Sicherheit: US-Behörden bestreiten Cyberangriff auf Wasserwerk
DHS: unverarbeitete, nicht bestätigte Daten (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

Sicherheit US-Behörden bestreiten Cyberangriff auf Wasserwerk

Der Schaden in einem US-Wasserwerk gehe nicht auf einen Cyberangriff zurück, haben das US-Heimatschutzministerium und das FBI erklärt. Es gebe keinen Beweis für einen Cybereinbruch in das Scada-System der Versorgungseinrichtung.

Anzeige

US-Behörden haben erneut bestritten, dass der Ausfall einer Pumpe in einem Wasserwerk im US-Bundesstaat Illinois auf ein Eindringen in das Computersystem der Anlagen zurückzuführen ist. Das Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) und die Bundespolizei (Federal Bureau of Investigation, FBI) hätten den Fall genau geprüft und "keinen Beweis für einen Cybereinbruch in das Scada-System des Curran-Gardner Public Water District in Springfield, Illinois, gefunden", teilte DHS-Sprecher Chris Ortman mit.

Es gebe keine Beweise für frühere Behauptungen, dass Passwörter geklaut worden seien oder dass der Händler, von dem das Scada-System stammt, in die Angelegenheit verwickelt sei, heißt es in der Stellungnahme, die an verschiedene US-Medien verschickt wurde. DHS und FBI verneinten auch, dass es Spuren nach Russland gebe. Der Bericht über einen Cyberangriff beruhe auf "unverarbeiteten, nicht bestätigten Daten", die "anschließend den Medien zugespielt wurden". Allerdings werde in dem Fall weiter ermittelt. Falls es weitere relevante Informationen gebe, würden diese veröffentlicht.

Wasserversorgung gesichert

Ein Angestellter der Wasserwerke bestätigte in der Lokalzeitung The State Journal-Register den Schaden an der Pumpe. Es sei aber unklar, ob dieser durch einen Einbruch in die Computersysteme verursacht worden sei. Die örtliche Wasserversorgung sei dadurch nicht gefährdet gewesen.

Bemerkenswerterweise war es eine Sicherheitsbehörde, die den Vorfall meldete: Am 10. November berichtete eine Publikation des Illinois Statewide Terrorism and Intelligence Center, dass in einem Wasserwerk in dem Bundesstaat eine Pumpe durchgebrannt sei, nachdem das Scada-System mehrfach ein- und ausgeschaltet worden war. Der Eindringling habe die Zugangsdaten bei dem Händler, der das System geliefert habe, gestohlen. Bekannt wurde der Fall, als der US-Sicherheitsexperte Joe Weiss in seinem Blog darüber berichtete.

Vorläufiger statt abschließender Bericht

Das Illinois Statewide Terrorism and Intelligence Center fungiert als eine Art Sammelstelle für sicherheitsrelevante Meldungen aus dem US-Bundesstaat. Ein namentlich nicht genannter DHS-Mitarbeiter sagte dem Fernsehsender CNN, die Stelle habe zwei Berichte über den Zwischenfall in Springfield veröffentlicht. Diese seien aber nur für den Dienstgebrauch gedacht gewesen. Sie seien als erste Übersicht gedacht gewesen, nicht aber als abschließende Berichte.

Nachdem das DHS erklärt hatte, dass es keine glaubwürdigen Hinweise auf eine Gefährdung von kritischen Infrastrukturen und der öffentlichen Sicherheit gegeben habe, war ein Hacker, der sich pr0f nennt, in die Scada-Systeme eines Wasserwerkes in Texas eingebrochen. Damit habe er zeigen wollen, wie schlecht Versorgungssysteme in den USA gegen Cyberangriffe gesichert seien, erklärte er.


Lokster2k 23. Nov 2011

Wahrscheinlich verhält es sich in der Politik genauso wie in der Geschäftswelt... Wer es...

The Howler 23. Nov 2011

Vllt. war es nur ein Wetterballon :-Þ

vheinitz... 23. Nov 2011

...aber darum geht es gar nicht. Hauptsache "Cyberangrif" in den Köpfen sitzen bleibt...

Kommentieren



Anzeige

  1. Planungsingenieurin / Planungsingenieur
    Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
  2. Abteilungsleiter (m/w) im Bereich IT- & Prozessmanagement
    MehrWert Servicegesellschaft mbH, Düsseldorf
  3. Operations Specialist (m/w) (Division Issuing)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim near Munich
  4. Mitarbeiter/-in für Kundendatenmanagement in der Abteilung Marketing Kommunikation
    Daimler AG, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Mobiles Bezahlsystem

    Amazon plant Kreditkartenleser für Smartphones

  2. Tails

    Zero-Day im Invisible Internet Project

  3. Geräuschunterdrückung

    Bose verklagt Beats wegen Patentverletzungen

  4. Google-Konkurrent

    Baidu will teilautonomes Fahrzeug bauen

  5. USA

    Kongress ermöglicht das Entsperren von Smartphones

  6. Urheberrecht

    Spanien besteuert Hyperlinks

  7. NSA-Affäre

    Grüne und Linke stellen Ultimatum für Snowden-Anhörung

  8. Hamburg

    Behörde geht nicht gegen Mitfahrdienst Uber vor

  9. Buchanalyse

    Apple hat E-Book-Startup Booklamp gekauft

  10. Liebessimulation Love Plus

    "Ich hoffe, du wirst für immer schön bleiben"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO: Share Economy regulieren, nicht verbieten
IMHO
Share Economy regulieren, nicht verbieten
  1. NSA-Affäre Macht euch wichtig!
  2. IMHO Und wir sind selber schuld!
  3. Head Mounted Display Valve zeigt neue Version seiner VR-Brille

Privacy: Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
Privacy
Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
  1. Passenger Name Record Journalist findet seine Kreditkartendaten beim US-Zoll
  2. Android Zurücksetzen löscht Daten nur unvollständig
  3. Privatsphäre Bundesminister verlangt Datenschutz beim vernetzten Auto

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel