Ubuntu: Popularität bei Distrowatch sinkt weiter
Ubuntu büßt wohlmöglich seine Popularität wegen Kritik an Unity ein. (Bild: Canonical)

Ubuntu Popularität bei Distrowatch sinkt weiter

Ubuntu fällt in der Liste der beliebtesten Distributionen bei Distrowatch weiter ab. Linux Mint mit seiner klassischen Gnome-Oberfläche steigt auf Platz 1. Schuld daran soll die massive Kritik an der Benutzeroberfläche Unity sein.

Anzeige

In der Rangliste der populärsten Linux-Distributionen bei Distrowatch ist Ubuntu mittlerweile auf Platz 4 gefallen. Einige Zeit hielt die Distribution Platz 1 und war in den letzten Jahren fast immer unter den ersten drei Plätzen. Rang 1 hat sich nun Linux Mint ergattert. Linux Mint ist ein Ubuntu-Derivat, das auf die klassische Benutzeroberfläche von Gnome 2 setzt. Der Platzwechsel ist Anlass für Spekulationen: Schuld soll die massive Ablehnung der Benutzer von Unity sein. Mark Shuttleworth verteidigt in einem Interview hingegen Unity als zukunftsweisend.

Das Ranking bei Distrowatch ist nicht unbedingt maßgeblich. Gezählt werden die Klicks auf die Beschreibungsseiten der einzelnen Linux-Distributionen, nicht die eigentlichen Installationen. Zuverlässige Zahlen über die Verbreitung individueller Distributionen gibt es nicht.

Ubuntu auf Platz 4 bei Distrowatch

Die Webseite Royal Pingdom hat die Rankings der vergangenen zwölf Monate bei Distrowatch analysiert. Außerdem wurden Zahlen aus Google Trends hinzugezogen. Sie sollen zeigen, dass Linux Mint in den vergangenen Monaten zugelegt hat - in Klickzahlen wohlgemerkt. Auch Fedora, das inzwischen standardmäßig die ebenfalls viel kritisierte Benutzeroberfläche Gnome 3 einsetzt, fiel laut Royal Pingdom von 25 Prozent vor einem Jahr auf 14 Prozent im vergangenen Monat.

Auch wenn die Zahlen mit Vorsicht analysiert werden müssen, zeigen sie doch einen Trend: Die beiden neuen Benutzeroberflächen Gnome 3 und Unity sind bei Anwendern nicht besonders beliebt. Das wird auch im Golem.de-Forum deutlich.

Anwender bleiben bei Gnome 2

Das Linux-Mint-Team setzt bei seinem Ubuntu-Derivat auf das traditionelle Look-and-Feel der Gnome-2-Benutzeroberfläche. Die Mint-Entwickler sind sich aber auch bewusst, dass aus technologischer Sicht über kurz oder lang kein Weg an Gnome 3 vorbeiführt. Das heißt für die Entwickler aber nicht, dass "sie die Art und Weise, wie Nutzer mit Desktops umgehen, ändern müssen". Sie stellten sich vielmehr die Frage, wie es ermöglicht werden könnte, dass Nutzer auch Gnome 3 mögen. Die Mint Gnome Shell Extensions (MGSE) sollen alles enthalten, was der Gnome-Shell nach Meinung der Entwickler fehlt.

Hauptkritikpunkt der Benutzer sind die fehlenden Einstellungsmöglichkeiten in beiden Benutzeroberflächen.

Shuttleworth verteidigt Unity

Canonical-Gründer Mark Shuttleworth hat sich in einem Interview zu der Kritik der Benutzer geäußert. Sie stelle oftmals zwei diametrale Ansichten dar, die Canonical nicht gleichzeitig umsetzen könne, ohne seine Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. "Benutzer wollen eine zukunftsorientierte Plattform und nicht etwa eine aus der Vergangenheit, und daran arbeiten wir", sagte Shuttleworth. Allerdings gebe es auch berechtigte Kritik, auf die die Canonical-Entwickler eingehen wollten. Um welche Kritikpunkte es sich konkret handelt, ließ er offen.


SSD 10. Mär 2012

Eben nicht, es kann eben eine Mehrfachauswahl mit Shift und ein Wischen für Tablets...

Der Kaiser! 08. Mär 2012

Also soviel anders sieht das heute auch nicht aus. Würde es soviel anders aussehen, gäbs...

Der Kaiser! 08. Mär 2012

Wer kommt denn auf sowas? o.O

Der Kaiser! 08. Mär 2012

Der Kaiser! 08. Mär 2012

Korrekt.

Kommentieren


ComputerBase / 24. Nov 2011

Ubuntu verliert zahlreiche Nutzer



Anzeige

  1. Java Software Developer (m/w)
    afb Application Services AG, München
  2. Professional Services Consultant (m/w)
    NetApp Deutschland GmbH, Hamburg
  3. Mitarbeiter (m/w) Organisation und IT
    Johann Grohmann GmbH & Co. KG, Bisingen
  4. Anwendungsentwickler (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Schnell, aber ungenau

    Roboter springt im Explosionsschritt

  2. Urteil

    Foxconn-Arbeiter wegen iPhone-6-Diebstahl verhaftet

  3. Weniger Consumer-Notebooks

    Toshiba baut 900 Arbeitsplätze in der PC-Sparte ab

  4. XSS

    Cross-Site-Scripting über DNS-Records

  5. Venue 8 7000

    6-mm-Tablet wird mit Dell Cast zum Desktop

  6. HTML5-Videostreaming

    Netflix arbeitet an Linux-Unterstützung

  7. iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test

    Aus klein mach groß und größer

  8. Cloudflare

    TLS-Verbindungen ohne Schlüssel sollen Banken schützen

  9. Kein britisches Modell

    Medienrat will Pornofilter ohne Voraktivierung

  10. Telecom Billing

    Bundesnetzagentur schaltet eine SMS-Abzocke ab



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IMHO: Microsoft kauft sich einen Markt mit Klötzchen
IMHO
Microsoft kauft sich einen Markt mit Klötzchen
  1. Minecraft Microsoft kauft Mojang
  2. Minecraft Microsoft will offenbar Mojang kaufen
  3. Minecraft New-Gen-Klötzchenwelt mit 1080p und 60 fps

Netflix-Start in Deutschland: Der Kampf um den Video-on-Demand-Markt
Netflix-Start in Deutschland
Der Kampf um den Video-on-Demand-Markt

Alcatel Onetouch Fire E im Kurztest: Gutes Gehäuse, träges Betriebssystem
Alcatel Onetouch Fire E im Kurztest
Gutes Gehäuse, träges Betriebssystem
  1. Firefox-Nightly Web-IDE von Mozilla zum Testen bereit

    •  / 
    Zum Artikel