Lithographiebereich der Fab 1 mit gelber Beleuchtung
Lithographiebereich der Fab 1 mit gelber Beleuchtung (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Globalfoundries Cortex-A9 von ARM mit Dual-Core und 2,5 GHz

Die Zusammenarbeit zwischen Globalfoundries und ARM macht Fortschritte. In Dresden wurde nun ein voll funktionsfähiges SoC mit 28-Nanometer-Technik gebaut, das 2,5 GHz erreicht. Ein erster Chip mit 20 Nanometern Strukturbreite steht kurz vor der Fertigstellung.

Anzeige

AMDs ehemalige Fertigungssparte, Globalfoundries, hat ein System-on-a-Chip auf Basis der ARM-Architektur Cortex-A9 mit zwei Kernen gebaut. Der Baustein erreicht für die Cores über 2,5 GHz - wie viel Leistung er dabei aufnimmt, geben die beiden Unternehmen aber bisher nicht an.

Der Chip ist noch nicht für die Verwendung in Endgeräten vorgesehen, vielmehr handelt es sich um ein "Technology Qualification Vehicle" (TQV). Globalfoundries betont aber, dass es sich um einen voll funktionsfähigen Baustein handelt. Im nächsten Schritt soll die Rechenleistung weiter optimiert werden, der Chiphersteller peilt einen Einsatz der ARM-SoCs für Netzwerkgeräte an. Dort ist die Leistungsaufnahme zwar auch wichtig, aber nicht so entscheidend wie bei mobilen Geräten wie Smartphones, wo die ARM-Chips mit zwei Kernen derzeit bei Seriengeräten Frequenzen um 1,5 GHz erreichen.

Tape out für 20 Nanometer

Die Schaltung für ein weiteres TQV gibt es auch schon. Globalfoundries zufolge erfolgte der "tape out", also die Übermittlung der Baupläne an die Fabrik, für ein ARM-SoC mit nur 20 Nanometern Strukturbreite bereits. Diese Chips sollen, ebenso wie die 28-Nanometer-Bausteine, in der Fab 1 in Dresden hergestellt werden. Wann das Werk die 20-Nanometer-Fertigung aufnehmen kann, gab Globalfoundries aber noch nicht bekannt.

Das Unternehmen, das 2008 aus der Aufspaltung von AMD hervorging, arbeitet bereits seit 2009 mit ARM zusammen. Vom britischen Chipdesigner kommen die Architekturen und Baupläne, Globalfoundries kümmert sich darum, diese Vorgaben zur Serienreife zu bringen. Globalfoundries, das als Auftragshersteller (Foundry) Chips fertigt, will seine Dienstleistungen damit auch für viele andere Unternehmen attraktiv machen, die an ARM-Bausteinen arbeiten.

Für die AMD-Ausgründung ist das ein wichtiger Schritt zu mehr Unabhängigkeit, denn bisher ist immer noch AMD der größte Auftraggeber. Die x86-Prozessoren werden jedoch in einem anderen Verfahren (SOI) hergestellt als die ARM-SoCs (Bulk-Silzium), so dass die Entwicklungen weitgehend getrennt verlaufen. Für seine Bulk-Techniken arbeitet Globalfoundries auch mit Samsung zusammen, das bei der Herstellung von ARM-Chips viel Erfahrung hat.


Anonymer Nutzer 15. Dez 2011

also AMD hat rechtlich wohl noch einen bestimmenden Anteil an GlobalFoundries, damit die...

Der mit dem Blubb 15. Dez 2011

20 nm in Dresden bezweifel ich. Schade, dass es hier keine Quellenangaben gibt, wo man...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Software-Entwickler (m/w)
    Optimize My Day GmbH, Düsseldorf
  2. Softwareenwtickler (m/w) Java
    GIGATRONIK München GmbH, Magdeburg
  3. IT-Projektleiter / Systemanalytiker (m/w)
    Libri GmbH, Hamburg
  4. Leiter der Softwareentwicklung (m/w)
    VEPRO AG, Pfungstadt bei Darmstadt

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. Warrior [Blu-ray]
    5,99€
  2. TIPP: Heat [Blu-ray]
    4,99€
  3. Planet 51 [Blu-ray]
    6,90€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Präsentation

    Apples iPhone-Event findet am 9. September 2015 statt

  2. Vectoring

    Landkreise wollen Glasfaser statt Dobrindts Breitband

  3. Swisscom

    Mobilfunkbetreiber startet Wifi-Calling in Gebäuden

  4. Honor 7 im Hands on

    Neues Honor-Smartphone kommt für 350 Euro nach Deutschland

  5. Radeon R9 Nano

    AMDs winzige Grafikkarte läuft theoretisch mit 1 GHz

  6. LG Rolly Keyboard

    Bluetooth-Tastatur lässt sich zu einem Stab falten

  7. Breitbandausbau

    Bitkom sieht 50 MBit/s nur als Zwischenschritt

  8. Datenschutz

    Verfassungsschutz darf Xkeyscore gegen Datentausch nutzen

  9. Computerhersteller

    Gründer bietet Acer zum Verkauf an

  10. CD Projekt Red

    73 Millionen Euro Entwicklungskosten für The Witcher 3



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Windows 10 IoT ausprobiert: Finales Windows auf dem Raspberry Pi 2
Windows 10 IoT ausprobiert
Finales Windows auf dem Raspberry Pi 2
  1. Orange Pi PC Bastelrechner für 15 US-Dollar
  2. Odroid C1+ Ausnahmsweise teurer, dafür praktischer und mit mehr Sound
  3. PiUSV+ angetestet Überarbeitete USV für das Raspberry Pi

Oneplus Two im Test: Zwei ist besser als Eins
Oneplus Two im Test
Zwei ist besser als Eins
  1. Oneplus Two im Hands On Das Flagship-Killerchen
  2. Oneplus-One-Nachfolger Neues Oneplus Two wird ab 340 Euro kosten
  3. Two-Smartphone Oneplus verspricht vereinfachtes Einladungssystem

Chaos Communication Camp 2015: Donnerschläge, Cert-Taucher und Bimmelbahnhacker
Chaos Communication Camp 2015
Donnerschläge, Cert-Taucher und Bimmelbahnhacker
  1. Security Die Gefahr der vernetzten Autos
  2. Hackertreffen Pack die Badehose ein, lass die Kamera daheim

  1. Re: sticken oder stricken?

    Himmerlarschund... | 07:05

  2. Re: Eigentlich nicht

    Berner Rösti | 06:58

  3. Re: xposed -> firewall -> amazon app sperren?

    Tzven | 06:52

  4. Re: BullMist - Verlogen und Geldgeil

    rv112 | 06:52

  5. Re: Und dann gefühlt nur 5 unterschiedlichen...

    Avarion | 06:51


  1. 21:06

  2. 20:53

  3. 20:16

  4. 20:00

  5. 19:52

  6. 17:53

  7. 17:40

  8. 17:35


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel