Exoplanet Kepler 22b könnte bewohnbar sein

Wissenschaftler haben einen Exoplaneten ausgemacht, dessen Größe und Temperatur die Bedingungen für die Entwicklung von Leben bieten. Kepler 22b heißt der Planet, der etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt ist.

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Das Weltraumteleskop Kepler hat einen Exoplaneten entdeckt, der möglicherweise bewohnbar ist. Zwar hat das Teleskop schon über 2.000 mögliche Planeten entdeckt. Kepler 22b ist aber der erste, der in einer habitablen Zone liegt. Das bedeutet, seine Entfernung zum nächsten Stern schafft auf dem Planet Bedingungen, die Leben ermöglichen.

Kepler 22b ist etwa 2,4-mal größer als die Erde. Er kreist um einen Stern der Klasse G, zu der auch die Sonne gehört. Es ist ein G5-Stern, das bedeutet, er ist etwas kleiner als die Sonne, ein G2-Stern, und deshalb auch weniger hell. Damit auf dem Exoplaneten Temperaturen herrschen, bei denen sich Leben entwickeln kann, muss er entsprechend näher an seinem Stern sein als die Erde an der Sonne.

Wohltemperiert

Die Entfernung von Kepler 22b zu seinem Stern ist etwa 15 Prozent geringer als die von der Erde zur Sonne. Deshalb ist auch ein Jahr auf dem Planeten kürzer als ein Erdjahr. Er umkreist den Stern in 290 Tagen. Auf dem Planeten herrscht eine Temperatur von etwa 22 Grad, es kann dort also Wasser in flüssigem Zustand geben, das für Leben, wie wir es kennen, unerlässlich ist.

Welche Bedingungen auf dem Exoplaneten herrschen, ob es ein Gasplanet ist, ein Gesteinsplanet wie die Erde oder ein Ozeanplanet, ist noch unklar. Er befindet sich in Richtung der Sternbilder Leier und Schwan. In astronomischen Dimensionen gesehen, liegt er ganz in der Nähe: Etwa 600 Lichtjahre trennen die Erde von Kepler 22b.

Gasplaneten in der habitablen Zone

Kepler 22b ist nicht der erste Planet in der sogenannten habitablen Zone: Von rund 1.200 Kandidaten, die als Exoplaneten infrage kommen, befinden sich knapp 50 in diesem Bereich. Die anderen sind aber alle riesige Gasplaneten, vergleichbar etwa mit dem Jupiter, auf denen sich kein Leben entwickeln kann.

Kepler 22b ist also der erste Planet, den Wissenschaftler entdeckt haben, der eine Supererde sein kann. "Diese Entdeckung nährt die wachsende Überzeugung, dass das Universum voller Leben ist", kommentierte Alan Boss von der Carnegie Institution for Science, einer der Entdecker von Kepler 22b, den Fund. "Kepler ist drauf und dran, das wahre Ausmaß an bewohnbaren, erdähnlichen Planeten in unserer Galaxie zu enthüllen."

Periodensystem für Exoplaneten

Zusammen mit der Bekanntgabe des Fundes hat das Planetary Habitability Laboratory (PHL) an der Universität von Puerto Rico in Arecibo eine neue Datenbank für mögliche bewohnbare Planeten angekündigt, den Habitable Exoplanets Catalog (HEC). Die Datenbank kategorisiert Exoplaneten nach verschiedenen Kriterien wie etwa Masse oder Temperatur, die auf Leben hinweisen können. Sie soll eine Art Periodensystem für Exoplaneten darstellen.

Derzeit sind im HEC 15 Exoplaneten und 30 Exomonde erfasst, die in den vergangenen 20 Jahren gefunden wurden. Insgesamt haben die Wissenschaftler bislang 2.326 Planetenkandidaten ausgemacht. 1.094 von ihnen sind seit Anfang des Jahres dazugekommen.


aha47 22. Dez 2011

Das hat mit E = mc^2 nichts zu tun. Bitte Physikbücher auch mal lesen und nicht nur vor...

mpathy 17. Dez 2011

Naja zumindest denke ich auch, das sie ordentlicher Raumschiffe hinbekommen - bis unsere...

irata 13. Dez 2011

Wobei der eine seinerzeit ein mächtiger Herrscher war mit entsprechenden...

dbettac 10. Dez 2011

der mars hat nicht genug masse, um eine _für_uns_ ausreichende atmosphäre zu halten...

Schiwi 10. Dez 2011

Warscheinlich schon, aber immer noch langsamer als mit dem unendlichen...

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