Tinkerforge: Baukasten aus Open-Source-Hardware
Zwei drahtlos verbundene Brick-Stapel mit Motor und Batterie (Bild: Tinkerforge)

Tinkerforge Baukasten aus Open-Source-Hardware

Wie eine Mischung aus Lego-Technic und Mindstorm für Erwachsene wirkt der Hardwarebaukasten von Tinkerforge. Mit den kleinen Elektronikbausteinen lassen sich beliebige Geräte bauen und erweitern, vom Roboter bis zur Heimautomation. Die komplette Hardware und Software ist Open Source.

Anzeige

Das Startup Tinkerforge aus dem ostwestfälischen Stukenbrock hat eine Art Hardware-Baukastensystem entwickelt. Die unterschiedlichen Module lassen sich einfach aufeinanderstecken und durch Sensor- und Aktormodule erweitern. So lässt sich eine Fernsteuerung für die Kaffeemaschine oder ein Roboterarm entwickeln.

Die einzelnen Bausteine, Bricks genannt, haben eine Grundfläche von 4 x 4 cm. Sie sind mit einem 32-Bit-Mikrocontroller, einem USB-Port und zwei Status-LEDs ausgestattet. Bis zu acht dieser Bricks können übereinandergestapelt werden, wofür die Bausteine über entsprechende Anschlüsse verfügen. Zudem haben sie zusätzliche Anschlüsse für sogenannten Bricklets, die per Kabel oder drahtlos angeschlossen werden, um zusätzliche Funktionen hinzuzufügen.

Bricks

Tinkerforge bietet verschiedene Bricks an, die alle 4 x 4 cm in der Grundfläche messen - vom Masterbrick, über den alle anderen Bricks gesteuert werden, über den DC-Brick zur Ansteuerung eine Motors und Stepper zur Ansteuerung von Schrittmotoren bis hin zum Servo-Brick, der bis zu sieben Servos steuern kann, und dem IMU-Brick, der Sensordaten verarbeitet.

Der Master-Brick übernimmt im Normalfall auch die Stromversorgung und speist sich selbst per USB. Da große Stacks aber mehr als die darüber verfügbaren 500 mA benötigen, bietet Tinkerforge auch Power Supply Boards an. Sie haben die gleiche Größe wie Bricks und werden einfach als unterstes Element eines Stapels positioniert.

  • Tinkerforge: DC Brick mit angeschlossenem Motor und Batterien
  • Tinkerforge: DC Brick
  • Tinkerforge: IMU Brick
  • Tinkerforge: Master Brick
  • Stapel aus Tinkerforge-Bricks
  • Stapel aus Tinkerforge-Bricks
  • Tinkerforge: Master Brick
  • Tinkerforge: Master Brick
  • Tinkerforge: Servo Brick
  • Tinkerforge: Stepper Brick
  • Tinkerforge-Bricklet: Distance
  • Tinkerforge-Bricklet: Dual Relais
  • Tinkerforge-Bricklet: Joystick
  • Tinkerforge-Bricklet: LCD
  • Tinkerforge-Bricklet: linearer Poti
  • Tinkerforge-Bricklet: Temperatur
  • Tinkerforge-Bricklet: Spannung
  • Tinkerforge-Bricklet: Chibi Wireless
  • Tinkerforge-Bricklet: RS485
  • Zwei Stapel aus Tinkerforge-Bricks, die drahtlos verbunden sind
  • Tinkerforge-Bricklet: Power Supply Board
  • Zwei Tinkerforge-Stacks mit drahtloser Verbindung, externem DC-Motor, Rotary Bricklet und Batterie
Tinkerforge: Master Brick

Master-Erweiterungen

Master-Bricks können Nachrichten zwischen den einzelnen Bricks und dem PC routen, der für gewöhnlich per USB angeschlossen wird. Mit den Master-Extensions kann das Interface des Master-Bricks zudem umgeleitet werden, wobei drahtlose und drahtgebundene Erweiterungen zur Verfügung stehen. Diese Erweiterungen funktionieren transparent, es macht also keinen Unterschied, ob ein Brick direkt angesteckt oder drahtlos über eine Master-Erweiterung angebunden ist.

Bricklets

Bricklets erweitert die Funktionen der einzelnen Bricks. Es gibt viele von ihnen, darunter Bricklets, die physische Werte wie Rotation, Spannung, Ladung oder Umgebungslicht messen, aber auch solche, die Relais schalten, digitale Ein- und Ausgaben verwalten oder ein LCD ansteuern, um darauf Informationen darzustellen. Zudem bietet Tinkerforge Potis und Joysticks zur Steuerung an.

Bis zu vier solcher Bricklets lassen sich an jeden Brick anschließen. Sie werden beim Start eines Bricks automatisch erkannt. Ihre in einem Eeprom gespeicherten Plugins werden in den Flash-Speicher des Bricks kopiert, so dass die entsprechenden Funktionen vom PC aus auf dem Brick gestartet werden können.

Anders als Bricks haben Bricklets keine feste Größe und Form.

Programmierung und Steuerung

Die Module können mit einem PC, Handy oder Tablet von einem vom Anwender geschriebenen Programm gesteuert werden. Dabei ist es egal, wie sie miteinander verbunden sind, so dass ein Umbau des Systems ohne jegliche Programmcode-Änderung möglich ist.

Programmiert wird die Tinkerforge-Hardware in C, C++, C#, Java oder Python, künftig sollen auch weitere Sprachen unterstützt werden. Dazu stellt Tinkerforge ein High-Level-API zur Verfügung, über das sich die Funktionen der Bricks und Bricklets aufrufen lassen. So soll es auch ohne große Programmierkenntnisse möglich sein, Programme für die Bausteine zu entwickeln.

Wer will, kann aber auch das Low Level Programming Interface (LLPI) nutzen und die Bricks beispielsweise durch ein Arduino-Board ansprechen. Über das On Device Programming Interface (ODPI) ist es zudem möglich, eigene Firmware für die Bricks zu schreiben.

Open Source

Sowohl Hardware als auch Software des Tinkerforge-Baukastens sind Open Source: Die Software steht unter GPL, die Hardware ist unter der Cern Open Hardware Licence veröffentlicht.

Die beiden Tinkerforge-Gründer Bastian Nordmeyer und Olaf Lüke bieten ihre Bausteine in einem eigenen Onlineshop an, bis Ende 2011 noch mit zehn Prozent Rabatt. Ein Master-Brick kostet dort derzeit 26,99 Euro, die übrigen Bricks sind für 40,50 Euro zu haben. Die Bricklets kosten je nach Funktion zwischen 4,49 Euro und 17,99 Euro. Am teuersten sind der Feuchtigkeitssensor und ein LCD.


neocron 15. Dez 2011

ich bin nen nerd, und mir ist die aussprache nicht egal ... ganz im gegenteil, ich finde...

dehacker 12. Dez 2011

Das wird der NASA aber nicht gefallen :)

adsfg 12. Dez 2011

der joystick sieht mir nämlich sehr nach 'ps3 controller ausgeschlachtet aus' aus :P da...

XrAyZ 11. Dez 2011

Das geht schon, aber dann muss man selbst Hand anlegen und ein eigenes Programm für den...

original... 11. Dez 2011

Output: Slider position 0 - 100 (slider down - slider up) hoffen wir mal, dass das...

Kommentieren



Anzeige

  1. Informatiker Softwareentwicklung / Softwareingenieur (m/w)
    ratiotec GmbH & Co. KG, Essen
  2. Software-Entwickler (m/w) Fertigungsautomatisierung
    DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut
  3. Spezialist (m/w) EDV-Organisation
    Volksbank Müllheim eG, Müllheim
  4. Senior Java Software-Architekt / Entwickler (m/w)
    santix AG, München (Home-Office möglich)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Apple

    Das ist neu in iOS 8.1

  2. Same Day Delivery

    Ebay-Zustellung am selben Tag startet in Berlin

  3. Datendiebstahl

    Manipulierte Dropbox-Seiten phishen nach Mailaccounts

  4. Traktorstrahl

    Hin und zurück durch die Laserröhre

  5. Personalmarkt

    Welche IT-Fachkräfte im Jahr 73.400 Euro verdienen

  6. Wearables

    Microsofts Smartwatch soll bald kommen

  7. Eric Anholt

    Raspberry-Pi-Grafiktreiber erlaubt fast stabiles X

  8. Smartphone-Prozessor

    Der Exynos 5433 ist Samsungs erster 64-Bit-Chip

  9. Familien-Option

    Spotify lässt bis zu fünf Nutzer parallel Musik hören

  10. Prämien in Deutschland

    BSA zahlt Kopfgeld für Hinweise auf illegale Software



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Dell Latitude 12 Rugged Extreme im Test: Convertible zum Fallenlassen
Dell Latitude 12 Rugged Extreme im Test
Convertible zum Fallenlassen
  1. Lenovo Neues Thinkpad Helix wird dank Core M lüfterlos
  2. PLA, ABS und Primalloy 3D-Druckermaterial und M-Discs von Verbatim
  3. Samsung Curved Display Gebogener 21:9-Monitor für PCs

Kazam Tornado 348 ausprobiert: Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display
Kazam Tornado 348 ausprobiert
Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display

OS X 10.10: Yosemite ist da
OS X 10.10
Yosemite ist da
  1. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  2. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da
  3. Apple verkraftet Ansturm nicht OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

    •  / 
    Zum Artikel