Digitalisierung Cambridge Digital Library startet mit Newton-Papieren

Der Nachlass des Naturforschers Isaac Newton macht den Anfang: Die Bibliothek der renommierten Universität im englischen Cambridge digitalisiert seit 2010 ihre Handschriftenbestände. Diese werden jetzt im Internet zugänglich gemacht.

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Die Universitätsbibliothek im englischen Cambridge hat Dokumente aus dem Besitz des Wissenschaftlers Isaac Newton (1642-1727) digitalisiert und macht sie über das Internet zugänglich. Zum Start des Newton-Archivs stellt die Bibliothek 4.000 Seiten ins Netz. Weitere 8.000 Seiten sollen in den kommenden Monaten folgen.

Zu den online abrufbaren Dokumenten gehört beispielsweise ein persönliches Exemplar der Principia Mathematica. In dem Werk, dessen vollständiger Titel Philosophiae Naturalis Principia Mathematica (Mathematische Prinzipien der Naturphilosophie) lautet, hat Newton die Gesetze der Schwerkraft und der Bewegung beschrieben. Es gilt als sein Hauptwerk. Online abrufbar sind auch Aufzeichnungen des Studenten Newton sowie Notizen und Entwürfe aus der Optik, die als Vorbereitung für das Werk Opticks or a treatise of the reflections, refractions, inflections and colours of light (Optik oder eine Abhandlung über die Reflexion, Brechung, Krümmung und die Farben des Lichtes) dienten.

Handschrift und Transkript

Die Cambridger Bibliothekare haben mit dem Newton-Projekt der Universität der südenglischen Grafschaft Sussex zusammengearbeitet. Die dortigen Wissenschaftler transkribieren die Handschriften Newtons. In dem Onlinearchiv sind die Transkriptionen - so vorhanden - zu den entsprechenden Handschriften abrufbar.

Die Universität in Cambridge besitzt nach eigenen Angaben die größte Sammlung - Newton hatte dort studiert und später lange gelehrt. Mit dem digitalen Newton-Archiv eröffnet die Universität in Cambridge ihre digitale Bibliothek, die Cambridge Digital Library. Das Projekt hat im vergangenen Jahr begonnen.

Evolution und Längengrad

In der Sammlung sollen unter anderem wichtige wissenschaftliche und religiöse Manuskripte online veröffentlicht werden, darunter etwa Schriften des Naturforschers von Charles Darwin oder des Physikers William Thomson, 1. Baron Kelvin, sowie die Aufzeichnungen des Board of Longitude, das im 18. Jahrhundert eine Methode zur Bestimmung des Längengrades suchte.

In der religiösen Sammlung sollen Handschriften aus verschiedenen Religionen veröffentlicht werden, hauptsächlich aus den großen Weltreligionen Buddhismus, Christentum, Islam und Judentum. Darunter sind beispielsweise der in Persisch verfasste Korankommentar oder eine mehr als 2.000 Jahre alte Abschrift der Zehn Gebote.


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