Teardown: Amazon zahlt bei jedem Kindle Fire drauf
Amazon-Chef Jeff Bezos (Bild: Spencer Platt/Getty Images)

Teardown Amazon zahlt bei jedem Kindle Fire drauf

Eine erste Teardown-Analyse von Amazons Tablet Kindle Fire ergibt: Die Komponenten des für 199 US-Dollar verkauften Geräts kosten 143 US-Dollar. Damit muss Amazon das Tablet kräftig subventionieren.

Anzeige

Die zum selben Unternehmen gehörende EE Times berichtet vorab über eine Teardown-Analyse von UBM Techinsights. UBM hat das seit dem 15. November 2011 in den USA verkaufte Kindle Fire zerlegt und die Preise der Bauteile zusammengerechnet.

Demnach kosten alleine die Komponenten 143 US-Dollar, das 7-Zoll-Display und der Touchscreen sind mit 35 und 25 US-Dollar wie auch bei anderen Tablets die teuersten Teile. Der Prozessor ist ein OMAP 4 von Texas Instruments mit zwei Kernen, er kostet 18 US-Dollar.

Material für iPad 2 kostet nur 276 US-Dollar

Zum Vergleich: Die Teile für ein iPad 2 mit 32 GByte und 3G-Modul kosten laut UBM 276 US-Dollar. Apple verkauft das Gerät aber für 729 US-Dollar, womit noch über 500 US-Dollar für Zusammenbau, Verpackung, Versand, Entwicklung und Werbung bleiben - und natürlich für Apples Gewinn.

Amazon dürfte am Kindle Fire angesichts der Materialkosten nicht nur nichts mehr verdienen, sondern kräftig draufzahlen, bis das Tablet überhaupt beim Kunden liegt. Das ist bei Geräten, die vor allem über den Kauf von darauf zu nutzenden Inhalten finanziert werden aber nicht ungewöhnlich. Der Markt für Spielekonsolen funktioniert seit Jahrzehnten so.

Dennoch ist das Kindle Fire das erste moderne Tablet, das dieses Prinzip ausreizt. Amazon setzt voll auf das Gerät und musste wegen Investitionen in das Tablet zuletzt einen Gewinnrückgang von 73 Prozent verkraften. Laut Konzernchef Jeff Bezos war das unter anderem der Fall, weil die Vorbestellungen um einige Millionen Geräte höher lagen als von seinem Unternehmen vorhergesehen.

Wann das Kindle Fire in Europa auf den Markt kommt, und was es dann kostet, hat Amazon noch nicht bekanntgegeben.


ozelot012 22. Nov 2011

Nur das er besser angezogen ist. ;) Wie er spricht, die Art wie er präsentiert. Na ja...

neocron 19. Nov 2011

33% Aufschlag worauf genau? Lass mich raten, du zaehlst rein hardware, und da auch nur...

LH 18. Nov 2011

Gibt es afaik auch nicht, Apple ist aktuell der billigste bei gleicher Leistung.

Dragos 18. Nov 2011

Ich bin verwundert, laut heise hat das fire keine Bootloader-Sperre. Somit ist die 10...

Atrocity 18. Nov 2011

Naja, man kann alles hacken. Ich benutze meinen normalen Kindle auch nicht zum kauf von...

Kommentieren



Anzeige

  1. System Architekt (m/w) Exchange / Microsoft Windows
    DATAGROUP Köln GmbH, Köln
  2. Ingenieur / Techniker (m/w) IP Netzwerkdesign
    Siemens AG, Hamburg
  3. Leiter IT-Management (m/w)
    DEW21, Dortmund
  4. Leiter Systemsteuerung (m/w)
    Sparkasse Herford, Herford

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bericht

    Apple-Dokumente deuten auf neues Produkt hin

  2. Kreditkartendaten gestohlen

    UPS bestätigt Hackerangriff

  3. Apple

    OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da

  4. Threshold

    Microsoft will Windows 9 am 30. September vorstellen

  5. Mini-PC

    Broadwell- und Braswell-NUCs laden Smartphones drahtlos

  6. Leica M-P

    Messsucherkamera mit Saphirglas

  7. Infotainment

    Toyota baut Nexus 7 ins Auto ein

  8. Age of Wonders 3

    Erweiterung Golden Realms mit Halblingen

  9. Programmierschnittstelle

    Nvidias Cuda 6.5 für mehr Tempo und ARM64

  10. Laufzeitumgebung

    Teile von Unity werden quelloffen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Alienware Alpha ausprobiert: Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
Alienware Alpha ausprobiert
Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
  1. Crytek Ryse für PC mit 4K-Videos belegt über 120 GByte
  2. Wirtschaftssimulation Golem Labs entwickelt die Gilde 3
  3. Wargaming Seeschlachten mit World of Warships

Die Paten des Internets: Oliver Samwer - die "Execution-Sau"
Die Paten des Internets
Oliver Samwer - die "Execution-Sau"
  1. Samwer United Internet kauft großen Anteil von Rocket Internet
  2. Oliver Samwer "Sehr viele Unternehmen haben wir zu früh verkauft"
  3. Verivox Tarifvergleichsplattform Toptarif von Konkurrenten gekauft

IT und Energiewende: Intelligenztest für Stromnetze und Politik
IT und Energiewende
Intelligenztest für Stromnetze und Politik

    •  / 
    Zum Artikel