Betroffen: D-Links Router DR-655
Betroffen: D-Links Router DR-655 (Bild: D-Link)

WPS-Lücke Reaver ermittelt WLAN-Passwort

Das US-Unternehmen Tactical Network Solutions hat mit Reaver eine Software veröffentlicht, die die von Stefan Viehböck gefundene Schwachstelle in Wi-Fi Protected Setup (WPS) nutzt. Damit lässt sich die Verschlüsselung von WLAN-Routern leicht aushebeln.

Anzeige

Stefan Viehböck hat einen Weg gefunden, um die Verschlüsselung von WLANs mit einfachen Mitteln auszuhebeln. Schlechte Designentscheidungen in Wi-Fi Protected Setup (WPS) sorgen dafür, dass sich Angreifer per Brute-Force-Angriff in wenigen Stunden Zugang zu einem verschlüsselten drahtlosen Netzwerk verschaffen können.

Das US-Unternehmen Tactical Network Solutions (TNS) hat mit Reaver eine Open-Source-Software veröffentlicht, die solche Angriffe automatisiert. TNS nutzt die Software schon seit über einem Jahr, hat die Schwachstelle bislang aber geheim gehalten. Dafür gebe es nach der Veröffentlichung der Sicherheitslücke durch das US-Cert und Viehböck aber keinen Grund mehr, so dass Reaver auf Google Code zum Download angeboten wird.

Reaver ist laut TNS in der Lage, WPS-Pins zu knacken und das für WPA/WPA2 genutzte Passwort innerhalb von 4 bis 10 Stunden im Klartext anzuzeigen. Wie lange der Angriff dauert, hängt vom anzugreifenden Access-Point ab.

Zwar steht Reaver als Open-Source-Projekt zur Verfügung, TNS bietet darüber hinaus aber auch eine kommerzielle Version des Werkzeugs an, die zusätzliche Funktionen umfasst, darunter routerspezifische Optimierungen, die den Angriff beschleunigen sollen, ein Webinterface und die Möglichkeit, Angriffe zu unterbrechen und fortzusetzen. Zudem bietet TNS für die kommerzielle Version auch Support an.

Der Angriff auf WPS bietet nach Ansicht von TNS erhebliche Vorteile gegenüber dem Knacken der eigentlichen Verschlüsselung: Zum einen geht der Angriff deutlich schneller, zum anderen kann anhand der einmal ermittelten PIN das WLAN-Passwort erneut abgefragt werden, sollte dieses vom Routerbesitzer geändert werden. Router mit mehreren Funkmodulen für 2,4 und 5 GHz können für jedes Netz einen eigenen WPA-Schlüssel verwenden. Die PIN gewährt aber Zugriff auf die Schlüssel aller Netze.

Größter Nachteil an dem Angriff: WPS kann deaktiviert werden, was nach Bekanntwerden der Schwachstelle auch jedem zu raten ist. Dennoch werden viele WLANs darüber angreifbar bleiben und mancher Router erlaubt das Abschalten von WPS erst gar nicht.

Da fast alle WLAN-Router in den vergangenen Jahren mit aktiviertem WPS ausgeliefert wurden, sind Millionen Kunden von der Schwachstelle betroffen.


M.P. 26. Feb 2014

Stell Dir vor, in der Nachbarwohnung steht ein befallener Router, und belauscht Deinen...

Freakbrother 04. Jan 2012

Hallo es hört sich ja ganz spannend an verstehen tue ich es auch, aber wie willst du den...

kendon 03. Jan 2012

hat eigentlich irgendwann mal irgendjemand (aus der pro-os ecke) behauptet dass es so ist?

ArnoNymous 02. Jan 2012

wie gesagt :]

GodsBoss 31. Dez 2011

Ich ignoriere mal den wie üblich überflüssigen Vergleich: Wenn ich etwas nicht kann...

Kommentieren




Anzeige

  1. Linux Junior Systemadministrator (m/w) OEDIV KG
    OEDIV KG, Bielefeld
  2. SAP NetWeaver / Basis Consultant (m/w)
    Libelle AG, Stuttgart oder Bochum
  3. Projektleiter Testmanagement (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Ingolstadt, Neutraubling bei Regensburg
  4. Consultant (m/w) Schwerpunkt Android
    FINARX GmbH, Darmstadt

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. GRATIS: Dead Space
    0,00€
  2. NEU: Crysis 3 Download
    2,99€
  3. Batman: Arkham Knight Collector's Edition
    109,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Micromax Yureka

    Zweites Cyanogenmod-Smartphone vorgestellt

  2. Guardians of Peace

    Nordkorea soll den Sony-Hack befohlen haben

  3. Urteil

    Finger weg vom Handy beim Autofahren

  4. BSI-Sicherheitsbericht

    Hacker beschädigen Hochofen in deutschem Stahlwerk

  5. Innenminister de Maizière

    Jeder kleine Webshop muss sicher sein

  6. Smartwatch

    Pebble unterstützt Android Wear

  7. Sony-Leaks

    MPAA lobbyiert weiter für DNS-Sperren

  8. South Park S18

    Eine sehenswerte Staffel voller IT-Kritik

  9. Wiredtiger

    MongoDB übernimmt schnellen, skalierbaren Datenspeicher

  10. Trinity Desktop R14

    KDE3-Fork integriert neue Software



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Yotaphone 2 im Test: Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht
Yotaphone 2 im Test
Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht

Parrot Bebop ausprobiert: Handliche Kameradrohne mit großem Controller
Parrot Bebop ausprobiert
Handliche Kameradrohne mit großem Controller
  1. Parrot Smartphone-Teleprompter für das Kameraobjektiv

Linshof: Die gut versteckte Firma hinter dem Wunder-Smartphone
Linshof
Die gut versteckte Firma hinter dem Wunder-Smartphone
  1. Smartphone-Markt Samsung schwächelt weiter, Xiaomi drängt in die Top 5
  2. Xodiom Spitzensmartphone scheint ein Schwindel zu sein
  3. Puzzle Phone Neues modulares Smartphone soll 2015 erscheinen

    •  / 
    Zum Artikel