Friends of Wikileaks Soziales Netzwerk für Whistleblower-Unterstützer

Friends of Wikileaks, kurz FoWL, ist ein soziales Netzwerk für Unterstützer der Whistleblower-Plattform Wikileaks. Erklärtes Ziel ist es, Wikileaks und Partnern Unterstützung und Hilfe zukommen zu lassen.

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Hilfe für Wikileaks soll nun auch ein eigenes soziales Netzwerk liefern, das kürzlich unter dem Namen Friends of Wikileaks (FoWL) gestartet ist. Daran sollen alle teilnehmen können, die laut FoWL-Manifest ebenfalls "Wikileaks und allen Personen und Organisationen, die mit Wikileaks und ihren Zielen verbunden sind, Unterstützung und Hilfe zukommen [...]" lassen wollen, vor allem, "wenn sie angegriffen werden oder in andere Probleme geraten."

Schon fast ein Jahr lang kämpft das Wikileaks-Team laut eigenen Angaben gegen ein rechtlich fragwürdiges Finanzembargo. Wikileaks-Aktivist Julian Assange hatte deswegen im November 2011 mitgeteilt, dass die Whistleblower-Plattform aus Geldmangel keine geheimen Dokumente mehr veröffentlichen könne - auch wenn es danach noch eine alsSpy Files bezeichnete Veröffentlichung gab. Etwa 95 Prozent der eingegangenen Spenden seien blockiert. Assange machte unter anderem die Bank of America, Paypal, Visa und Mastercard dafür verantwortlich, Wikileaks durch das Zurückhalten von Spendengeldern in eine existenziell bedrohliche finanzielle Lage gebracht zu haben.

"Eine Handvoll US-Finanzkonzerne darf nicht darüber bestimmen können, wie die ganze Welt mit ihrem Geldbeutel abzustimmen hat. Unser Kampf ist teuer. Wir brauchen deine Unterstützung, um uns zu wehren. Bitte spende jetzt", heißt es seit Wochen auf der Wikileaks-Homepage. Einen Spendenaufruf mit Gruß von Julian Assange bekommen auch diejenigen zu sehen, die sich bei Friends of Wikileaks anmelden.

Öffentlichkeitsarbeit für Wikileaks

Friends of Wikileaks soll laut Manifest dabei helfen, ein "öffentliches Bewusstsein zu schaffen für die Arbeit und Ziele von Wikileaks und ihren Verbündeten." Das soziale Netzwerk stammt zwar aus dem Wikileaks-Umfeld, soll aber bewusst kein operativer Bestandteil von Wikileaks und nicht in den Übermittlungsprozess von Dokumenten eingebunden sein und auch keine sensiblen Informationen handhaben. Die FoWL-Server sollen zwar abgesichert sein, aber nicht sicher genug sein, um als Austauschplattform für Informanten dienen zu können.

"Jeder kann ein Mitglied von FoWL werden. Es ist egal, wo du lebst und in welcher Form du dich einbringen kannst. FoWL ist offen für die Teilnahme der gesamten globalen Gemeinschaft. Du kannst Journalist, Programmierer, Rechtsanwalt, Vater, Mutter, Kind, Gärtner, Gemüsehändler oder irgendwas anderes sein. Die einzige Voraussetzung ist, dass du die Werte und Ziele von Wikileaks teilst und bereit bist, aktiv mitzumachen", heißt es auf der FoWL-Website wlfriends.org.

Sympathisanten zu Aktivisten machen

Um Wikileaks-Sympathisanten schneller zusammenzubringen, vernetzt FoWL sie künftig anhand ihres ungefähren Wohnorts mit sechs anderen Nutzern und mit sechs weiteren aus aller Welt. Damit soll jeder dann zwölf enge Kontakte haben, anstatt sich erst Gleichgesinnte suchen zu müssen. Sobald genügend FoWL-Nutzer angemeldet sind, soll diese Funktion aktiviert werden. Es können zudem selbst Kontakte angelegt werden, um die Gruppen zu vernetzen. Im Moment ist FoWL noch in Entwicklung und im Betatest, so dass Nutzer nach der Anmeldung noch nichts damit anfangen können.

Kleine Gruppen zur Unterstützung von Wikileaks haben sich laut Manifest bereits zuvor geformt. FoWL soll den Prozess und die Zusammenarbeit von kleinen Unterstützergruppen erleichtern, ohne dabei ihre Autonomie und Effizienz zu gefährden, wie es im Manifest heißt. Hinter FoWL steht eine dieser Gruppen, genaue Angaben dazu fehlen bisher.


tilmank 19. Dez 2011

Wikileaks ist Geschichte.

nablaoperator 19. Dez 2011

Das ist doch der Vorteil von dezentralen Systemen. Wenn es dir nicht passt, wechsel den...

mat 19. Dez 2011

Warum gründet neuerdings jeder sein eigenen ach so "Social Network" ? Erst Facebook, dann...

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