Abo
  • Services:
Anzeige
Der Graph zeigt die Verbindungen zwischen Fedora-Paketen.
Der Graph zeigt die Verbindungen zwischen Fedora-Paketen. (Bild: Silvio Cesare - foocodechu.com)

Bibliotheken: Automatische Fehlersuche in Linux-Systemen

Der Graph zeigt die Verbindungen zwischen Fedora-Paketen.
Der Graph zeigt die Verbindungen zwischen Fedora-Paketen. (Bild: Silvio Cesare - foocodechu.com)

Der Informatiker Silvio Cesare entwickelt ein System zum Auffinden von unter Linux eingebundenen Bibliotheken. Diese werden dann automatisch nach bekannten Sicherheitslücken und Fehlern durchsucht.

Der australische Informatiker Silvio Cesare hat ein Werkzeug vorgestellt, das automatisch Fehler in eingebundenen Bibliotheken eines Linux-Systems aufspürt, berichtet das SC Magazine. Cesare stellte seine Implementierung und theoretischen Überlegungen auf der Sicherheitskonferenz Ruxcon 2011 in Melbourne vor und veröffentlichte seine Präsentation.

Anzeige

Eingebundene Bibliotheken

In der Erklärung zu seinem Projekt Clonewise schreibt Cesare, dass "Entwickler manchmal Code von anderen Projekten einbinden". Dies führe jedoch dazu, dass zwei Versionen derselben Software existierten und dementsprechend Bugfixes und Sicherheitsupdates in beide eingepflegt werden müssten.

Zwar hätten einige Linux-Distributoren Richtlinien, die eine Codeeinbindung verböten, es gebe aber auch einige Bespiele für solch eine Praxis. Cesare nennt explizit die Zlib-Bibliothek, die wegen ihrer Funktionalität und ihrer Lizenz häufig verwendet wird.

Aufspüren von Fehlern

Das manuelle Auffinden solcher eingebundener Bibliotheken ist sehr zeitaufwendig und Cesare zufolge existieren allein in Debian über 420 solcher Bibliotheken. Das von Cesare entwickelte Tool identifiziert gleichen Code anhand des Dateinamens und des Inhalts. Über Hashes, die mit ssdeep erzeugt wurden, können gleiche Pakete aufgespürt werden. Die Auswertung möglicher Verbindungen geschieht mit Hilfe der Graphen-Theorie.

Der gleichartige Code wird anschließend mit CVEs abgeglichen, um Sicherheitsprobleme aufzufinden. Dadurch fand Cesare fünf angreifbare Pakete in Debian und Fedora, die Bzip2 oder Libtiff nutzten. Auch fand Cesare heraus, dass in Firefox eine Version der Libpng-Bibliothek eingebunden war, die drei Monate lang einen bekannten Fehler enthielt.

Software noch fehlerbehaftet

Die Forschungsarbeit von Cesare befindet sich noch in einer frühen Phase. So erzeuge die Software zurzeit noch zu 90 Prozent falsche Resultate, schreibt SC-Magazine. Das Aufspüren von Überschneidungen sei so dennoch schneller, als es manuell möglich sei. Das Fedora-Projekt nutzt nun die Ergebnisse von Cesare und pflegt eine Datenbank mit den Codeüberschneidungen, Ähnliches gilt für Debian.

Cesare plant, zukünftig auch eine Binäranalyse für Windows durchführen zu können. Der Quellcode seiner Anwendung zum Finden von eingebundenem Code ist auf Github verfügbar.


eye home zur Startseite
Perry3D 23. Nov 2011

Ich muss gestehen, dass ich den Artikel auch nicht ganz verstanden habe. Im Gegensatz zu...

Sicaine 23. Nov 2011

Es geht nicht um Programmierfehler wo die Logik noch nicht richtig implementiert ist...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Crailsheim
  2. T-Systems International GmbH, Bonn, Berlin
  3. T-Systems International GmbH, Bonn, Frankfurt am Main, Leinfelden-Echterdingen, München
  4. über OPTARES GmbH & Co. KG, Großraum München


Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,90€ inkl. Versand (Vergleichspreise ab ca. 129€)
  2. 59,99€/69,95€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Tipps für IT-Engagement in Fernost
  2. Sicherheitsrisiken bei der Dateifreigabe & -Synchronisation
  3. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft


  1. Archos

    Neues Smartphone mit Fingerabdrucksensor für 150 Euro

  2. Sicherheit

    Operas Server wurden angegriffen

  3. Maru

    Quellcode von Desktop-Android als Open Source verfügbar

  4. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  5. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  6. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie

  7. Gigabit-Breitband

    Google Fiber soll Alphabet zu teuer sein

  8. Google-Steuer

    EU-Kommission plädiert für europäisches Leistungsschutzrecht

  9. Code-Gründer Thomas Bachem

    "Wir wollen weg vom Frontalunterricht"

  10. Pegasus

    Ausgeklügelte Spyware attackiert gezielt iPhones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Radeon RX 460: AMDs kleinste Polaris-Karte braucht mehr Speicher
Radeon RX 460
AMDs kleinste Polaris-Karte braucht mehr Speicher
  1. Polaris-Grafikkarten Neuer Treiber steigert Bildrate in Tomb Raider
  2. Polaris-Grafikkarten AMD stellt Radeon RX 470 und RX 460 vor
  3. Radeon Pro SSG AMD zeigt Profi-Karte mit SSDs für ein TByte Videospeicher

Radeon RX 470 im Test: Die 1080p-Karte für High statt Ultra
Radeon RX 470 im Test
Die 1080p-Karte für High statt Ultra
  1. Radeons RX 480 Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter
  2. Radeon Software 16.7.2 Neuer Grafiktreiber macht die RX 480 etwas schneller
  3. Radeon RX 480 erneut vermessen Treiber reduziert Stromstärke auf PEG-Slot

Garmin Vivosmart HR+ im Hands on: Das Sport-Computerchen
Garmin Vivosmart HR+ im Hands on
Das Sport-Computerchen
  1. Polar M600 Sechs LEDs für eine Pulsmessung
  2. Kluge Uhren Weltweiter Smartwatch-Markt bricht um ein Drittel ein
  3. Garmin Edge 820 Radcomputer zeigt Position der Tourbegleiter

  1. Re: WC`ehn müsste Linux mittelfristg (ab 2020)

    Spiritogre | 15:08

  2. Re: Gute Idee, doch in Zeiten von KI nicht...

    Slurpee | 14:57

  3. Re: Daten-GAU

    logged_in | 14:55

  4. Re: Handzeichen ist trotzdem Pflicht

    B.I.G | 14:46

  5. Re: OT: Galaxy S5 bekommt auch Update

    most | 14:38


  1. 15:18

  2. 13:51

  3. 12:59

  4. 15:33

  5. 15:17

  6. 14:29

  7. 12:57

  8. 12:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel