Abo
  • Services:
Anzeige
Jan Delay
Jan Delay (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Jan Delay: "Nutzt Filesharing und lasst euch nicht erwischen"

Jan Delay
Jan Delay (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Abmahnanwälte und Plattenfirmen seien "miese Schweine", die P2P-Filesharer verfolgen und die Bußgelder in Milliardenhöhe nicht einmal mit den Musikern teilen, meint der Hip-Hop-Musiker Jan Delay.

Jan Delay hat sich bei Facebook mit deutlichen Worten gegen die Abmahnindustrie und für illegalen Musiktausch ausgesprochen. Der Hip-Hop-Musiker, der mit bürgerlichem Namen Jan Phillip Eißfeldt heißt, erklärte: "Windige Anwälte beschäftigen Billiglöhner, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als IP-Adressen von illegalen Saugern aufzuschreiben, um diese mit einem Bußgeldbescheid von durchschnittlich 1.500 Euro abzumahnen und mit Gerichtsverfahren zu drohen, falls nicht gezahlt wird."

Anzeige

Die Summe von 1,2 Milliarden Euro werde, so Delay, unter den Anwälten und den Plattenfirmen aufgeteilt. "Die Künstler sehen davon nix! Das sind alles miese Schweine."

Neelie Kroes, EU-Kommissionsvizechefin und zuständig für die Digitale Agenda, hatte am 19. November 2011 gesagt, dass die Bürger zunehmend das Wort Urheberrecht und alles, was dahintersteckt, hassen würden. Doch die Masse der Einnahmen der Medien- und Kulturindustrie komme nicht bei den Kreativen an. Junge Künstler müssten oft von 1.000 Euro im Monat leben. 97,5 Prozent der Mitglieder einer großen Verwertungsgesellschaft in Europa erhielten unter 1.000 Euro im Monat für ihre urheberrechtlich geschützten Werke. Und nur wenige Künstler verdienten wirklich viel Geld. Der Facebook-Beitrag von Jan Delay wurde über 3.000-mal geteilt und fast 7.000 Menschen klickten den Like-Button.

Von der starken Reaktion überrascht relativierte der Künstler jedoch seine Aussagen wenig später: "Ich rufe nicht dazu auf, grundsätzlich Musik zu klauen. Ich rufe dazu auf, sich nicht beim Saugen von schlechter - oder ohne Herzblut gemachter Musik, erwischen zu lassen, und ich rufe dazu auf, Künstler, die man gut findet, zu unterstützen und ihre Musik zu kaufen."

Universal Music Group habe ihn als Reaktion auf seinen Facebook-Beitrag darauf hingewiesen, dass bei seiner letzten Abrechnung auch ein nicht geringer Betrag von Erlösen der Abmahnindustrie stamme. "Dieses eklige Kriegsgewinnergeld will ich aber gar nicht haben. Ich werde das komplett spenden, auch in Zukunft", erklärte Delay. Musiker sollten dazu übergehen, ihre Arbeiten selbst zu verkaufen. Konsumenten sollten die Musik kaufen, die sie gut finden und schätzen.

Gema, Künstler und Musikindustrie sollten sich an einen Tisch setzen und erreichen, dass deutsche Major-Videos wieder auf Youtube verfügbar seien.


eye home zur Startseite
Mr.Bastel 14. Apr 2014

der ist mit seinem nasalen Gesinge nicht einmal mehr verständlich. jeder Idiot der aus...

janik 21. Dez 2011

Och, er hat das halt so daher gesagt. Und da gibt sicher schlechtere Musik als seine...

Endwickler 30. Nov 2011

Wieso sollte ich etwas bezahlen, was ich nicht mag und auch nicht hören mag? Sind die...

Trollversteher 30. Nov 2011

Hat er sehr wohl, denn die GEMA geht tatsächlich bei einem deutschen Künstler erst mal...

GeroflterCopter 30. Nov 2011

Würde ich nicht so sagen. Das meiste was es bei Beatport gibt, gibts wenn dann nur in...




Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bremer Rechenzentrum GmbH, Bremen
  2. AVAT Automation GmbH, Tübingen
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
  4. LEITWERK AG, Appenweier, Freiburg oder Karlsruhe


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 299,00€
  2. 349,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Besucher können die Hololens im Kennedy Space Center nutzen

  2. MacOS 10.12

    Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra

  3. IOS 10.0.2

    Apple beseitigt Ausfälle der Lightning-Audio-Kontrollen

  4. Galaxy Note 7

    Samsung tauscht das Smartphone vor der Haustür aus

  5. Falcon-9-Explosion

    SpaceX grenzt Explosionsursache ein

  6. Die Woche im Video

    Schneewittchen und das iPhone 7

  7. 950 Euro

    Abmahnwelle zu Pornofilm-Filesharing von Betrügern

  8. Jailbreak

    19-Jähriger will iPhone-7-Exploit für sich behalten

  9. Alle drei Netze

    Ericsson und Icomera bauen besseres Bahn-WLAN

  10. Oculus Rift

    Palmer Luckey im Netz als Trump-Unterstützer geoutet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oliver Stones Film Snowden: Schneewittchen und die nationale Sicherheit
Oliver Stones Film Snowden
Schneewittchen und die nationale Sicherheit
  1. US-Experten im Bundestag Gegen Überwachung helfen keine Gesetze
  2. Neues BND-Gesetz Eco warnt vor unkontrolliertem Zugriff auf deutschen Traffic
  3. Datenschützerin Voßhoff Geheimbericht wirft BND schwere Gesetzesverstöße vor

Fitbit Charge 2 im Test: Fitness mit Herzschlag und Klopfgehäuse
Fitbit Charge 2 im Test
Fitness mit Herzschlag und Klopfgehäuse
  1. Fitbit Ausatmen mit dem Charge 2
  2. Polar M600 Sechs LEDs für eine Pulsmessung
  3. Xiaomi Mi Band 2 im Hands on Fitness-Preisbrecher mit Hack-App

Osmo Mobile im Test: Hollywood fürs Smartphone
Osmo Mobile im Test
Hollywood fürs Smartphone
  1. Osmo Mobile DJI präsentiert Gimbal fürs Smartphone
  2. Hasselblad DJI hebt mit 50-Megapixel-Luftbildkamera ab
  3. DJI Flugverbotszonen in Drohnensoftware lassen sich ausschalten

  1. Re: "Und geschockt, was neue Dateifunktionen auf...

    FreiGeistler | 00:15

  2. Re: macOS ist fertig

    FreiGeistler | 00:04

  3. Re: 40 Millionen Kunden ohne LTE1800?

    ICH_DU | 24.09. 22:38

  4. Re: O2 läuft prima

    ICH_DU | 24.09. 22:37

  5. Re: Mein Sennheiser mit Audio Jack/Klinke

    unbuntu | 24.09. 22:32


  1. 12:51

  2. 11:50

  3. 11:30

  4. 11:13

  5. 11:03

  6. 09:00

  7. 18:52

  8. 17:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel