Festplattenkrise Intel fehlt eine Milliarde US-Dollar

Im vierten Quartal des Jahres 2011 wird Intel weniger Umsatz und Gewinn als erwartet machen können. Das Unternehmen führt das auf den Mangel an Festplatten zurück, welche die Zahl der herstellbaren PCs begrenzt.

Anzeige

Wenn es weniger Festplatten gibt, werden auch weniger Prozessoren gebraucht, um aus diesen Komponenten PCs zu bauen - so die einfache Logik des Hardwaregeschäfts. Folglich hat Intel nun eine Umsatz- und Gewinnwarnung veröffentlicht.

Statt eines bisher erwarteten Umsatzes von 14,2 bis 15,2 Milliarden US-Dollar erwartet der Chiphersteller im laufenden Quartal nur noch einen Umsatz zwischen 13,4 und 14 Milliarden US-Dollar. Wenn jeweils das Mittel der Prognosen eintrifft, das nun von 14,7 auf 13,7 Milliarden US-Dollar gesenkt wurde, verliert Intel eine Milliarde US-Dollar an Umsatz und entsprechenden Gewinn.

Anders als etwa die Marktforscher von IDC, die noch für das gesamte Jahr 2012 von einem Mangel an Festplatten ausgehen, ist Intel optimistisch, was ein schnelles Ende der Festplattenkrise angeht. Der Chiphersteller rechnet zwar damit, dass die Knappheit und damit die schwache Nachfrage nach CPUs noch im ersten Quartal des Jahres 2012 anhält. Bereits bis Mitte 2012 sollen laut einer Mitteilung des Unternehmens Festplatten wieder besser verfügbar sein, was auch Intels Umsatz wieder steigern könnte.

Durch monatelang anhaltende Überschwemmungen in Thailand fehlt dem weltweiten Markt derzeit rund ein Drittel der eingeplanten Festplatten. Laut Branchenberichten sollen ungefähr 70 Millionen Laufwerke weniger hergestellt werden, als ursprünglich erwartet worden war. In Thailand wird vor allem von Western Digital und Seagate rund die Hälfte aller Festplatten hergestellt.

Intel ist von Lieferengpässen schnell indirekt betroffen

Intel bekommt solche Schwankungen in den internationalen Lieferketten stets als eines der ersten indirekt betroffenen Unternehmen zu spüren. Neben langfristigen Verträgen mit garantierten Abnahmemengen von Prozessoren gibt es auch kurzfristige Bestellungen, welche PC-Hersteller und Großhändler über ein eigenes Onlinesystem von Intel vornehmen können. Zudem gibt es für CPUs oft auch nur Reservierungen, die wieder aufgehoben werden können.

Der Gewinnwarnung des Chipherstellers zufolge soll es aber außer geringeren Einnahmen keine Konsequenzen durch die Festplattenknappheit geben. Das deutet darauf hin, dass die bisher inoffiziell genannten Termine für neue CPUs mit Ivy-Bridge-Architektur eingehalten werden. Demnach sollen die ersten neuen Prozessoren für Desktop-PCs und die Mobilvarianten im April oder Mai 2012 auf den Markt kommen.


der_heinz 13. Dez 2011

Kann mich dem nur anschließen.

Kommentieren




Anzeige
  1. IT-Systemadministrator/in IT System Analyst (m/w)
    DE-STA-CO, Oberursel bei Frankfurt
  2. Solution Manager/IT-Spezialist DMS und Workflow (m/w)
    Deutsche Leasing AG, Bad Homburg
  3. Teamleiter (m/w) Projektmanagement
    DEXINA AG, Raum Stuttgart
  4. Projekt-Qualitätsmanager (m/w)
    Continental AG, Nürnberg (Reisebereitschaft)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Scanadu Scout: Tricorder für 200 US-Dollar
Scanadu Scout
Tricorder für 200 US-Dollar

Der Scanadu Scout ist ein mobiles Diagnosegerät nach dem Vorbild des Tricorders aus der Star-Trek-Serie. Damit lassen sich Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und ein Elektrokardiogramm anfertigen. Das Handgerät soll 200 US-Dollar kosten.

  1. Quantified Self Alkoholmessgerät für das Smartphone
  2. WLAN-Netzwerk Cubesensors als Heimsensoren für besseres Raumklima

Sony: Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen
Sony
Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

Störfeuer von Sony: Kurz vor der Enthüllung der nächsten Xbox hat Sony ein Video veröffentlicht, das zumindest einen verschwommenen Blick auf das Gehäuse der Playstation 4 gewährt.

  1. Temash, Kabini, Richland AMDs mobile APUs von 4 bis 35 Watt sind da
  2. Electronic Arts Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"
  3. Lords of the Fallen Witcher-2- und Ankh-Macher arbeiten an Rollenspiel

Windenergie: Google kauft Hersteller von Windkraftwerken
Windenergie
Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

Google steigt in das Energiegeschäft ein: Das Unternehmen hat Makani Power gekauft, einen Hersteller von Windturbinen. Makani soll ein Teil von Googles Forschungsabteilung Google X werden.

  1. Santa Clara Google Glass wird von Foxconn in den USA hergestellt
  2. Jeff Huber Auch der Chef von Google Maps tritt zurück

Zum Artikel