Epic Games: Etappensieg im Rechtsstreit gegen Silicon Knights
Too Human (Bild: Silicon Knights)

Epic Games Etappensieg im Rechtsstreit gegen Silicon Knights

58 Millionen US-Dollar hat das Entwicklerstudio Silicon Knights als Schadenersatz von Epic Games gefordert. Daraus wird wohl nichts: Ein Gericht hat die Berechnung der Summe abgelehnt.

Anzeige

Seit 2007 streiten sich Epic Games und das kanadische Entwicklerstudio Silicon Knights vor Gericht, jetzt hat Epic einen Zwischensieg errungen. Der Richter hat ein Gutachten, das den Siliziumrittern rund 58 Millionen US-Dollar zugebilligt hatte, zurückgewiesen - wegen inhaltlicher Zweifel an den durchgeführten Kalkulationen und Markteinschätzungen, schreibt Gamasutra.com. Für Silicon Knights ein schwerer Schlag: Das Unternehmen musste aufgrund finanzieller Engpässe und geplatzter Projekte erst im November 2011 einen großen Teil seiner Mitarbeiter entlassen.

In dem Rechtsstreit geht es unter anderem um die Unreal Engine 3. Epic habe nach Auffassung von Silicon Knights einen vertraglich zugesagten Zeitplan für die Konsolenumsetzungen der zuerst für den PC entwickelten Engine nicht eingehalten. Das endgültige Entwicklerpaket für die Xbox 360 sei zwar Anfang September 2005 fertig geworden, doch folgte die funktionsfähige und zu den Vorgängern inkompatible Engine selbst erst im November 2006. Too Human kam erst im September 2008 auf den Markt - und enttäuschte. Golem.de schrieb im Test: "Dann entpuppen sich die Kampfsysteme als schlecht umgesetzt, weil es ständig an der Steuerung und Kameraführung hakt. Dazu kommen noch die überraschungsfreien Levels und der Eindruck, ständig gegen die gleichen Gegner zu kämpfen - weil es zu wenige gibt, und die sich auch noch sehr ähneln."

Das habe zu massiven Verzögerungen bei der Fertigstellung des Rollenspiels Too Human geführt, und das wiederum habe verheerende Folge für das Studio gehabt: 614.000 statt der erhofften 2,5 Millionen verkaufte Exemplare, gestrichene Nachfolger, ein lädierter Ruf und Probleme, lukrative Deals mit wichtigen Publishern abschließen zu können. Epic hatte mit einer Gegenklage geantwortet: Silicon Knights habe die Engine über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen gehabt und sei über deren Stand stets genau informiert gewesen.


Mac Jack 29. Dez 2011

Im Silikon-Tal gibts bestimmt viele Plastische Chirurgen. (Ein Chirurg der verformbar ist? ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. Manager (m/w) Softwareentwicklung
    WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft, Erlangen (Raum Nürnberg)
  2. Produktmanager für digitales Entertainment / Product Owner (m/w)
    Media-Saturn Deutschland GmbH, Ingolstadt
  3. Senior Java Developer (m/w) (Bereich Payment & Risk)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  4. Entwicklungsingenieur (m/w) Software
    EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH, Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Kinox.to-Razzia

    Folgen für die Nutzer sehr unterschiedlich

  2. Software Development Kit

    Linux-Support und geringere Latenz für Oculus Rift

  3. Big Brother Awards

    Österreich prämiert die EU Kommission und Facebook

  4. iFixit

    Touch-ID-Sensor im iPad mini 3 mit Klebstoff befestigt

  5. Illegales Streaming

    Razzien gegen Betreiber von Kinox.to

  6. Android 4.4.2

    Kitkat-Update für Motorola Razr HD wird verteilt

  7. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  8. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  9. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  10. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Ubuntu 14.10: Zum Geburtstag kaum Neues
Ubuntu 14.10
Zum Geburtstag kaum Neues
  1. Thomas Voß "Mir ist in zwei Jahren relevanter als Wayland"
  2. Ubuntu Unity 8 soll Standard in 16.04 werden
  3. Ubuntu Unity-Lockscreen-Bug kann Passwort verraten

Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

    •  / 
    Zum Artikel