Chipfabrik Samsung fertigt Apples A5 in Texas

Nahe der Halbleitermetropole Austin fertigt Samsung in einer erweiterten Chipfabrik vor allem ARM-CPUs für Apple, darunter den aktuellen Chip A5. Das will Reuters in Erfahrung gebracht haben.

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Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat Samsung in Texas bei Austin neue Linien einer Chipfabrik in Betrieb genommen. 3,6 Milliarden US-Dollar soll das Werk insgesamt gekostet haben, hergestellt werden dort aber nicht nur Speicherbausteine - sondern auch Prozessoren.

Dass dort auch Logikbausteine gefertigt werden, bestätigte Samsung der Agentur noch. Dass es sich dabei aber um Apples A5 handelt, wollten weder der Chiphersteller noch Apple offen sagen. Reuters will das aber aus eigenen Quellen erfahren haben. Damit würde eine der Kernkomponenten des iPhone 4S und iPad 2 nun auch in den USA hergestellt.

Immerhin: Samsung gab noch an, dass das Werk 40.000 Wafer pro Monat herstellen kann und 1.100 Mitarbeiter an Logikbausteinen arbeiten. Damit handelt es sich um eine recht große Chipfabrik, zum Vergleich: Die Fab 1 von Globalfoundries in Dresden kommt mit ihren beiden getrennten Produktionslinien für SOI und Bulk-Silizium auf maximal 80.000 Wafer im Monat.

Getrennte Fabs für weniger Streit

Sollte Samsung die Produktion der Apple-Chips in die USA verlagert haben - der Chiphersteller fertigte bisher nur in Südkorea ARM-SoCs -, wäre das ein logischer Schritt. Apple arbeitet mit seinen Zulieferern meist langfristig zusammen und schließt dafür jahrelang laufende Verträge mit garantierten Abnahmemengen. Da die Entwicklung neuer CPUs aber sehr aufwendig ist, wäre die räumliche Nähe zur Fertigung vorteilhaft.

Umgekehrt könnten Apple und Samsung die Entwicklung der Prozessoren ihrer mobilen Geräte auch stärker trennen, denn beide Unternehmen arbeiten mit ARM-SoCs, die aber unterschiedlich aufgebaut sind. Da sich die beiden Unternehmen einen anhaltenden Rechtsstreit um das Design von iPhone, iPad und Samsungs Galaxy-Geräten liefern, könnten künftige Streitigkeiten um die Frage, wer welches Prozessordetail von wem abgeschaut hat, vermieden werden.

Der Reuters-Meldung widerspricht aber ein ebenfalls auf Quelleninformationen basierender Bericht von Digitimes aus dem September 2011. Das taiwanische Branchenblatt gab damals an, Apple würde seine künftigen Mobil-CPUs bei TSMC herstellen lassen. Dort lässt unter anderem Nvidia seine ARM-Chips fertigen.


Salzbretzel 17. Dez 2011

Hm, da die CPUs auch eingeschifft werden haben sie eine gewisse Zeitverzögerung beim...

AndyGER 17. Dez 2011

Wen interessiert, wer wonach sucht? Nach Pornos wird noch viel mehr gesucht. So what...

Trollversteher 16. Dez 2011

Auch das ist nicht richtig, die beiden Cores basieren auf dem Referenzlayout von ARM...

nie (Golem.de) 16. Dez 2011

Da Dresden _zwei_ Fabs auf einem Gelände enthält, sind 40.000 Waferstarts schon recht viel.

Mandrake0 16. Dez 2011

du warst schneller :-) naja dass auch mit tsmc war logisch da aktuell samsung semi die nr...

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