Gitterstruktur wie beim Eiffelturm: Ultraleichtmaterial aus Metallnanoröhrchen
Gitterstruktur wie beim Eiffelturm: Ultraleichtmaterial aus Metallnanoröhrchen (Bild: HRL Laboratories)

Nanotechnologie Ultraleichtes Material nach dem Vorbild des Eiffelturms

Viel Luft und dennoch stabil: US-Wissenschaftler haben ein Ultraleichtmaterial entwickelt, das aus einer Gitterstruktur aus Nanoröhrchen besteht. Es könnte als Isolierung eingesetzt werden oder um Stöße abzufangen.

Anzeige

US-Wissenschaftler haben ein ultraleichtes Material entwickelt. Es besteht aus einem Gerüst aus Metallnanoröhrchen. Das Material wiegt weniger als 10 Milligramm pro Kubikzentimeter, wobei die Luft im Inneren nicht mitgerechnet wird.

 
Video: Ultraleichtmaterial aus Metallnanoröhrchen

Grund für das geringe Gewicht ist, dass das Material zu 99,99 Prozent aus Luft besteht. Der Rest ist Metall, genauer gesagt ein Gitter aus dünnen Röhrchen, die regelmäßig angeordnet sind, etwa wie ein Fachwerk. Darin unterscheidet es sich von den meisten anderen Ultraleichtmaterialien. Bei diesen handelt es sich meist um Schäume, normalerweise aus Metall, die eine unregelmäßige Struktur haben.

Wandstärke von 100 Nanometern

Der Fertigungsprozess wurde von Alan Jacobsen entwickelt, einem Wissenschaftler vom US-Unternehmen HRL Laboratories. Sein Kollege Tobias Schaedler hat zusammen mit Forschern vom California Institute of Technology und der Universität des US-Bundesstaates Kalifornien in Irvine das Ultraleichtmaterial entwickelt. Dieses bestehe aus einem Gitterwerk aus Röhrchen mit einer Wandstärke von 100 Nanometern, sagte er.

Das Prinzip sei von Bauwerken wie dem Eiffelturm oder der Golden Gate Bridge übernommen, die für ihre Größe sehr leicht und dennoch stabil seien, sagte Bill Carter von HRL. Sie hätten dieses Konzept auf die Materialentwicklung übertragen und würden es nun im Mikro- und im Nanobereich umsetzen.

Sehr elastisch

Das Material ist zudem sehr elastisch: Die Wissenschaftler komprimierten es auf etwa 50 Prozent seiner Dicke. Wurde der Druck auf das Material weggenommen, dehnte es sich wieder bis zu 98 Prozent seiner ursprünglichen Dicke aus.

Das Material könne als thermische oder akustische Isolierung sowie zum Dämpfen eines Aufpralls eingesetzt werden, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Science.


__destruct() 23. Nov 2011

Leicht ist das Material ja und dick und dünn kann man die Schutzweste machen, wie man...

Rapmaster 3000 22. Nov 2011

Bei manchen hier weiss man aber nicht sofort, ob das wirklich nur als Spaß gedacht war. ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Referent / Senior Referentin Data Intelligence und Customer Insights
    Flughafen München GmbH, München
  2. Project Manager / Project Coordinator International (m/w)
    afb Application Services AG, München
  3. Kampagnen-Manager SEO / SEM / Junior Kampagnen-Manager (m/w)
    KIM Krick Interactive Media GmbH, Eibelstadt
  4. Softwareentwickler (m/w) C++
    BCC Unternehmensberatung GmbH, Eschborn bei Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: Jurassic World - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
    26,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. Band of Brothers - Box Set [Blu-ray]
    17,97€
  3. Avengers - Age of Ultron [Blu-ray]
    19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Timesyncd

    Systemd soll Googles Zeitserver nicht mehr verwenden

  2. DAB+

    WDR schaltet seine Mittelwellensender ab

  3. Apple Music

    Beats 1 kann auch mit Android-Geräten gehört werden

  4. Her Story

    Bei Mausklick Mord

  5. Android-Update

    Medion bringt Lollipop auf vier Tablets

  6. Bewerberplattform

    IT-Gehaltserwartung in deutschen Startups liegt bei 43.000 Euro

  7. First Flight

    Sony stellt Crowdfunding-Plattform für eigene Ideen vor

  8. Prandtl-m

    Nasa will den Mars mit einem Gleitflugzeug erkunden

  9. Turtle-Entertainment-Übernahme

    MTG Media investiert 78 Millionen Euro in E-Sport

  10. Intel Compute Stick im Test

    Der mit dem Lüfter streamt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IMHO: DNSSEC ist gescheitert
IMHO
DNSSEC ist gescheitert

Pebble Time im Test: Nicht besonders smart, aber watch
Pebble Time im Test
Nicht besonders smart, aber watch
  1. Smartwatch Pebble Time kostet außerhalb von Kickstarter 250 Euro
  2. Smartwatch Apple gibt iOS-App für die Pebble Time frei
  3. Smartwatch Pebbles iOS-App wird von Apple nicht freigegeben

Radeon R9 Fury X im Test: AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
Radeon R9 Fury X im Test
AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
  1. Radeon R9 390 im Test AMDs neue alte Grafikkarten bekommen einen Nitro-Boost
  2. Grafikkarte AMDs neue R7- und R9-Modelle sind beschleunigte Vorgänger
  3. Grafikkarte AMD kündigt Radeon R9 Fury X und R9 Nano an

  1. Wäre mit Ubuntu und 2 GB RAM toll!

    chris109 | 17:07

  2. Re: Unterbezahlt, Überstunden, Ausgebeutet?

    poseyydon | 17:06

  3. Re: Programmierer sind selbst schuld

    Der_Jonas | 17:04

  4. Wirklich schade!

    Layer8.kr | 17:03

  5. Re: Neue Geräteklasse erfinden?

    robinx999 | 17:03


  1. 16:55

  2. 16:33

  3. 16:05

  4. 15:22

  5. 15:04

  6. 14:55

  7. 13:53

  8. 13:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel