Schwarmroboter: Kilobots gehen in die Serienfertigung
Kilobot: ein Schwarm aus 1.000 kleinen Robotern (Bild: Michael Rubenstein)

Schwarmroboter Kilobots gehen in die Serienfertigung

Kilobots sind kleine, günstige Roboter, an denen Forscher Algorithmen für größere Schwarmroboter testen können. Ein Schweizer Unternehmen wird die an der Harvard-Universität entwickelten Miniroboter in Serie herstellen.

Anzeige

Der Name ist etwas irreführend: Kilobot heißt ein kleiner Roboter, den Wissenschaftler an der Harvard-Universität entwickelt haben. Es braucht aber viele der dreibeinigen Schwarmroboter, um ein Kilogramm vollzubekommen. Ein Schweizer Unternehmen hat die Lizenz erhalten, die Roboter in Serie zu fertigen.

Schwarm aus 1.000 Robotern

Entwickelt wurden die Schwarmroboter von einem Forscherteam um Radhika Nagpal von der Self-Organizing Systems Research Group an der Harvard-Universität in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Zweck des einfachen und günstig herzustellenden Roboters ist, Schwarmalgorithmen zu testen, die später in größere Roboter implementiert werden. Auf den Schwarm rekurriert auch der Name: Er bezeichnet das Ziel der Entwickler, schnell und einfach einen Schwarm aus 1.000 Robotern aufzubauen.

Ein Kilobot hat einen Durchmesser von 33 Millimetern und ist mit seinen drei starren Füßen 34 Millimeter hoch. Die Füße selbst sind etwa 20 Millimeter lang. Der Roboter verfügt über eine kleine Hauptplatine mit einem Atmega-328-Mikroprozessor mit einer Taktrate von 8 MHz, der den Roboter steuert. Als Arbeitsspeicher stehen 2 KByte SRAM zur Verfügung, als Datenspeicher 32 KByte sowie 1 KByte EEPROM.

Zwei Vibrationsmotoren

Der Roboter bewegt sich mit Hilfe von zwei Vibrationsmotoren, die unabhängig voneinander angesteuert werden können. Ein Kilobot verfügt noch über eine RGB-Leuchtdiode. Mit Energie versorgt wird der Kilobot von einem kleinen, runden Lithium-Ionen-Akku, der den Roboter etwa drei Stunden lang antreiben kann.

Um gemeinsam agieren zu können, müssen die Kilobots miteinander kommunizieren. Dafür verfügen sie über eine Infrarotsende- und -empfangseinheit an der Unterseite. Der Infrarotstrahl wird dabei über die Oberfläche, auf der der Kilobot steht, reflektiert. Die Reichweite beträgt etwa 7 Zentimeter. Wenn die Roboter eine Aufgabe haben, koordinieren sie sich auf diese Weise ohne Eingriff von außen.

Schweizer Hersteller

Hergestellt werden die Kilobots vom Unternehmen K-Team, das in Yverdon-les-Bains im Schweizer Kanton Waadt nahe Lausanne ansässig ist. Zu welchem Preis die Roboter auf den Markt kommen werden, steht noch nicht fest. Sehr teuer können sie aber nicht sein: Ein Kilobot besteht nach Angaben der Entwickler aus Komponenten im Wert von etwa 14 US-Dollar.

K-Team baut auch die Schwarmroboter Khepera, die an der Eidgenössischen Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne (EPFL) entwickelt wurden.


akbalikR 29. Nov 2011

Wenn man ein Schwarm mit Algorhytmen in bewegung setzt, ist es doch so das neue...

omo 29. Nov 2011

Warum nicht gleich mit Nanobots Versuchstiere infizieren? Das brauchen wir, um mal nicht...

Kommentieren


BotRoom.com - Haushaltsroboter und mehr / 21. Dez 2011

Kilobots: Günstige Schwarmroboter



Anzeige

  1. Qualitätsmanager (m/w) für unsere Kundenprojekte
    Lufthansa Systems AS GmbH, Frankfurt am Main oder Hamburg
  2. Leiter Delivery IT Services (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, München, Frankfurt/Main, Hamburg oder Berlin
  3. Data Configuration Manager (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  4. Entwicklungsingenieur Ethernet-Kommunikation (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Sindelfingen bei Stuttgart (Home-Office möglich)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. O2

    Neue Prepaid-Tarife erlauben Datenmitnahme in den Folgemonat

  2. Freie .Net-Implementierung

    Mono soll schneller werden

  3. Oneplus One

    Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt

  4. Eric Anholt

    Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

  5. Teilchenbeschleuniger

    China will Higgs-Fabrik bauen

  6. Europäische Zentralbank

    20.000 Kontaktdaten von Internetserver geklaut

  7. Krise

    Ryse-Producer wendet sich von Crytek ab

  8. Luftverkehr

    Innenministerium will Laserpointer als Waffen einstufen

  9. Überwachungssoftware

    Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner

  10. Google Maps

    Neue Entdecken-Funktion zeigt Umgebungshighlights an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  2. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit
  3. Datenübertragung Smartphone-Kompass spielt Musik durch Magnetkraft

Nvidia Shield Tablet ausprobiert: Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller
Nvidia Shield Tablet ausprobiert
Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller
  1. Tegra K1 Start von Nvidias Shield Tablet zeichnet sich ab
  2. GM200 und GM204 Nvidias große Maxwell-GPUs zeigen sich beim Zoll
  3. Dual-GPU-Grafikkarte EVGA macht Titan-Z schmaler und leiser als Nvidia

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel