Oracle-Manager Mark Hurd Gerichtsdokument zu sexuellen Belästigungen veröffentlicht

Der frühere HP-Chef und jetzige Oracle-Topmanager Mark Hurd soll laut einem Anwaltsbrief eine Mitarbeiterin zwei Jahre lang mit sexuellen Angeboten unter Druck gesetzt haben. Dabei habe er versucht, das frühere Playboy-Model mit seinem Geld und Verbindungen zu Spitzenpolitikern zu beeindrucken.

Anzeige

Oracle-President Mark Hurd ist es nicht gelungen, die Veröffentlichung von Gerichtsdokumenten über vermeintliche sexuelle Belästigungen einer Mitarbeiterin zu verhindern. Ein Gericht aus Delaware hat die Freigabe des Briefes angeordnet. Das Blog des Wall Street Journals All Things Digital hat das Schreiben der Anwältin Gloria Allred daraufhin veröffentlicht.

Hurd war Anfang August 2010 nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung und Untreue als Vorstandvorsitzender bei dem Computerhersteller Hewlett-Packard zurückgetreten. Auslöser waren Vorwürfe von Jodie Fisher, einer 51-jährigen Schauspielerin und Playboy-Model, die von 2007 bis 2009 als Marketing Consultant für Hewlett-Packard gearbeitet hatte. Hurd und Fisher erklärten später beide, keine sexuellen Kontakte gehabt zu haben. Eine Überprüfung durch Anwälte im Auftrag von Hewlett-Packard hätte keine Beweise für sexuelle Belästigungen durch Hurd gefunden. Hurd habe jedoch gegen die Richtlinien des Konzerns verstoßen, weil er Geschenke für Fisher auf Firmenkosten abgerechnet hatte, so die Anwälte.

Vor seinem Rücktritt bei Hewlett-Packard im August 2010 einigte sich Hurd mit Fisher außergerichtlich. Um Geld von Hurd zu erhalten, musste Fisher erklären, dass das Schreiben ihrer Anwältin viele Ungenauigkeiten enthalten habe.

Hat Mark Hurd die Schauspielerin Jodie Fisher belästigt?

In dem Brief vom 24. Juni 2010 heißt es, Hurd habe seine Position bei Hewlett-Packard versucht auszunutzen, um mit Fisher Sex zu haben. Fisher war als Hostess für Großkunden und im Empfang auf sechs Events für Hewlett-Packard tätig und bekam dafür ein Honorar von insgesamt 30.000 US-Dollar. Über zwei Jahre habe Hurd versucht, Fisher zu seiner Geliebten zu machen.

Im Oktober 2007 habe Hurd nach einem HP-Event mit Fisher im Ritz Carlton Hotel in Atlanta zu Abend gegessen. Er habe versucht, Fisher mit einem bevorstehenden Treffen mit der chinesischen Spitzenpolitikerin Wu Yi zu beeindrucken. Danach bat der Konzernchef Fisher in sein Hotelzimmer, um ihr Dokumente zu Wu zu zeigen. Danach fragte Hurd die Schauspielerin, ob sie über Nacht bleiben wolle, und er habe seine Hand auf ihren Busen gelegt. Sie habe geantwortet: "Absolut nicht. Ich kenne Sie kaum und Sie sind mein Chef."

Viele Frauen fänden ihn attraktiv, darunter auch die Sängerin Sheryl Crow, weshalb sich Fisher über seine Avancen glücklich schätzen sollte, soll Hurd später zu ihr gesagt haben.

Zwei Monate später habe Hurd Fisher auf einem HP-Event in St. Louis auf den Mund geküsst. Bei einem Treffen in Madrid im März 2008 versuchte Hurd die Frau zu beeindrucken, indem er ihr an einem Geldautomaten sein Dispolimit von 1 Million US-Dollar zeigte.

Hurd erklärte, er könne sich vorstellen, den Rest seines Lebens mit Fisher zu verbringen, wolle aber erst herausfinden, "ob die Chemie im Bett stimme". Laut dem Brief habe Fisher entgegnet, dass sie nicht an einer Beziehung mit einem verheirateten Mann interessiert sei.

Hurd habe weiter seine Position ausgenutzt und der Schauspielerin die Teilnahme an weiteren HP-Events und einen Jahresvertrag über 100.000 US-Dollar angeboten. Bei einem letzten Treffen im Oktober 2009 in Boise habe Hurd Fisher gepackt und sie geküsst. Sie habe sich unwohl gefühlt und sich befreit.

Oracle-Sprecher Ken Glueck erklärte: "Dieser Brief wurde von Frau Fisher widerrufen. Sie gab zu, dass er voller Ungenauigkeiten ist."


tangonuevo 02. Jan 2012

Wieder mal jemand der nicht lesen kann. Fisher und Hurd haben sich bereits vor ner Weile...

samy 01. Jan 2012

Macht das!

Der braune Lurch 31. Dez 2011

Musste ja auch diese plumpen Anmachversuche aushalten.

Kommentieren




Anzeige
  1. Mitarbeiter/in 1st & 2nd Level Support IT
    Christoffel Blindenmission Deutschland e.V., keine Angabe
  2. Software-Entwickler (m/w) für Embedded Systeme
    Ultratronik GmbH, Gilching
  3. Projektleiter (m/w)
    Outcome Unternehmensberatung GmbH, Köln
  4. Corporate Security Officer (m/w)
    Bremer Landesbank, Bremen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Osram

    Mini-LEDs für stromsparende LCDs mit Quantenpunkten

  2. Flugdrohne

    GPS für AR.Drone 2.0 ermöglicht autonome Flüge

  3. 40 gefährliche Sicherheitslücken

    Aktueller Patch von Oracle nur für Java 7

  4. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  5. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  6. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  7. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  8. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  9. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  10. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Was auf unseren Adblocker-Aufruf folgte
In eigener Sache
Was auf unseren Adblocker-Aufruf folgte

Zusammen mit einigen anderen Websites haben wir vor rund einem Monat unsere Leser gebeten, ihren Adblocker auf unseren Seiten abzuschalten. Ein Resümee.

  1. In eigener Sache Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Xbox One: 340.000 Asteroiden aus der Cloud
Xbox One
340.000 Asteroiden aus der Cloud

E3 2013 Wie leistungsstark Xbox One und Playstation 4 im Vergleich sind, lässt sich noch nicht endgültig sagen. Mit einer Demonstration hat Microsoft versucht, die Bedeutung der zusätzlich möglichen Cloud-Berechnungen zu belegen. Außerdem konnte Golem.de die beiden neuen Konsolencontroller ausprobieren.

  1. Xbox One Anonymer Microsoft-Entwickler verteidigt DRM
  2. Video-Interview Cevat Yerli über Römer, Ryse und Xbox-One-Technik
  3. Xbox One Ein Halo, ein Erscheinungstermin und ein Preis

Photofast: MicroSD-Laufwerke für Macbooks
Photofast
MicroSD-Laufwerke für Macbooks

Photofast hat eine Speichererweiterung für Macbooks vorgestellt, die mit MicroSD-Karten bestückt wird. Die Konstruktion wird dann in den SD-Kartenschacht der Geräte gesteckt, wo sie fast vollständig verschwindet. Wer will, kann auch den beigelegten, winzigen MicroSD-Adapter für den USB-Port nutzen.

  1. Geplante Obsoleszenz Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab
  2. Geplante Obsoleszenz Gesetz soll Mindestnutzungsdauer für Elektronik erzwingen
  3. Zendock Dockingstation für Macbook Pro und Retina-Modelle

Zum Artikel