Sicherheit Facebook ersetzt die Mülltonne

Deepsec 2011 Das größte Sicherheitsrisiko im Unternehmen ist der Mensch, sagt Sicherheitsexpertin Sharon Conheady. Statt Mülltonnen durchwühlen Cyberkriminelle heute soziale Netzwerke nach Informationen über ihre Opfer.

Anzeige

Betrüger nutzen soziale Medien zunehmend, um Mitarbeiter von Unternehmen auszuspionieren, sagt Sicherheitsexpertin Sharon Conheady. Mit den gesammelten Informationen versuchen sie, Passwörter zu erraten oder sich Zutritt zu Büroräumen zu verschaffen. Dass sie damit häufig erfolgreich sind, ist menschlichen Schwächen geschuldet, die sich Betrüger schon seit Jahrhunderten zunutze machen.

Conheady hat es sich zum Beruf gemacht, Unternehmen auf Sicherheitslücken zu überprüfen. Dafür verschafft sie sich Zugang zum Unternehmensnetzwerk oder direkt zum Unternehmen und setzt dabei unter anderem auf Obrigkeitshörigkeit und Hilfsbereitschaft. Ein einfaches Fax mit einer fiktiven Terminvereinbarung reicht ihr, um sich Zutritt zu einem Unternehmen zu verschaffen. Das ist noch einfacher, als sich zum Beispiel mit einem gelben Schutzhelm als Mitarbeiter eines Elektrizitätswerks zu tarnen. Oder sie stellt sich mit zwei Pappbechern mit Kaffee in der Hand vor die Tür eines Büros - und wartet, dass ihr ein Mann die Tür öffnet, was meistens ohne Nachfrage geschieht.

Wie Betrüger bedient sich auch Conheady der Informationen, die sie in sozialen Netzwerken findet, um Angriffspunkte zu finden. Über Facebook, Twitter oder Linkedin erführen Betrüger meist mehr über ihre Opfer als beim Durchwühlen einer Mülltonne, sagt sie.

Lieblingspizza als Eingangsschlüssel

Ein Mitarbeiter des IT-Bereichs einer Firma, der nicht auf seine Privatsphäreeinstellungen geachtet hatte, gab Conheady bei Facebook die Informationen, die sie für einen Einbruch brauchte. Er hatte eine Umfrage beantwortet, wo nach allen möglichen Details gefragt wurde, die gern als Geheimfrage benutzt werden, um zum Beispiel E-Mail-Konten zu sichern. Er erzählte bei Facebook auch, dass er eine bestimmte Pizza besonders gerne aß. Verkleidet mit einem T-Shirt der Pizzakette, das sie für wenige Euro über eBay erworben hatte, verschaffte sich Conheady als Pizzabote Zugang zu dem Unternehmen. Nebenbei installierte sie ungestört einen Keylogger über einen USB-Stick auf einem Rechner.

Betrugsmaschen seit Jahrtausenden gleich 

Kugelfisch_dergln 24. Nov 2011

...der da: http://www.sadanduseless.com/wp-content/uploads/2011/04/steve-buscemi.jpg

AsgarSerran 23. Nov 2011

Das waren aber auch nicht alle Daten. http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-11...

vordprefect 23. Nov 2011

Hi, wer mehr darüber erfahren möchte sei dieses Buch empfohlen: Untertitel: Controlling...

narf 23. Nov 2011

mir letzlich bei einem grossen energiedienstleister passiert: hier muss man normalerweise...

asynchron 23. Nov 2011

... leider empfindet die Mehrheit den Datenschutz als eine zusätzliche Last. Und dass man...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Support Specialist (m/w) - Applikationsbetreuung
    Real Garant über Baden Executive Search Personalberatung GmbH, Neuhausen auf den Fildern
  2. Softwareentwickler (m/w) Java EE
    D.O.M. Datenverarbeitung GmbH, Nürnberg, Ingolstadt
  3. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel