Fehlerhafte Telefonrechnung: Telefonanschluss darf nicht einfach gesperrt werden
Verbraucherschützer setzen sich gegen Telefónica Germany durch. (Bild: Telefónica Germany)

Fehlerhafte Telefonrechnung Telefonanschluss darf nicht einfach gesperrt werden

Wenn ein Kunde die Telefonrechnung nicht vollständig bezahlt, weil sie ihm fehlerhaft erscheint, darf ihm der Telefonanschluss nicht gesperrt werden. Das Landgericht München hat deshalb eine einstweilige Verfügung gegen Telefónica Germany erlassen.

Anzeige

Eine Telefongesellschaft darf Kunden nicht einfach das Telefon sperren, wenn sie einen Teil der Telefonrechnung nicht bezahlen, weil sie ihn für unberechtigt halten, berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg. Die Verbraucherschützer haben im Oktober 2011 vor dem Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen die Firma Telefónica Germany (O2, Alice, Fonic) erwirkt (Beschluss vom 6.10.2011, Az.: 37 O 21210/11).

Behaupte ein Kunde, dass Positionen auf der Telefonrechnung nicht korrekt seien, so müsse die Telefongesellschaft selbst die Rechtmäßigkeit nachweisen, berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg unter Berufung auf das Gerichtsurteil. Vor allem dürfe eine Telefongesellschaft dem Kunden weder mit einer Sperre drohen noch sie durchführen. Es müsse vermieden werden, "dass Verbraucher unberechtigte Telefonrechnungen nur deswegen bezahlen, weil sie sonst die Kappung ihrer Telefonleitung fürchten müssen."

Verbraucherschützer gegen Telefónica

Telefónica Germany hatte einer Hamburger Kundin den Telefonanschluss gesperrt, weil sie sich den Verbraucherschützern zufolge weigerte, 163,14 Euro aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbare Entgelte für die Nutzung von Sonderrufnummern und Servicediensten zu zahlen. Die Verbraucherzentrale Hamburg nahm sich des Falls an. Da Telefónica sich weigerte, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, wurde die einstweilige Verfügung erwirkt.

Die Verbraucherschützer bietet allen, die vor einem ähnlichen Problem stehen, eine persönliche Rechtsberatung an. Die Kosten liegen bei 18 Euro pro Beratung, wobei ALG-II-Empfänger gegen Nachweis die Hälfte zahlen. Termine können unter der E-Mail-Adresse termine@vzhh.de oder per Telefon 040 24832-107 ausgemacht werden. Alternativ ist auch eine telefonische Beratung unter der Rufnummer 0900-1 775441 (1,50 Euro aus dem deutschen Festnetz, mobil mehr) möglich.


SoniX 17. Nov 2011

Nachtrag: Ich glaube bis heute nicht, dass dies ein Fehler war. Ich bin der Meinung...

SoniX 17. Nov 2011

Hast du das je versucht? Alle, wirklich alle, meine Versuche irgendwelche Sachen zu...

Kommentieren



Anzeige

  1. Junior Testmanager eCommerce (m/w)
    exali GmbH, Augsburg
  2. Software Developer / Architect SAP NetWeaver (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  3. Entwickler (m/w) Automatisierung Motor- und Fahrzeugprüfstände
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  4. SW-Entwickler für kartenbasierte "Connected Services" (m/w)
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. EU-Datenschutzreform

    Einigung auf Öffnungsklauseln für die Verwaltung

  2. Abzocke

    Unbekannte kopieren deutsche Blogs

  3. Digitale Agenda

    Ein Papier, das alle enttäuscht

  4. WRT-Node

    Bastelplatine mit OpenWRT und WLAN

  5. Spiegelreflexkamera

    Schwarzer Punkt gegen helle Punkte der Nikon D810

  6. Cliffhanger Productions

    Shadowrun Online und die Nano-Drachen

  7. Star Citizen

    52 Millionen US-Dollar für ein Jetpack

  8. Virtualisierung

    Parallels Desktop 10 macht Tempo

  9. Zertifikate

    Google will vor SHA-1 warnen

  10. Mitfahrdienst auf neuen Wegen

    Uber will eigenen Lieferservice aufbauen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IT und Energiewende: Intelligenztest für Stromnetze und Politik
IT und Energiewende
Intelligenztest für Stromnetze und Politik

DCMM 2014: Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden
DCMM 2014
Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden
  1. Elite Dangerous mit Oculus Rift "Wir brauchen mindestens 4K"
  2. Spielemesse Gamescom fast ausverkauft
  3. Spielebranche Gamescom soll bis 2019 in Köln bleiben

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel