Patente 2011 Eskalation durch Klagen und Gegenklagen

2011 war voll von Klagen über Patentverletzungen bei Smartphones und Tablets. Apple klagte gegen Samsung und HTC. Oracle forderte ein paar Milliarden für Java von Google. Und Microsoft muss 290 Millionen an einen kleinen kanadischen Softwarehersteller zahlen.

Anzeige

Klagen, Klagen, Klagen - 2011 war ein Jahr voller aufsehenerregender Patentprozesse. Dabei gab es zwei große Schwerpunkte: Unter Führung von Steve Jobs klagte Apple weiter gegen Google und Android. Oracle versuchte, an der Übernahme von Sun zu verdienen, indem Google verklagt wird.

Aber auch andere Unternehmen mussten teils schmerzhafte Erfahrungen mit dem Patentrecht machen. Microsoft, das Patente an Linux-Anbieter und Android-Nutzer lizenziert, musste selbst für Patentverletzungen zahlen. Nicht weniger als 290 Millionen US-Dollar Schadensersatz hat Microsoft an das kleine kanadische Unternehmen i4i für die Verletzung eines XML-Patents zu zahlen. Daran konnte auch der Appell Microsofts an das oberste Gericht in den USA nichts ändern. Die Richter lehnten es ab, das Urteil gegen Microsoft zu revidieren.

Und so verging 2011 fast keine Woche, in der niemand wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt wurde. Bevor es 2012 vermutlich genauso weitergeht, ist es Zeit für einen kleinen Rückblick.

Konkurrenzkampf im Zeichen des Apfels

Während Oracle nur ein paar Milliarden von Google will, ging es Steve Jobs zu Lebzeiten um mehr. Google war der "Feind" und bei Apple herrschte "Kriegsstimmung". Nicht weniger als die "Zerstörung" von Android hatte sich der Apple-Boss vorgenommen, wie er seinem Biografen später berichtete.

An Lizenzzahlungen von Geräteherstellern, die Android nutzen, hatte Jobs kein Interesse. Hier siegte wohl das persönliche Ego über die betriebswirtschaftliche Vernunft. Jobs bezeichnete Android als "gestohlenes Produkt" und sah darin ein Imitat von Apples iOS.

Er sei bereit, einen "thermonuklearen Krieg" gegen Android zu führen, erklärte Jobs vor seinem Tod seinem Biografen Walter Isaacson. Dass es ihm dabei nicht in erster Linie um Geld ging, machte Jobs mehr als deutlich. Er würde "jeden Cent von Apples 40 Milliarden US-Dollar auf der Bank dafür ausgeben", um Android aus der Welt zu schaffen.

An die Zeit, als Jobs sich für die Entwicklung des Betriebssystems des Apple Lisa und des Nachfolgers Macintosh sehr großzügig von den Entwicklungen am Xerox PARC inspirieren ließ, erinnerte sich der Apple-Chef dabei anscheinend nicht mehr so genau.

Apple kontra HTC, HTC kontra Apple 

Netspy 31. Dez 2011

Ja, so in etwa hat es sich damals abgespielt und statt über Jobs als "Dieb" zu schimpfen...

Abseus 30. Dez 2011

Zum Glück werden wir das alle nicht mehr erleben...

-CK- 29. Dez 2011

Ich muss sagen, ich habe jedes Mal, wenn ich ein "Mama, Mama! Der hat die runden Ecken...

Charles Marlow 29. Dez 2011

Nur schade, dass der Konsument nichts davon hat.

Kommentieren




Anzeige
  1. Senior Quality Assurance Engineer (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. Research Scientist (m/w) - 2D/3D Machine Vision
    Siemens AG, München
  3. Spezialist Software Acceptance Test (m/w)
    HARTING KGaA, Espelkamp
  4. Senior Consultant SAP BO/PC (m/w)
    Plaut Deutschland GmbH, keine Angabe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. 40 gefährliche Sicherheitslücken

    Aktueller Patch von Oracle nur für Java 7

  2. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  3. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  4. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  5. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  6. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  7. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  8. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA

  9. Netflix und Dreamworks

    Shrek & Co. bald in neuen Streaming-Serien

  10. LC-90LE757

    Sharp bringt 90-Zoll-TV für 13.000 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Für Bildungseinrichtungen: Microsoft bietet Surface RT für 200 US-Dollar an
Für Bildungseinrichtungen
Microsoft bietet Surface RT für 200 US-Dollar an

Microsoft will das Surface RT für Bildungseinrichtungen in verschiedenen Ländern deutlich günstiger als im regulären Verkauf anbieten. Auch deutsche Schüler und Studenten sollen von dem Angebot profitieren.

  1. Surface Pro im Test Microsofts Tablet überzeugt als Notebook
  2. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  3. XPS 10 und Surface Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

The Witcher 3: Riesen-Rollenspiel für Profis
The Witcher 3
Riesen-Rollenspiel für Profis

E3 2013 Eine Handlung mit Tiefgang, taktische Kämpfe, eine offene Fantasywelt, imposante Grafik mit spektakulären Wettereffekten: Mit The Witcher 3 will CD Projekt Red die Messlatte für Rollenspiele deutlich höher legen. Golem.de hat sich eine aktuelle Version angesehen.

  1. Firmendokument CD Projekt plant langfristig mit Witcher & Co

WLAN mit 433 MBit/s: Langsame, aber billige 802.11ac-Router von D-Link
WLAN mit 433 MBit/s
Langsame, aber billige 802.11ac-Router von D-Link

Auch mit der neuen 802.11ac-Technik wird es günstige Router geben, die weit entfernt vom Gigabit-WLAN sind. Immerhin ist D-Links Modell fast dreimal schneller als bisherige Billigrouter. Dennoch ist diese Art von 802.11ac-Routern langsamer als 802.11n.

  1. 802.11ac Erster Chipsatz für WLAN mit 1,7 GBit/s
  2. AP 8232 und Wing 5.5 Motorola-Access-Point mit Gigabit-WLAN, Videokamera und LTE
  3. 802.11ac Unterstützung für Gigabit-WLAN in Mac OS X entdeckt

Zum Artikel