Seti: Radioteleskop ATA belauscht Kepler
Lauscht wieder nach fremden Signalen: Allen Telescope Array (Bild: Seth Shostak/Seti)

Seti Radioteleskop ATA belauscht Kepler

Genau zum Zeitpunkt der Entdeckung des Exoplaneten Kepler 22b hat das Seti-Projekt das Radioteleskop Allen Telescope Array wieder in Betrieb genommen. Es wird jetzt wieder nach Funksignalen von diesem sowie von über 2.000 weiteren Exoplaneten Ausschau halten.

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Das Radioteleskop Allen Telescope Array (ATA) hat seine Arbeit wieder aufgenommen - genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die Nasa die Entdeckung eines erdähnlichen Exoplaneten bekanntgegeben hat. ATA war im April 2011 stillgelegt worden, nachdem der US-Bundesstaat Kalifornien seine Finanzhilfe an das Projekt Search for Extraterrestrial Intelligence (Seti) einstellen musste.

Zu lauschen gibt es für Seti genug: 2.326 Planetenkandidaten stehen zur Auswahl, die das Weltraumteleskop Kepler in den vergangenen anderthalb Jahren gefunden hat. Allein seit Anfang des Jahres haben Wissenschaftler knapp 1.100 neue ausgemacht.

Kepler 22b

Der vielversprechendste ist der gerade ausgemachte Exoplanet Kepler 22b. Er befindet sich in der sogenannten habitablen Zone. Das bedeutet, er ist so weit von seinem Stern entfernt, dass auf ihm Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen. So könnte Wasser in flüssigem Zustand vorkommen. Die Temperatur auf Kepler 22b soll angenehme 22 Grad betragen.

"Das ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für Seti-Beobachtungen", sagte Jill Tarter, Leiterin des Center for Seti Research am Seti Institute. Es sei das erste Mal, dass das Seti-Projekt seine Teleskope auf Sterne in dem Wissen richten könne, dass um diese tatsächlich Planeten kreisen - allen voran Kepler 22b."Das ist die Art von Welten, die Heimat für eine Zivilisation sein können, die in der Lage ist, Radiosender zu bauen."

Spender und Luftwaffe

Ermöglicht haben den Neustart die US-Luftwaffe und rund 2.700 Spender, die einem Spendenaufruf von Seti über das Internet gefolgt sind. Dazu gehörte auch die Schauspielerin Jodie Foster, die 1997 die Hauptrolle in dem Film Contact spielte. Die Figur war von Tarter inspiriert. Insgesamt kamen 232.155 US-Dollar zusammen. Den größten Teil der Finanzierung wird aber die US-Luftwaffe übernehmen. Sie will ATA dafür nutzen, Weltraumschrott aufzuspüren, der Satelliten beschädigen kann.

Das ATA-Radioteleskop liegt im Norden Kaliforniens, etwa 450 Kilometer nordöstlich von San Francisco, auf etwa 1.280 Metern. Es ist nach dem Microsoft-Gründer Paul Allen benannt, der 2004 mit einer Millionenspende den Bau der Anlage ermöglichte. Derzeit besteht sie aus 42 Antennen. Geplant war, die Anlage auf 350 Antennen auszubauen.


Schiwi 12. Dez 2011

Ja klar, aber WIR waren noch im Mittelalter. Ich will ja bloß darauf hinaus, das die...

Tantalus 09. Dez 2011

"Welche Bedingungen auf dem Exoplaneten herrschen, ob es ein Gasplanet ist, ein...

Anonymer Nutzer 09. Dez 2011

Du meinst wohl eher die CDU/CSU. Die SPD tut wenigstens so, als hätten sie Bedenken bei...

lemmer 08. Dez 2011

Ich konnte auf die Schnelle nichts dazu finden.

Kommentieren


farbenreiches / 14. Dez 2011

SETI nutzt Keplers-Daten



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