Google TV LG steigt ein, Logitech aus

Google TV hat einen Partner weniger: Logitech will keine Set-Top-Boxen mehr für Googles Fernsehsehversuche fertigen. Dafür soll LG Electronics einsteigen und bald einen Google-TV-fähigen Fernseher vorstellen.

Anzeige

Logitech-Chef Guerrino De Luca hat laut Seekingalpha-Mitschrift auf einer Analysten- und Investorenveranstaltung keine guten Worte für Google TV gefunden. Googles Angriff auf traditionelle Broadcaster sei im vergangenen Jahr als Beta gestartet und die Markteinführung von Logitechs Google-TV-Set-Top-Box Revue zum Weihnachtsgeschäft 2010 sei damit ein Fehler gigantischen Ausmaßes gewesen, sagte er.

Der Irrtum sei es gewesen zu glauben, dass mit Google TV das Fernsehen in kurzer Zeit revolutioniert werden könnte. Das habe Logitech viel gekostet, klagte De Luca. Zum Start seien zu viele Revues hergestellt worden, das Unternehmen sei irrtümlich davon ausgegangen, dass die US-Kunden für das 300-Dollar-Gerät Schlange stehen würden.

Einer weniger, einer mehr

Als Konsequenz sagte der Logitech-Chef deshalb Investoren, dass das Unternehmen das Revue-Produkt nur noch abverkaufen und keinen Nachfolger vorstellen werde. Mittlerweile kostet die Set-Top-Box nur noch 99 US-Dollar.

Während Logitech Google TV den Rücken kehrt, soll LG Electronics einen Fernseher mit Google-TV-Unterstützung vorbereiten. Das will Bloomberg von zwei Personen erfahren haben, die mit dem Projekt vertraut sind. Das Unternehmen plane eine Vorstellung auf der CES 2012 im Januar. Konkurrent Sony musste den Preis seiner Google-TV-Produkte in den USA senken, plant aber weiter eine Einführung von Google-TV-Fernsehern im nächsten Jahr auch in Deutschland.

Das Ziel von Google TV ist, Fernsehen und Webvideos über eine einheitliche Oberfläche zu verbinden und Inhalte on demand verfügbar zu machen. Google hat in den vergangenen Monaten viele Verbesserungen einfließen lassen. Seit Ende Oktober 2011 basiert Google TV auf Android Honeycomb und bietet einen Zugang zum Android Market. Durch die Möglichkeit, aufwendige Apps zu installieren, können Hersteller ihre Smart-TVs deutlich im Funktionsumfang erweitern. Anders als in der Vergangenheit hofft Google nun, eine Konfrontation mit den Fernsehsendern und Kabelnetzbetreibern zu vermeiden. Der Europastart für Google TV ist für Anfang 2012 angekündigt.


jayrworthington 14. Nov 2011

Die aktuelle Versions der Squeezebox heisst neu "Logitech Media Server", und man kann ein...

Kommentieren



Anzeige

  1. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  2. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  3. Referent (m/w) Lernmanagementsysteme mit Schwerpunkt IT-Fachkonzeption
    Gothaer Finanzholding AG, Köln
  4. SAP Inhouse Berater BI (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  2. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  3. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  4. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  5. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  6. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  7. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  8. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  9. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  10. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel