Hivemind Will Wright will mit Spielern spielen statt mit Sims

Der Erfinder von Sim City und Die Sims stellt sein nächstes Projekt vor. Es trägt den Namen Hivemind - und soll nicht nur in der virtuellen, sondern auch in der echten Welt spielen. Datenschützer dürften über die Ideen von Will Wright allerdings entsetzt sein.

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"Personal Gaming" nennt Will Wright das Konzept für sein möglicherweise nächstes Spiel, das nach aktuellem Stand den Namen Hivemind trägt. In dem Werk - über dessen tatsächlichen Entwicklungsstand keine Informationen vorliegen - will Wright laut einem Bericht von Venturebeat.com den Spieler in den Mittelpunkt stellen. Und zwar nicht als Figur in der virtuellen Welt, sondern im echten Leben. Dazu soll Hivemind laut Wright alle verfügbaren Daten über den Spieler auswerten: wo er sich aufhält, wo seine Freunde sind, wie viel Geld sich in seinem Portemonnaie befindet. Der datenschutzrechtlichen Problematik ist sich Wright bewusst - er vertritt aber die Auffassung, dass die jüngere Generation damit keine großen Schwierigkeiten hat.

Hivemind soll offenbar eine Mischung aus Augmented Reality, sozialem Netzwerk und einigen klassischen Gaming-Elementen werden. Wright erklärt im Gespräch mit Venturebeat.com, wie er auf die Idee für das Projekt gekommen ist: Bei einem Spaziergang sei er an einem Treffen von Autofans vorbeigekommen und habe sich mit den Leuten unterhalten. Sein Spiel könne dafür sorgen, dass der Spieler nicht zufällig solche Begegnungen erlebe, sondern dass er von Hivemind dorthin geschickt werde.

Wright macht darauf aufmerksam, dass der Mensch immer stärker ins Zentrum seiner Werke rückt: Bei Sim City war die Distanz noch ziemlich groß, bei Die Sims schon wesentlich kleiner und bei Hivemind wäre sie im Grund nicht mehr da.

Derzeit sucht Wright nach Entwicklern, die seine Ideen spannend finden oder über ähnliche Projekte nachdenken. Und nach Investoren, die sich an dem Unternehmen, das ebenfalls den Namen Hivemind trägt, beteiligen. Ob, wann und wie das Spiel Hivemind erscheint, dürfte noch weitgehend offen sein - wenn, dann kommt es wohl eher für mobile Endgeräte oder Plattformen wie Facebook auf den Markt als für klassische Konsolen.

Will Wright war 1987 einer der Gründer des kalifornischen Entwicklerstudios Maxis, das erste Erfolge mit Simcity feierte. 1997 wurde das Unternehmen von EA aufgekauft. Im Jahr 2000 kam das maßgeblich von Wright entwickelte Die Sims auf den Markt - einer der größten Erfolge der Computerspielgeschichte. Wrights letztes Werk war das 2008 veröffentlichte Spore, das bei Fans und Kritikern nicht gut ankam, sich aber ordentlich verkaufte. 2009 hat Wright die Ideenschmiede Stupid Fun Club gegründet, an der auch Electronic Arts eine Beteiligung hält.


idk 22. Nov 2011

LOL. Ich möchte dir nicht widersprechen, aber eines anmerken: Im Gegensatz zu...

_2xs 21. Nov 2011

Mich wundert es, daß trotz der ganzen Empörung bezüglich des Datenschutzes noch keiner...

bikinihorst 21. Nov 2011

"Derzeit sucht Wright nach Entwicklern, die seine Ideen spannend finden oder über...

Cyrano_B 21. Nov 2011

Daran musste ich auch gleich denken. Leutet die Kohle brauchen, lassen sich von anderen...

glaba 19. Nov 2011

...um mal bei deinem Stasi-Aufschrei zu bleiben: irgendwas scheint die SED dann ja auch...

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