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Verbindung auch per Kabel: Brainlink und Roomba
Verbindung auch per Kabel: Brainlink und Roomba (Bild: Birdbrain Technologies)

Fernsteuerung: Brainlink verbindet Roboter mit Computer oder Smartphone

Verbindung auch per Kabel: Brainlink und Roomba
Verbindung auch per Kabel: Brainlink und Roomba (Bild: Birdbrain Technologies)

Dumme Roboter schlau machen - das ist der Zweck von Brainlink. Das Gerät stellt eine drahtlose Verbindung zwischen Roboter und Computer oder Android-Smartphone her und ermöglicht es dem Nutzer, neue Anwendungen für die Roboter zu entwickeln.

Spielzeugroboter wie der Robosapiens und andere Produkte des Hongkonger Unternehmens Wowwee glänzen oft nicht mit großer Intelligenz. Mit Hilfe des Brainlinks können ihre Besitzer den Robotern mehr Fähigkeiten verleihen.

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Bluetooth und Infrarot

Brainlink ist ein kleines dreieckiges Kästchen, das an dem Roboter befestigt wird und eine Verbindung zwischen ihm und einem Steuerungsgerät herstellt. Das kann ein Computer oder ein Android-Smartphone sein, das so zum Gehirn des Roboters wird. Die Daten werden per Bluetooth an den Brainlink übertragen, der sie dann per Infrarot an den Roboter überträgt. Dazu wird eine Infrarotleuchtdiode, die mit einem Kabel mit dem Brainlink verbunden ist, vor dem Infrarotempfänger des Roboters platziert. Die Bluetooth-Reichweite beträgt etwa 9 Meter.

Auf dem Computer wird ein Programm, auf dem Smartphone eine App installiert, über die der Roboter gesteuert wird. So können etwa Bewegungen, die mit dem Smartphone durchgeführt werden, in Befehle für die Roboter umgesetzt werden. Eine Sprachsteuerung soll später hinzukommen. Die Software gibt es für Windows, Mac und Linux. Die Firmware des Geräts selbst ist Open Source, so dass findige Nutzer jede Menge Möglichkeiten haben, neue Funktionen nicht nur für den Roboter, sondern auch für den Brainlink zu programmieren.

Anschlüsse für Sensoren

Der Roboter muss aber nicht unbedingt eine Infrarotschnittstelle haben - der Brainlink verfügt auch über einige weitere Anschlüsse. Darüber kann der Roboter auch mit weiteren Sensoren ausgerüstet werden, etwa Mikrofonen oder Entfernungssensoren. Ein Lichtsensor sowie ein Accelerometer sind in den Brainlink integriert.

  • Brainlink: Am Ende des Kabels sitzt die Infraot-LED, die Daten an den Roboter überträgt. (Bild: Birdbrain Technologies)
  • Brainlink ist kompatibel mit diversen Robotern, etwa dem Robosapien von Wowwee... (Bild: Birdbrain Technologies)
  • ... oder dem Roomba von iRobot. (Bild: Birdbrain Technologies)
Brainlink: Am Ende des Kabels sitzt die Infraot-LED, die Daten an den Roboter überträgt. (Bild: Birdbrain Technologies)

Brainlink ist laut Hersteller Birdbrain Technologies kompatibel mit den meisten Infrarotfernbedienungen von Robotern und von Fernsehern oder DVD-Playern - das bedeutet, auch die Unterhaltungselektronik kann darüber ferngesteuert werden. Außerdem werden "über 20 bekannte Roboter offiziell unterstützt", darunter auch der Staubsaugerroboter Roomba des US-Herstellers iRobot.

Neue Tricks für alte Roboter

Es seien Millionen von Robosapiens, Roombas und anderen Robotern verkauft worden, von denen sich viele sehr gut als Plattform für die Forschung und die Lehre eigneten, sagt Birdbrain-Chef Tom Lauwers. "Indem wir eine Bluetooth-Verbindung zwischen diesen Geräten und Android-Smartphones oder Laptops herstellen und Portale für Sensoren anbieten, können diese Roboter auf neue Arten eingesetzt werden, die nicht vorhersehbar waren, als sie gebaut wurden."

Brainlink wird angeboten vom US-Unternehmen Birdbrain Technologies, einer Ausgründung der Carnegie-Mellon-Universität (CMU) in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. Das Gerät kostet 125 US-Dollar. Versandt wird in alle Welt.


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