Oracle vs. HP Hält HP den Itanium künstlich am Leben?

HP hält Intels 64-Bit-Prozessor künstlich am Leben, wirft Oracle seinem Partner und Konkurrenten vor. Laut Oracle bezahlt HP Intel dafür, dass der Chiphersteller noch zwei Generationen des Itanium herstellt.

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HP und Oracle streiten vor Gericht, seit Oracle angekündigt hat, keine Software mehr für Intels Itanium-Prozessoren zu entwickeln. Oracle argumentiert, Intel plane, den Itanium einzustellen, HP als größter Anbieter von Itanium-Systemen hält dagegen. Oracle aber behauptet, HP wisse genau, dass der Itanium vor dem Aus steht und verschweige diese Informationen seinen Kunden.

In einem vom Wall Street Journal veröffentlichten Antrag, den Oracle beim Gericht eingereicht hat, erhebt Oracle einen neuen, noch weitergehenden Vorwurf. Demnach hat HP eingeräumt, dass HP und Intel einen Vertrag geschlossen haben, der sicherstellt, dass noch zwei Itanium-Generationen auf den Markt kommen. Oracle schließt daraus, dass HP Intel dafür bezahlt, den Itanium nicht einzustellen und dies der Öffentlichkeit nicht nur verschweigt, sondern fälschlich behauptet, Intel halte aus eigenen Stücken am Itanium fest. Oracle ist überzeugt: Ginge es nach Intel, wäre der Itanium bereits eingestellt. "Das Ganze klingt wie ein Remake von 'Immer Ärger mit Bernie'", so Oracle in den Gerichtsdokumenten.

HP erwähnt den Vertrag mit Intel eher nebenbei, ohne ein großes Geheimnis daraus zu machen. Gegenüber dem Wall Street Journal betont ein HP-Sprecher nochmals, dass ein solcher Vertrag existiere und Oracle darüber sehr wohl informiert sei.

HP wirft Oracle seinerseits vor, die Unterstützung für die Itanium-Plattform einzustellen, um den Absatz seiner eigenen Server zu erhöhen und so mit wettbewerbsfeindlichen Taktiken einem Konkurrenten zu schaden. Mit seiner Klage will HP Oracle dazu zwingen, seine Software weiterhin für Itanium anzubieten.


derthorsten 21. Nov 2011

Ich finde sie letztlich dennoch "sympathischer" als HP. Wenn auch nicht "sympathisch...

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