Christian Ude fordert den Einsatz freier Software auf EU-Ebene.
Christian Ude fordert den Einsatz freier Software auf EU-Ebene. (Bild: SPD in Niedersachsen/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Open Source Münchner OB fordert offene IT-Standards in der EU

In einem Brief an die EU-Kommissarin für Digitale Agenda Neelie Kroes fordert der Oberbürgermeister von München eine stärkere Nutzung freier Software. Vor allem freie Office-Formate erleichterten die Kommunikation zwischen den Behörden.

Anzeige

Der Münchner Oberbürgermeister und Vorsitzende des Städtetages, Christian Ude, fordert die EU-Kommissarin für Digitale Agenda, Neelie Kroes, in einem Brief (PDF) auf, sich "für die Verbreitung von 'Offenen Standards' in der Bürokommunikation und 'Freier und quelloffener Software' einzusetzen". Insbesondere solle sich Kroes "für eine verpflichtende Nutzung von 'Offenen Standards' in öffentlichen Einrichtungen in der Europäischen Union (EU) verwenden".

Unter dem SPD-Politiker Ude entschloss sich der Stadtrat für eine komplette Migration der IT-Infrastruktur Münchens zu freier Software, soweit dies möglich ist. Im Rahmen des Limux-Projektes werden so bis 2013 voraussichtlich 12.000 Rechner auf Linux umgestellt.

Alternative Office-Pakete

Für den Umstieg auf freie Software seien zunächst zwei Maßnahmen auf EU-Ebene nötig. So sei es "wünschenswert, dass alle Dokumentvorlagen sowohl in MS-Office-Formaten als auch in Open-Dokument-Formaten angeboten werden." Darüber hinaus "sollen alle Präsentationsnotebooks im Bereich der EU-Organisationen und Netzwerke beziehungsweise der EU-Projekte alternativ zu MS-Office auch mit Openoffice beziehungsweise Libreoffice ausgestattet werden."

Die Verwendung offener "Standards würde die Zusammenarbeit von Behörden in Europa erheblich vereinfachen und damit zur Arbeitserleichterung sowie zu Kosteneinsparungen beitragen." Die "ausschließliche Nutzung von Microsoft-Office-Versionen" in einigen EU-Behörden verhindere das jedoch.

Nicht nur Arbeitserleichterung

Die Verwendung von freien Dokumentformaten sorgt aber nicht nur für weniger Arbeitsaufwand und senkt Kosten. So gefährde auch "die Vielfalt der Dokumentenformate von Office-Paketen (...) die langfristige Lesbarkeit von Unterlagen." Gemeinsam mit dem Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia soll sich Kroes auch für "den Einsatz 'freier und quelloffener Software' in öffentlichen Einrichtungen" engagieren, "damit öffentliches Wissen auch zukünftig öffentlich zugänglich bleibt."

Im Jahr 2008 hatte sich Ude bereits für offene Standards ausgesprochen. Auch EU-Wettbewerbskommissarin Kroes hatte damals die Nutzung offener Standards durch Unternehmen ausdrücklich begrüßt. Sie betonte die Rolle der Wettbewerbshüter bei der Kontrolle proprietärer Standards.


Kommentieren



Anzeige

  1. Traineeprogramm mit dem Schwerpunkt IT
    EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
  2. Applikationsspezialist (m/w) SharePoint
    Dürr IT Service GmbH, Bietigheim-Bissingen
  3. Consultant - Rollout eines CMS (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart
  4. eBusiness Engineer (m/w) - Connected Services
    Robert Bosch GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. Wolfenstein: The Old Blood
    19,99€ (Release 08.05.)
  2. Retail-Spiele mit GOG in DRM-freie Version umwandeln
  3. VORBESTELLBAR: LEGO Dimensions
    Release 01.10.

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Star Wars Battlefront

    Planetenkampf vor dem Erwachen der Macht

  2. Geodaten

    200 Beschäftigte verpixelten Google-Street-View-Häuser

  3. Windkraftwerke

    Kletterroboter überprüft Windräder

  4. Inside Abbey Road

    Mit Google durch das berühmteste Musikstudio der Welt

  5. ÖBB

    WLAN im Spaceshuttle einfacher zu machen als im Zug

  6. Google

    Chrome unterstützt Windows XP bis Ende 2015

  7. Kernel

    GNU Hurd 0.6 erschienen

  8. Highway Star

    Wikos Alu-Smartphone kostet 370 Euro

  9. MM1

    VR-Stuhl mit Fünf-Punkte-Gurt

  10. Linux 4.0

    Fedora wird Live-Patching vorerst nicht nutzen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



P8 im Hands On: Huawei setzt auf die Kamera
P8 im Hands On
Huawei setzt auf die Kamera
  1. Huawei P8 Max Riesen-Smartphone mit 6,8-Zoll-Display kostet 550 Euro
  2. Netzwerk und Smartphone Huawei verdient 4,5 Milliarden US-Dollar
  3. Neue Kirin-Prozessoren Nächstes Google Nexus soll von Huawei kommen

Vorratsdatenspeicherung: Das erste Placebo mit Nebenwirkungen
Vorratsdatenspeicherung
Das erste Placebo mit Nebenwirkungen
  1. Überwachung Telekom begrüßt Speicherdauer der Vorratsdatenspeicherung
  2. Vorratsdatenspeicherung Regierung will Verkehrsdaten zehn Wochen lang speichern
  3. Asyl für Snowden Bundesregierung bestreitet Drohungen der USA

Vindskip: Das Schiff der Zukunft segelt hart am Wind
Vindskip
Das Schiff der Zukunft segelt hart am Wind
  1. Volvo Lifepaint Reflektorfarbe aus der Dose schützt Radfahrer
  2. Munin Moderne Geisterschiffe brauchen keinen Steuermann
  3. Globales Transportnetz China will längsten Tunnel am Meeresgrund bauen

  1. Re: Eigentlich kann man mit diesem Quatsch mal...

    rj.45 | 04:28

  2. Re: In Deutschland: ICE mit 80kmh.

    Onkel Ho | 04:07

  3. Re: Geschwindigkeit im Video nur ~200km/h

    das_mav | 03:37

  4. Ist auch die Frage inwieweit die Quelle des Auto...

    MarioWario | 03:31

  5. Re: Auch für Nexus 4!

    Tzven | 03:29


  1. 20:53

  2. 19:22

  3. 18:52

  4. 16:49

  5. 16:35

  6. 15:14

  7. 14:53

  8. 14:43


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel