Rage und Anno 2070
Ein weiteres Highlight im Jahresendgeschäft war das neue Spiel von id Software: Rage, das allerdings die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllte und dessen PC-Fassung direkt nach dem Start erstaunlich viele Probleme verursachte. Auch nicht ganz glücklich waren viele Tester mit Assassin's Creed Revelations. Sie hätten wohl lieber ein ganz neues Assassin's Creed gehabt, statt erneut als Ezio Auditore zu kämpfen. Die Erwartungen eher übertroffen hat Sony mit seinem PS3-exklusiven Uncharted 3, das packende Abenteuer mit der Hauptfigur Nathan Drake bot. Und auch Anno 2070 konnte mit dem für die Serie ungewohnten Zukunftsszenario und viel Spieltiefe punkten.
Der Überflieger im Jahresendgeschäft dürfte aber The Elder Scrolls 5: Skyrim sein. Das Rollenspiel von Bethesda Softworks begeisterte mit Spieltiefe und -menge, denn wer sich durch Massen an Quests und Höhlen kämpft, ist locker ein paar Dutzend Stunden beschäftigt. Daran, dass der Titel sich hervorhebt, änderte auch der erste Patch nichts, der auf einigen Systemen Drachen rückwärts fliegen ließ.
Spyware Origin?
Wenn die Spieleszene im Frühjahr durch Geohot und den Hack des Playstation 3 geprägt war, so entfachte im letzten Quartal die Zusatzsoftware Origin Diskussionen. Die musste der Spieler für Fifa 12 zwingend installieren, vor allem aber für Battlefield 3. Blöderweise war - und ist teilweise - nicht ganz klar, was die Software so alles anstellt. Dient sie tatsächlich als Kopierschutz, was auch vielen Spielern nicht passt? Oder handelt es sich um eine Spyware, mit der Electronic Arts die Kundschaft ausschnüffelt? Auch ein runder Tisch bei dem Publisher brachte keine endgültige Klärung, das Thema dürfte auch 2012 wieder eine Rolle spielen.
Was sonst noch war
Die beiden großen Spielemessen 2011 waren weitgehend erfolgreich. Die E3 im Juni verlief ohne ganz große Überraschungen - von der Wii U vielleicht mal abgesehen. Die Gamescom 2011 in Köln schaffte im dritten Jahr einen Besucherrekord, der eigentliche Skandal fand aber mit leichter Verspätung statt: Ein Bericht von RTL verunglimpfte den typischen Besucher pauschal als ebenso übelriechenden wie gewaltbereiten Trottel.
Ganz große Unternehmenspleiten gab es 2011 nicht. Im deutschsprachigen Raum war die Insolvenz von Jowood der größte, aber schon im Vorfeld absehbare Fall.
Für die Ende 2010 veröffentlichte Kinect gab es im Jahresverlauf neben offizieller Treiberunterstützung auch jede Menge mal mehr, mal weniger sinnvolle neue Anwendungen - ein Bastler hat es sogar geschafft, die Bewegungssteuerung von Microsoft auf der Playstation 3 von Sony zum Laufen zu bringen. Von dessen Konkurrenzsystem Move war im Laufe des Jahres übrigens erstaunlich wenig zu hören.
Browser-, Mobile- und Socialgames
Nicht ganz klar ist, wie sich die Welt der Browsergames weiterentwickeln wird. Die einstige Branchengröße Gameforge musste gegen Ende 2011 unerwartet Probleme vermelden und Mitarbeiter entlassen, andere Unternehmen wie Bigpoint, Travian Games oder Gamigo scheinen aber weiter zu wachsen - wirklich in die Karten schauen lassen sie sich allerdings nicht. Zynga hat den Sprung an die Börse geschafft, der Berliner Mittelständler Wooga folgt dem milliardenschweren Konkurrenten erstaunlich dicht.
Und trotzdem könnten alle von einem weiteren Mitbewerber überholt werden: Ende 2011 veröffentlichte Onlive eine App für Smartphones und Tablets, mit der sich ein erstaunlich großer Teil der aufwendigen PC- und Konsolenspiele dank Streaming einfach so auch unterwegs spielen lässt. In Deutschland dürfte das System 2012 an den Start gehen. Das wird spannend - 2011 verlief schließlich auch ganz anders als gedacht.
| Kampf der Kriegsspiele |







http://www.youtube.com/watch?v=vSQmAxS5zTs wahnsinn was da alles möglich ist :(
Ich denke ich hab mir einfach was anderes vorgestellt als ein Splinter-Cell remake...
vergessen
Natürlich sind die Raubmordkopierer sind schuld!
Und trotzdem hats mehr Spaß gemacht als alle CoDs und Crysisse zusammen.
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