Windows 7 Sicherheitsloch ermöglicht Ausführung von Schadcode

In Windows 7 ist ein Sicherheitsloch bekanntgeworden, das auch zur Ausführung beliebigen Programmcodes missbraucht werden kann. Zur Ausnutzung der Sicherheitslücke ist Apples Safari-Browser erforderlich.

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Das Sicherheitsloch in der 64-Bit-Ausführung von Windows 7 gestattet Angreifern, Schadcode auf einem fremden System auszuführen, berichtet Secunia.com. Diese können dann den fremden Rechner übernehmen und unter ihre Kontrolle bringen. Secunia hat es bislang nicht geschafft, die Sicherheitslücke zur Codeausführung zu missbrauchen, geht aber davon aus, dass das möglich ist und hat das Sicherheitsloch daher als gefährlich klassifiziert. Zudem stehen dem Angreifer dann Kernelrechte zur Verfügung.

Bisher hat Secunia ein System mit Windows 7 Professional in der 64-Bit-Version gezielt zum Absturz gebracht. Möglicherweise betrifft das Sicherheitsloch auch andere Windows-Versionen, eine Bestätigung dafür gibt es aber bisher nicht. Das Sicherheitsleck steckt in der Windows-Systemdatei win32k.sys und kann über eine speziell präparierte Webseite ausgenutzt werden, sofern diese in Apples Safari-Browser geöffnet wird. Derzeit ist nicht bekannt, ob das Sicherheitsleck auch auftritt, wenn ein anderer Browser genutzt wird.

Für einen erfolgreichen Angriff muss die HTML-Datei ein iFrame mit einer bestimmten Höhe enthalten. Bemerkt wurde der Fehler ursprünglich von Webdevil, das den Fehler per Twitter gemeldet hat. Laut Webdevil ist dafür ein Fehler in der Funktion NtGdiDrawStream verantwortlich.

Bislang ist nicht bekannt, wann ein Patch erscheinen wird, um das Sicherheitsleck in Windows zu beseitigen. Microsoft hat erst vor einer Woche unter anderem sieben Patches für die Windows-Plattform veröffentlicht. Der nächste planmäßige Patchday von Microsoft ist am 10. Januar 2012. Es ist nicht damit zu rechnen, dass Microsoft für das Sicherheitsleck einen außerplanmäßigen Patch veröffentlichen wird.


Affenkind 21. Dez 2011

+1

.ldap 20. Dez 2011

Liegt ja, wie im anderen Thread schon gesagt, nicht an Safari.

johannesr 20. Dez 2011

-1 für Golem

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