Adobe Reader und Acrobat in Version 9.4.7 erschienen
Adobe Reader und Acrobat in Version 9.4.7 erschienen (Bild: Adobe)

Adobe Reader Teilupdate gegen längst ausgenutzte Sicherheitslücke

Adobe hat sich viel Zeit gelassen, um einen Programmfehler in seiner PDF-Software zu beheben, die aktiv von Kriminellen ausgenutzt wird. Trotz der Gefahr werden aber nicht alle Versionen gepatcht. Entdeckt wurde der Fehler von dem Rüstungshersteller Lockheed Martin.

Anzeige

Adobe hat den Adobe Reader und Adobe Acrobat in der Version 9.4.7 für Windows veröffentlicht. Bereits Anfang Dezember 2011 warnte Adobe vor der als gefährlich eingestuften Sicherheitslücke, die von Angreifern aktiv ausgenutzt wird. Es soll sich dabei um zielgerichtete Angriffe handeln. Ein Angreifer kann die PDF-Software zum Absturz bringen und anschließend die Kontrolle über das System erlangen. Der Fehler steckt in der Komponente für Acrobat 3D per U3D. Adobe unterstützt seit der Version 7 U3D.

Entdeckt wurde die Sicherheitslücke von Lockheed Martin und Mitgliedern der Defense Security Information Exchange. Das Update steht auf einer speziellen Seite bereit oder kann über die integrierte Updatefunktion heruntergeladen werden. Wer den Reader über die normale Adobe-Webseite in der Version 9 herunterlädt, bekommt eine veraltete Version.

Adobe Reader und Adobe Acrobat 9.x für Windows sind vorerst die einzigen Versionen, die nun gepatcht wurden. Für die neue 10er Reihe und andere Versionen wird es zunächst keine Patches geben und auch die Unix- und Mac-Versionen werden vernachlässigt.

Sicherheitslücke für Mac- und Unix-Anwender bleibt bestehen

Wie bei Adobe üblich, geht der Softwareproduzent davon aus, dass die Gefahr bei der Unix-Version nicht besonders hoch sei. Adobe spricht von einem signifikant geringeren Risiko, das auch historisch begründet wird. Hier plant Adobe, erst im nächsten Jahr, am 10. Januar 2012, einen Patch zu veröffentlichen. Dasselbe gilt auch für die 9er Version für Macs.

Für Acrobat und Reader 10 (Windows) sieht Adobe aus einem anderen Grund keinen Handlungsbedarf. Der Protected-View-Modus soll den Anwender automatisch schützen. Adobe warnt Nutzer seiner Software aber vorsichtshalber noch einmal, dass diese in den Optionen nachschauen sollen, dass der sichere Modus auch aktiv ist. Zudem bittet Adobe seine Nutzer, auf die Version 10 zu wechseln.

Wer noch den Adobe Reader oder Acrobat in der Version 8 nutzt, muss jetzt aus Sicherheitsgründen eine neue Version nutzen, da Adobe diese Versionen auf Sicherheitsprobleme hin nicht testet. Es ist daher unklar, ob die 7er und 8er Versionen auch anfällig sind, die mit U3D ebenfalls umgehen können.

Die Version 8 hatte den Vorteil, dass sie gegenüber Sicherheitslücken im Flash Player unempfindlich ist, weil die Komponente in dieser Version einfach fehlt. Adobe hat den Support nach einer Verlängerung Anfang November 2011 bereits eingestellt.


SoniX 18. Dez 2011

Ok, solange die 9er noch unterstützt wird finde ich das noch vertretbar. Ich hoffe dann...

steffan 18. Dez 2011

Ich habe keinen Flashplayer installiert (weder unter Linux noch unter Windows). Und wenn...

Keridalspidialose 18. Dez 2011

Was ist der Reader doch für ein Molloch geworden! Angefangen hat er klein, flott udn mit...

jayrworthington 17. Dez 2011

"Ein wichtiges Adobe Update wurde gefunden, ihr F-35 Lightning II wird nun neu...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Spezialist/-in
    Dataport, Hamburg
  2. Softwareentwickler (m/w) Java
    CCV Deutschland GmbH, Hamburg
  3. Junior / Trainee IT-Produktmanager Personalmanagement (m/w)
    GIP Gesellschaft für innovative Personalwirtschaftssysteme, Offenbach am Main
  4. Gruppenleitung (m/w) SCADA Wind Power
    Siemens AG, Hamburg

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. Dell 24-Zoll-Ultra-HD-Monitor
    ab 378,99€
  2. NEU: PCGH-Gaming-PC GTX960-Edition
    (Core i5-4460 + Geforce GTX 960)
  3. equinux tizi Tankstation - 5-fach USB Turbo-Ladegerät (8A) mit Auto Max Power für diverse Smartphones
    39,99€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. VLC-Hauptentwickler

    "Appstores machen Kopfschmerzen"

  2. Torrent

    The Pirate Bay ist zurück - zumindest ein bisschen

  3. Freier Videocodec

    Daala muss Technik patentieren

  4. Android-Konsole

    Alibaba investiert zehn Millionen US-Dollar in Ouya

  5. Andrea Voßhoff

    Datenschutzbeauftragte jetzt gegen Vorratsdatenspeicherung

  6. Breitbandausbau

    "Wer Bauland will, fragt heute erst nach schnellem Internet"

  7. Dying Light

    Performance-Patch reduziert Sichtweite

  8. Project Tango

    Googles 3D-Sensor-Konzept verlässt Experimentierstatus

  9. Messenger

    Telefoniefunktion für Whatsapp erreicht erste Nutzer

  10. iTunes Connect

    Hallo, fremdes Benutzerkonto



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Fehlender Cache verursacht Ruckler: Nvidias beschnittene Geforce GTX 970 stottert messbar
Fehlender Cache verursacht Ruckler
Nvidias beschnittene Geforce GTX 970 stottert messbar
  1. IMHO Juhu, DirectX 12 gibt's auch für Windows-7-Besitzer
  2. Geforce GTX 965M Sparsamere Alternative zur GTX 870M
  3. MFAA Nvidias temporale Kantenglättung kann mehr

Glibc: Ein Geist gefährdet Linux-Systeme
Glibc
Ein Geist gefährdet Linux-Systeme
  1. Tamil Driver Freier Treiber für ARMs Mali-T-GPUs entsteht
  2. Red Star ausprobiert Das Linux aus Nordkorea
  3. Linux-Jahresrückblick 2014 Umbauarbeiten, Gezanke und Container

Onlinehandel: Welche Versand-Flatrates sich nicht lohnen
Onlinehandel
Welche Versand-Flatrates sich nicht lohnen
  1. Quartalsbericht Amazons Ausgaben steigen auf 28,7 Milliarden US-Dollar
  2. Amazon Original Movies Amazon will eigene Kinofilme kurz nach der Premiere streamen
  3. Ultra-HD Amazons 4K-Videos vorerst nur für Smart-TVs

    •  / 
    Zum Artikel