPL 2.0 weitgehend denen der aktuellen Apache-Lizenz. Außerdem darf mit der MPL 2.0 lizenzierter Code auch mit Quellcode vertrieben werden, der unter der GPL und LGPL steht. Entwickler müssen fortan nur auf eine Kopie verweisen und sie nicht mehr mit dem Quellcode ausliefern.

Bislang wurde in der MPL definiert, wie lange Sourcecode nach der Veröffentlichung der Binarys zur Verfügung gestellt werden muss. In der neuen Version ist die zeitliche Begrenzung - ein Jahr nach der initialen Veröffentlichung und sechs Monate nach Aktualisierungen - weggefallen. Nur dass der Quellcode parallel zur Freigabe einer Datei veröffentlicht werden muss, bleibt die zentrale Forderung der neuen Version von Mozillas Copyleft-Lizenz. Weiterhin gilt aber auch: Wer eine Patentklage gegen MPL-Software erhebt, verliert automatisch sämtliche Rechte, die ihm im Rahmen der MPL gewährt werden.

Inzwischen kümmern sich fünf ausgebildete Juristen um die Lizenz: Neben Mitchell Baker, der Vorsitzenden der Mozilla Foundation, sind das Heather Meeker, Luis Villa, Harvey Anderson und Gervase Markham. Bereits die Betaversion und der Release Candidate der Lizenz wurden von den Mozilla-Entwicklern abgesegnet. In den folgenden Monaten soll die Umstellung auf die neue Version erfolgen.


w-j-s 07. Jan 2012

Schöffen z.B., also Laienrichter, würde ich jetzt zu den nicht ausgebildeten Juristen...

Tylon 04. Jan 2012

Na hoffentlich haben die Copyleft/right-Lizenzbestimmungen kein Copyright, sonst haben...

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