Statue von Steve Jobs in Budapest
Statue von Steve Jobs in Budapest (Bild: Laszlo Balogh/Reuter)

2012 Wird Apple im nächsten Jahr angreifbar?

Trotz sehr weniger Produktstarts wurde Apple im Jahr 2011 zu einem der erfolgreichsten IT-Unternehmen der Welt. Im kommenden Jahr wird sich zeigen, ob der Konzern die Spitzenposition halten und weiter mit wirklich neuen Produkten überraschen kann.

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Kann Apple im Jahr 2012 seine Position verteidigen und ausbauen, oder bringt das neue Jahr einen Rückschlag für den Hersteller von Computern und Unterhaltungselektronik? Auf Anfrage von Golem.de zitierte das Unternehmen seinen Vorstandschef mit den Worten: "Wir sind sehr enthusiastisch in Bezug auf unsere neue Produktlinie. Ausschließlich Apple vereint Software, Hardware und Services in einem so leistungsstarken und integrierten Erlebnis für unsere Kunden. Und wir werden dies auch in Zukunft unnachgiebig in den Fokus unserer Arbeit stellen."

Natürlich bringt das kommende Jahr eine Anzahl neuer Apple-Produkte. Laut den Zulieferern seiner taiwanischen Auftragshersteller wird Apple im Jahr 2012 die Produktpalette zu iPad, iMac, iPhone und Macbook Air erneuern. Ein neues iPhone und neue iMacs werden aber wahrscheinlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2012 vorgestellt. Ein neues iPad-Modell könnte schon im März 2012 kommen. Doch das sind unbestätigte Gerüchte.

Kaum Produktstarts

Doch wie viele neue Produkte brachte Apple 2011 auf den Markt? Das iPad 2 stellte Steve Jobs selbst noch am 2. März 2011 vor. Es war dünner, unterstützte Full-HD und bot mehr Anschlüsse. Am 20. Juni 2011 erschienen zwei neue Versionen des Kompaktcomputers Mac Mini, eine für den Desktop und eine Servervariante mit zwei Festplatten.

Im Juli 2011 folgten neue Macbook Air und Mac Minis. Apples Macbook Air erhielt aktuelle Dual-Core-Prozessoren und Intels integrierten Grafikchip HD 3000. Die Modelle mit 11,6-Zoll- und 13-Zoll-Display bekamen eine Thunderbolt-Schnittstelle.

Am 4. Oktober 2011 folgte das iPhone 4S. Es ist Apples Smartphone der fünften Generation. Es wurde trotz fehlender Funktionen und Erweiterungen ein voller Erfolg, obwohl Samsung, HTC und Nokia bereits in einigen Geräten Unterstützung für den Mobilfunkstandard der 4. Generation LTE, Bezahlfunktionen über Near Field Communication (NFC), 3D-Darstellung oder größere Displays boten.

Genug Produktstarts für den Erfolg

Im Mai 2011 konnte Apple Google als wertvollste Marke der Welt ablösen. Der Internetkonzern lag zuvor vier Jahre lang an der Spitze der Brandz Top 100 des Marktforschungsunternehmens Millward Brown. Apple steigerte seinen Markenwert um 84 Prozent. Laut Studie war die Marke Apple 153,3 Milliarden US-Dollar wert. Google hatte einen Markenwert von 111,4 Milliarden US-Dollar. IBM legte um 17 Prozent zu und erreichte 100,8 Milliarden US-Dollar.

Im August 2011 überholte Apple im Hinblick auf die Unternehmensbewertung den Ölkonzern Exxon Mobil und wurde eine Zeit lang zum wertvollsten Unternehmen der Welt.

Apple erreichte einen Börsenwert von 353 Milliarden US-Dollar und verfügte über Finanzreserven von 76,2 Milliarden US-Dollar.

Den Tabletmarkt hat Apple aus dem Nichts erschaffen und konnte ihn auch 2011 dominieren. Nach Erhebungen der Marktforscher von IDC wurden im dritten Quartal 2011 insgesamt 11,1 Millionen iPad-Tablets verkauft. Damit erreichte Apple einen Marktanteil von 61,5 Prozent. Doch die Position ist hart umkämpft: Im Vorquartal kam Apple mit 9,3 Millionen verkauften Tablets noch auf 63,3 Prozent Marktanteil.

Laut IDC konnte Samsung den Smartphone-Marktführer Apple im dritten Quartal 2011 ablösen. 23,6 Millionen Kunden kauften Smartphones von Samsung, so dass der Hersteller einen Marktanteil von 20 Prozent erreichte. Apple verschlechterte sich im dritten Quartal 2011 auf den zweiten Platz und erreichte mit 17,1 Millionen verkauften iPhones einen Marktanteil von 14,5 Prozent.

Nach einer Studie von Digitimes Research war Apple gemessen am Liefervolumen im Gesamtjahr 2011 aber Marktführer bei Smartphones, gefolgt von Samsung Electronics und Nokia. Samsung soll Apple aber 2012 überholen, so die Prognose der taiwanischen Marktforscher.

Der bisher größte Einschnitt in der Erfolgsgeschichte Apples könnte der frühe Tod des Konzernmitbegründers Steve Jobs gewesen sein. Jobs wusste seit Februar 2011, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Ende August 2011 musste er als Apple-Chef zurücktreten und übergab die Geschäfte an Tim Cook. Er starb im Alter von nur 56 Jahren nach langem Kampf an den Folgen einer Krebserkrankung. Millionen trauerten weltweit um den charismatischen Manager, unter dessen Führung Kultprodukte und neue Dienste entstanden. Cook wird im Jahr 2012 zeigen müssen, ob er die Fangemeinde und neue Kunden mit neuen Modellen und ganz besonders mit gänzlich neuen Produkten überraschen kann.


Winpo8T 02. Jan 2012

APPLE OHNE STEVE JOBS WIRD NICHT FUNKTIONIEREN !!

profi-knalltüte 02. Jan 2012

wo kommt eigentlich dieses extrem schwachsinnige wort "raubmordkopie" her? ist das...

profi-knalltüte 02. Jan 2012

dann gibts halt garnix mehr von mir. frechheit diese preise, ein album 13 euro! hätte...

Abseus 01. Jan 2012

Du musst es nicht lesen wenn es dich nicht interessiert! Wie oft denn noch? Und ganz so...

Yeeeeeeeeha 31. Dez 2011

Siehe: http://www.fscklog.com/2009/01/itunes-store-verhandlungen-%C3%BCber-drm-freie...

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