Supercomputer Blue Gene/Q
Supercomputer Blue Gene/Q (Bild: IBM)

IBM Supercomputer mit Power A2 sollen zehnmal schneller werden

IBM hat die dritte Generation seiner Supercomputer namens Blue Gene/Q angekündigt. Mit 16-Core-CPUs sollen sie bis zu 100 Petaflops erreichen, das erste System soll schon 2012 fertig sein - aber die Rechenleistung erst einmal verdoppeln.

Anzeige

Auf der Supercomputerkonferenz SC 11 hat IBM Blue Gene/Q angekündigt. Die neue Infrastruktur ist der Nachfolger von Blue Gene/P, auf der beispielsweise mit dem Jugene einer der schnellsten Rechner Deutschlands basiert.

Gegenüber den bisherigen Systemen mit Quad-Core-CPUs sollen die Power-Prozessoren in Blue Gene/Q bis zu 16 Kerne besitzen. IBM nennt diese neue Architektur Power A2. Eigentlich besitzt jede CPU sogar 18 Kerne, einer davon wird jedoch für Ausfälle als Redundanz reserviert. Ein weiterer Core soll nur für Verwaltungsaufgaben des Betriebssystems genutzt werden.

Ein ähnliches Konzept hatte schon Sony mit dem von IBM entwickelten Cell-Prozessor der Playstation 3 verwirklicht: Deren CPU besteht aus sieben SPE genannten Kernen, von denen für Anwendungen aber nur sechs nutzbar sind. Die siebte SPE läuft unter einem Hypervisor und ist nur für das Betriebssystem sichtbar. Zudem kümmert sie sich um die Sicherheitsmechanismen der Konsole.

Einer der ersten neuen Blue Genes ist der Rechner "Sequioa", der derzeit am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) bei San Francisco aufgebaut wird. Der Supercomputer wird aus insgesamt 96 Racks bestehen. Die ersten Racks will IBM im Dezember 2011 aufstellen.

20 Petaflops schon 2012

Sequioa soll im Laufe des Jahres 2012 einsatzbereit sein und dann eine Rechenleistung von 20 Petaflops erreichen. Das wäre doppelt so schnell wie der japanische K-Computer, der heute als der schnellste Rechner der Welt gilt. Der K-Computer führt mit aktuell 10,5 Petaflops die neue Top-500-Liste an und hat seine geplante Ausbaustufe erreicht. Er arbeitet mit SPARC64-VIIIfx-CPUs.

Für andere Installationen von Blue Gene/Q rechnet IBM mit einer Leistung von 100 Petaflops - wann diese erreicht werden soll, gab das Unternehmen nicht an. Nicht nur bei der reinen Rechenleistung sollen die neuen Supercomputer aber führend sein. Mit 2 Gigaflops pro Watt soll Blue Gene/Q auch der energieeffizienteste Supercomputer werden.


Kommentieren



Anzeige

  1. Re­quire­ments-In­ge­nieur (m/w)
    S1nn GmbH & Co. KG, Stutt­gart
  2. Spezialist (m/w) Entwicklung Systemsoftware
    Torqeedo GmbH, Gilching (Großraum München) / Fürstenfeldbruck
  3. Junior Consultant Finance Processes & Applications (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. Facharchitektin / Facharchitekt
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Elektroautos

    Tesla will Akkufabrik in Deutschland bauen

  2. Studie

    Mädchen interessieren sich quasi gar nicht für IT-Berufe

  3. Taxi-Konkurrenz

    Uber will Gesetzesreform

  4. Star Citizen

    Virtuelles Raumschiff für 2.500 US-Dollar

  5. Patentstreit

    Samsung fordert Importverbot für Nvidia-GPUs

  6. Spieleklassiker

    Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)

  7. Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test

    Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln

  8. Kanzlerhandy

    Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen

  9. Internetsuche

    EU-Parlamentarier erwägen Google-Aufspaltung

  10. 15 Jahre Unreal Tournament

    Spiel, Bot und Sieg



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Yoga 3 Pro Convertible im Test: Flach, leicht, hochauflösend, kurzatmig
Yoga 3 Pro Convertible im Test
Flach, leicht, hochauflösend, kurzatmig
  1. Benchmark Apple und Nvidia schlagen manchmal Intels Core M
  2. Weniger Consumer-Notebooks Toshiba baut 900 Arbeitsplätze in der PC-Sparte ab
  3. Asus Zenbook UX305 Das flachste Ultrabook mit QHD-Display

IMHO zum Jugendmedienschutz: Altersschranke nützt nicht Kindern, sondern Erotikseiten
IMHO zum Jugendmedienschutz
Altersschranke nützt nicht Kindern, sondern Erotikseiten
  1. Pornofilter Internet Provider gegen britische Zensurkultur
  2. Internetzensur Tor und die große chinesische Firewall
  3. Kein britisches Modell Medienrat will Pornofilter ohne Voraktivierung

Lichtfeldkamera Lytro Illum: Das Spiel mit der Tiefenschärfe
Lichtfeldkamera Lytro Illum
Das Spiel mit der Tiefenschärfe
  1. Lichtfeldkamera Lytro will in neue Märkte einsteigen
  2. Augmented Reality Google investiert 542 Millionen US-Dollar in Magic Leap
  3. Lytro Lichtfeldfotografie bildet die Tiefe der Welt ab

    •  / 
    Zum Artikel