Navigation Iraner wollen Drohne mit falschen GPS-Daten gelandet haben

Ein iranischer Techniker hat einer US-Tageszeitung verraten, wie kürzlich eine US-Drohne zur Landung gebracht wurde. Demnach täuschten die Iraner das GPS-Navigationssystem des unbemannten Fluggeräts.

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Ein gefälschtes GPS-Signal könnte die US-Drohne RQ-170 Sentinel am vorvergangenen Wochenende getäuscht haben. Iranische Techniker hätten das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) mit falschen Positionsdaten zur Landung gebracht, erfuhr der Christian Science Monitor (CSM) von einem iranischen Informanten.

Gelandet, wo wir wollten

"Die GPS-Navigation ist die schwächste Stelle", sagte der namentlich nicht genannte Informant. Er gehört zu den Spezialisten, die derzeit die Drohne untersuchen. Werde das Signal gestört, schalte die Drohne auf Autopilot um. Damit "verliert der Vogel sein Gehirn." Anschließend hätten sie das GPS manipuliert und so die Drohne dazu gebracht, "selbstständig zu landen, wo wir wollten". Dazu sei es nicht nötig gewesen, die Signale, über die die Drohne aus den USA ferngesteuert wird, zu knacken.

Die Methode, nach der die Drohne entführt wurde, sei entwickelt worden, indem verschiedene in den vergangenen Jahren abgeschossene oder abgefangene US-Drohnen genau untersucht worden seien. So hatten etwa schiitische Kämpfer im Irak die Videobilder von einer Predator-Drohne abgefangen. Vor den Gefahren und Anfälligkeiten von GPS warnen Experten immer wieder.

GPS manipulierbar

Ein ehemaliger Spezialist für elektronische Kriegsführung der US-Marine bestätigte dem CSM, dass selbst das im Kampf eingesetzte GPS manipuliert werden könnte. Er hielt es für durchaus möglich, das GPS einer Drohne so zu beeinflussen, dass diese ihren Kurs ändere. Das sei zwar nicht einfach, aber die Techniken dafür seien vorhanden. Der Iran hatte sich im September, als der Konflikt um das Atomprogramm des Landes hochkochte, gerühmt, Raketen, die mit GPS navigieren, abfangen zu können.

Gebaut wird die RQ-170 Sentinel vom US-Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Lockheed Martin. Sie ähnelt von der Form her dem Bomber B-2 Spirit von Northrop Grumman und ist wie dieser mit Tarnkappentechnik ausgestattet. Die USA haben die Drohne mehrere Jahre lang geheim gehalten. Bekannt wurde ihre Existenz durch ein Foto, das im Jahr 2007 in afghanischen Kandahar entstand, weshalb das UAV den Spitznamen Biest von Kandahar erhielt. Erst zwei Jahre später wurde die Existenz der Drohne von offizieller Seite bestätigt.

Drohne verloren

Am 4. Dezember 2011 hatte der Iran bekanntgegeben, eine Drohne dieses Typs, die im Auftrag des Geheimdienstes CIA unterwegs war, vom Himmel geholt zu haben. Die USA bestritten zunächst den Verlust, bestätigten ihn aber dann doch. Sie begründeten ihn allerdings mit einer Fehlfunktion. Der Iran präsentierte wenige Tage später die unbeschädigte Drohne im Staatsfernsehen. Die USA erklärten jedoch, dabei handele es sich um ein Modell.

Der Christian Science Monitor ist für seine Auslandsberichterstattung bekannt. Die Zeitung unterhält eine Reihe von Korrespondentenbüros in verschiedenen Ländern. Um diese zu erhalten, unternahm sie vor einigen Jahren einen ungewöhnliche Schritt: Aus Kostengründen wurde die Printausgabe eingestellt. Seit April 2009 erscheint der Christian Science Monitor nur noch im Internet. Die Zeitung wird zwar von der gleichnamigen Religionsgemeinschaft finanziert, ist aber weltanschaulich von ihr unabhängig.


Bouncy 19. Dez 2011

Na dann laß mal hören, welche Technik nutzen andere Nicht-Billiger-Technik-Dreck-Drohnen...

Bouncy 19. Dez 2011

Ja, erstens zu Recht und zweitens ein weiterer Grund, warum ihm niemand Geld für einen...

Serocool 19. Dez 2011

Im Artikel sind aber keine Fotos! Wenn schon so eine Aussage dann doch bitte mit...

Bibabuzzelmann 19. Dez 2011

Jo, dann haben wir vermutlich den 3. Weltkrieg......noch nicht mitbekommen, dass China...

Bibabuzzelmann 19. Dez 2011

Russland und China haben dem Iran für den Kriegsfall Hilfe zugesichert, wer jetzt noch...

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